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Weihnachten ist die schönste, friedlichste und besinnlichste Zeit des Jahres. Die Häuser sind bunt beleuchtet, durch die Straßen tönen fröhliche Lieder, der Duft von schmackhaften Plätzchen liegt in der Luft und jedermann ist glücklich und zufrieden. Oder vielleicht ist das auch nicht ganz der Fall?
Eine Umfrage des Qualimedic-Gesundheitsmonitors im Jahr 2007 hat ergeben, dass jeder Dritte Angst vor einem Weihnachtsstreit hat. Besonders die Vorbereitungen des Festes lösen Stress aus, der die betroffenen Personen empfindlich macht und Streitigkeiten fördert. Auch hohe Erwartungen führen zu Gereiztheit in der Adventszeit, schließlich soll Weihnachten perfekt sein. Ein weiterer Punkt ist, dass es mehr oder weniger Pflicht ist mit der Familie zu feiern. Das löst ebenfalls Stress aus, weil es für die meisten ungewohnt ist, die gesamte Verwandtschaft so intensiv um sich herum zu haben.
Die Schweizer Psychologin Kathrin Hug erklärt das Phänomen des Weihnachtsstreits genauer. „Am Ende des Jahres kehren wir unsere Kräfte nach innen“, so die Psychologin. Dabei werden bewusst oder unbewusst die eigenen Wurzeln und unverarbeitete Geschichten aus der Vergangenheit aufgearbeitet. Dadurch können ganz unerwartet Trauer oder Wut entwickelt werden. Das wiederum führt oftmals schneller zu Streitereien um Nichtigkeiten als sonst.
Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Innofact hat die unterschiedlichen Streitpunkte der Weihnachtszeit untersucht und folgende Ergebnisse erhalten: Rund 13 Prozent der befragten Paare geraten über Weihnachtsvorbereitungen in Streit, dabei geht es vor allem um die Arbeitsteilung. Auch die Musikauswahl während des Festes, der Besuch der Weihnachtsmesse sowie die Frage, ob der Fernseher eingeschaltet werden kann, führen zu Differenzen.
Der weihnachtliche Vorbereitungsstress sowie die hohen Erwartungen an das Fest führen zu Gereiztheit am Weihnachtsabend. Um einem Streit vorzubeugen, gilt es zunächst die Weihnachtsplanung rechtzeitig anzugehen, damit der Stress in der Adventszeit gering gehalten werden kann. Auch terminliche Verpflichtungen wie Familientreffen sollen dabei genau geplant und über die Weihnachtsfeiertage verteilt werden. Da es viele nicht mehr gewohnt sind, drei Tage am Stück mit der Familie zu verbringen, kann es hilfreich sein bereits in der Vorweihnachtszeit etwas gemeinsam zu unternehmen, um sich „aneinander zu gewöhnen“.
Sinnvoll ist es auch eine Neugestaltung des Festes durchzuführen. Es muss nicht jedes Jahr das traditionelle Essen aufgetischt oder derselbe Bescherungsablauf eingehalten werden. Es darf ruhig auch variiert werden. Dadurch erhält die Feier viele verschiedene Elemente und alle Teilnehmer können sich einbringen und mitgestalten. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass nicht alles immer perfekt sein muss, so wie es gewöhnlicher Weise erwartet wird. Wer sich weniger unter Druck setzt, der kann die besinnliche Zeit auch dementsprechend genießen.
In diesem Sinne wünscht Life-Go Ihnen ein friedliches Weihnachtsfest!
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