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Schlaganfälle sind weltweit die zweithäufigste Todesursache. Sie entstehen durch eine Funktionsstörung des zentralen Nervensystems, die auftreten kann, wenn die Gehirnzellen aufgrund einer Durchblutungsstörung oder Hirnblutung nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Als Folge können Teile des Gehirns ausfallen und Nervenzellen absterben. Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute und es ist wichtig, den möglicherweise lebensbedrohlichen Umstand frühzeitig zu erkennen.
Verschiedene Symptome
Je nachdem welche funktionalen Bereiche des Gehirns betroffen sind, können unterschiedlichste Symptome auftreten, die im Allgemeinen sehr plötzlich auftreten. Dazu zählen Lähmungserscheinungen, die als Gefühllosigkeit in verschiedenen Körperregionen wie Armen, Beinen oder im Gesicht wahrgenommen werden. Ein äußerlicher Hinweis darauf können beispielsweise hängende Mundwinkel sein. Ebenso können plötzliche Sprachstörungen auftreten. Der Betroffene spricht undeutlich, lallt, verdreht Silben oder hat Probleme Gesprochenes zu verstehen.
Ein weiteres Symptom sind Sehstörungen, wie zum Beispiel eine verschwommene Wahrnehmung oder eine vorübergehende Erblindung auf einem Auge. Auch Schwindel und Gleichgewichtsstörungen können auftreten. Ernst zu nehmende Erkennungszeichen sind hierbei Unsicherheiten beim Gehen sowie unerklärliches Hinfallen. Begleitend kann es auch zu Fieber, epileptischen Anfällen sowie plötzlichen und starken Kopfschmerzen kommen.
Schnelle Reaktion
Sollten Sie an sich oder anderen derartige Symptome beobachten, sollten sofort die nötigen Maßnahmen ergriffen werden. Zuallererst muss schnellstmöglich der Rettungsdienst alarmiert werden. Dann sollte der Betroffene beruhigt und beengende Kleidungsstücke geöffnet werden um damit die Atemwege frei zu halten. Der Oberkörper sollte höher liegen oder der Patient im Falle von Übelkeit in die stabile Seitenlage gebracht werden. Um zu vermeiden, dass wichtige Körperfunktionen durch diese Position beeinflusst werden, ist zu beachten, dass er auf der gelähmten Seite liegt.
Erfolgt eine ärztliche Behandlung innerhalb von drei Stunden nach Auftreten der Symptome, können schwerwiegende Folgen oftmals verhindert werden. Laut Einschätzung der Vorstandsvorsitzenden der Schlaganfall-Stiftung in Aalen (Baden-Württemberg) könnten durch schnelleres Reagieren von Betroffenen und Angehörigen jährlich etwa 100.000 schwere Fälle verhindert werden. Daneben wurden die therapeutischen Möglichkeiten in den letzten Jahren um Einiges verbessert. In immer mehr Kliniken gibt es spezielle Schlaganfall-Stationen, so genannte „Stroke Units“, die eine optimierte Akutversorgung anbieten. Trotz aller Fortschritte in der Medizin sind die Heilungserfolge allerdings begrenzt, so dass dramatische Folgen wie dauerhafte Schäden oder Todesfälle weiterhin keine Seltenheit sind.
Fataler Irrtum
Weit verbreitet ist der Glaube, dass nur ältere Menschen von Schlaganfällen betroffen sein können. Das ist aber ein Irrtum. Zwar steigt mit zunehmendem Alter das Risiko, aber ein Hirnschlag kann bereits im jüngeren oder mittleren Alter auftreten. Dabei wirken häufig angeborene Faktoren, wie Herzfehler oder Gen-Defekte mit.
Wegen der möglichen schwerwiegenden Folgen eines Schlaganfalls ist es umso wichtiger sich um eine rechtzeitige Vorsorge und das Vermeiden von Risikofaktoren zu bemühen. Gefahren stellen beispielsweise Diabetes, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Arteriosklerose (Verhärtung der Schlagadern) dar.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Schlaganfälle immer noch spät, teilweise aber auch gar nicht erkannt werden. Das rechtzeitige Entdecken der Symptome kann dabei durchaus lebensrettend sein. Um einem Risiko vorzubeugen, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Einerseits durch regelmäßige ärztliche Kontrollen, andererseits durch eine gesunde Ernährung und Lebensweise. Am Wichtigsten ist dennoch, dass der lebensbedrohliche Umstand, wenn es dazu kommt, rechtzeitig erkannt und behandelt wird, damit es zukünftig weniger Todesfälle gibt.
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