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Der Baumkuchen ist einer der ältesten Kuchen und einer der bekanntesten, denn sogar in China wird er mit Leidenschaft gegessen. Viele Anhänger finden sich auch in Deutschland und das mit Recht, denn wegen seiner Schokoladenglasur und den bis zu 20 Teigschichten findet er nur selten Ablehnung. Die Geschichte und das Grundrezept des Kuchens sollen im Folgenden erläutert werden.
Der Baumkuchen oder auch „König der Kuchen“, „Prügelkrapfen“ und „Spießkuchen“ genannt, existiert seit ungefähr 2000 Jahren. Zu der Zeit wurde er in Griechenland als Brot gebacken und hieß „Obeloasbrot“. Der Begriff Baumkuchen ist hingegen jünger und stammt aus dem im Jahr 1682 verfassten diätischen Kochbuch von Johann Sigismund Elsholtz, der Leibarzt des Kurfürsten Friedrich Wilhelm war. Allerdings stammt das heute übliche Rezept nicht aus diesem Buch, sondern aus dem 1769 verfassten niedersächsischen Kochbuch.
Viele der heutigen Rezepte unterscheiden sich in ihren Zugaben wie Honig, Mandeln, Schokoladenglasur und Rum. Die Herstellung, die Form und das Grundrezept haben sich hingegen nur sehr wenig verändert. Bei der Fabrikation des Kuchens wird er an einem drehenden Spieß, der Walze, über einer offenen Feuerstelle oder an elektrischen Heizstäben gebacken. Dadurch bildet sich zu einem das typische Loch, die wellige Form. Die Baumringe entstehen hingegen durch das Auftragen des Teiges in mehreren Schichten. Die Fertigstellung ist erst nach einer längeren Backzeit erledigt, wenn das Gebäck geschnitten und mit einer Glasur überzogen ist.
Das Grundrezept
In einer Konditorei wird der Kuchen an einem Spieß gebacken, aber im Haushalt reicht eine Springform aus. Allerdings muss sowohl am Spieß als auch in der Form darauf geachtet werden, dass die einzelnen Schichten nicht zu dunkel werden und das Grundrezept eingehalten wird. Das Rezept garantiert im Normalfall eine gute Konsistenz des Teiges, der sich leicht verarbeiten lässt.
500 Gramm Zucker
500 Gramm Butter
250 Gramm Weizenmehl
250 Gramm gemahlene Mandeln
200 Gramm Vollmilch-Kuvertüre
150 Gramm Speisestärke
10 Eier
1 Teelöffel geriebene Zitronenschale
Zu Beginn sollte der Backofen auf eine Temperatur von 200 bis 220 Grad Celsius vorgeheizt werden und eine Springform mit dem Durchmesser von circa 26 Zentimetern eingefettet werden. Nun wird mit dem Teig begonnen. Dazu wird mit einer Küchenmaschine die weiche Butter zusammen mit dem Zucker zu einer zähen Creme geschlagen. Die Zitronenschale wird anschließend mit dem Eigelb darunter gehoben. Danach wird das Mehl mit den Mandeln und der Speisestärke vermengt. Die dadurch entstandene Mischung wird der Creme durch ein Sieb hinzugefügt. Anschließend wird das Eiweiß zu Eischnee geschlagen und vorsichtig unter die Creme-Mehl-Masse gehoben.
Damit ist der Teig fertig, der nun in Schichten ausgebacken wird. Dazu werden etwa zwei Teelöffel des Teiges in die Springform gegeben und glatt gestrichen. Diese dünne Schicht wird für drei bis fünf Minuten im Ofen goldgelb gebacken. Ist das geschehen, werden die nächsten Schichten ebenso angefertigt und auf die erste Schicht aufgetragen. Der Vorgang kann je nach Anzahl der Schichten zwischen 30 und 90 Minuten dauern. Nachdem der Kuchen ausgebacken ist, muss er zuerst abkühlen, bevor er aus der Form gelöst werden kann. Erst dann kann er mit geschmolzener Kuvertüre verziert und geschnitten werden.
Das Grundrezept kann je nach Belieben mit Marzipan, Rum oder Nüssen verändert werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass in das Rezept kein Backpulver gehört, obwohl es in vielen Rezepten so angegeben wird. Das Pulver jedoch sorgt für eine andere Teigkonsistenz, was dem Kuchen nicht zu Gute kommt. Ansonsten sind dem Geschmack kaum Grenzen gesetzt und werden den Hobbybäckern immer neue Freude bereiten.
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