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Zahlreiche Anwendungen im Internet, sei es das Onlinebanking, das Einkaufen bei „Amazon“, „eBay“ und Co. oder das Abrufen von Mailprogrammen, benötigen Passwörter um Ihre persönlichen Angaben vor fremden Zugriffen zu schützen. Häufig wird dabei unterschätzt, wie leicht es stellenweise ist, das angeblich so geheime Wort zu entschlüsseln. Mit automatisierten Wörterbüchern fragen computerversierte Kriminelle in wenigen Minuten tausende von Standardkombinationen, von Namen über Geburtsdaten bis hin zu Filmtiteln, ab. Daher ist wichtig, einen schwer erschließbaren Geheimcode zu haben. Life-Go zeigt Ihnen, wie das möglich ist.
Regel Nummer 1 – Ausreichende Länge: Ihr Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein. Je länger es ist, desto mehr Varianten müssen Diebe ausprobieren um es zu erraten.
Regel Nummer 2 – Kein persönlicher Bezug: Namen (von Freunden, Haustieren, Verwandten und anderen Personen, wie Sängern und Filmstars), Geburtsdaten, Postleitzahlen sowie Markenzeichen als geheimen Schlüssel haben zwar den Vorteil, dass sie sich leicht merken lassen. Das wissen jedoch auch diejenigen, die Ihr Passwort herausfinden wollen. Daher sollten Sie solche Begriffe nicht nutzen. Grundsätzlich ist es gefährlich, ein Wort aus einer bekannten Sprache beziehungsweise einem Wörterbuch zu nutzen.
Regel Nummer 3 – Keine offensichtliche Logik: Empfehlenswerter ist es, eine aus Klein- und Großbuchstaben sowie mit Zahlen und Sonderzeichen versehene Kombination zu entwerfen. Ein Beispiel wäre „Jmu8:UgiidA“. Merken können Sie sich so etwas, in dem Sie sich Eselsbrücken bauen. Aus „Jmu8:UgiadA“ wird dann „Jeden Morgen um 8:00 Uhr gehe ich auf die Arbeit“. Es reicht nicht aus, wenn Sie lediglich einen Namen mit einer Zahl davor versehen oder Wörter umdrehen, so dass aus „Monika“ eine „Akinam“ wird. Auch fremdsprachliche Begriffe bieten keinen sicheren Schutz. Tastaturfolgen, wie zum Beispiel „Qwertz“, oder Zahlenfolgen sind ebenfalls ungeeignet.
Regel Nummer 4 – Keine Doppelung: Nutzen Sie niemals für einen Benutzernamen und ein Passwort den gleichen Begriff. Das ist meistens der erste Versuch, den Hacker nutzen, um es herauszufinden. Sie sollten zudem für jede Anwendung einen neuen Code haben und nicht einen Satz von zum Beispiel drei Begriffen abwechselnd für alle ihre Bedürfnisse von E-Mail-Programmen bis hin zu Onlinebanking nehmen.
Regel Nummer 5 – Keine Notizen: Sträflich ist es, einen Zettel mit dem Wort zu hinterlegen. Früher oder später gelangt er in die falschen Hände, selbst wenn es die eines Kollegen sind. Das gilt weniger für Privatleute als für Arbeitnehmer in Unternehmen.
Regel Nummer 6: Keine Ratgeberbeispiele: Es ist sicherlich anfangs schwierig nach den neuen Regeln ein Passwort zu finden, das Sie sich merken können. Seien Sie bitte dennoch kreativ und nutzen Sie nicht eines der zahlreichen Ratgeberbeispiele, die im Internet zu finden sind.
Passwortdiebe sind gewitzt und auf dem neuesten Stand der Technik. Um den Namen „Jürgen“, der umgedreht genutzt wird („negreuj“), zu bekommen, werden bei 500.000 Tests pro Sekunde, knappe 14 Minuten benötigt. Im Vergleich dazu werden für unser Beispielpasswort „Jmu8:UgiidA“ rund 63 Millionen Jahre gebraucht. Am Besten Sie beginnen gleich heute damit Ihre Passwörter umzustellen! Weitere nützliche Tipps finden Sie unter www.comsafe.de.
Was halten Sie von den neuen Regeln? Sie garantieren mehr Sicherheit, doch sind sie auch praktikabel? Was meinen Sie? Wir freuen uns auf Ihre Meinung im Life-Go-Forum.
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