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Offene Dateiformate für die Bundesverwaltung


15.01.2009 (J. Wagner) Kategorie: Computer

Bild: www.life-go.de

Zukünftig sollen in der deutschen Bundesverwaltung sogenannte offene Dateiformate (ODF) genutzt werden. Das hat der Informationstechnologie-Rat (IT-Rat) der Bundesregierung Anfang Dezember 2008 entschieden. Damit wird ein Beschluss des Bundestages vom 5. Juli 2007 umgesetzt. Es ging darum, den Wettbewerb zu stärken sowie den Einsatz offener Dokumentstandards und Dateiaustauschformate zu fördern.

Bei ODFs handelt es sich um einen offenen Standard für alle gängigen Bürodokumente wie Texte, Tabellen, Präsentationen und Bilder. Der Unterschied zu den Formaten von „Microsoft Office“ besteht darin, dass die Standards für jeden leicht zugänglich und einsetzbar sind sowie weiterentwickelt werden können. Bereits seit 2006 ist ODF als Standard durch die „Internationale Organisation für Normung“ (ISO) anerkannt. Außerdem soll der Einsatz weiterer offener Dateiformate überprüft werden. Speziell handelt es sich dabei um das „Open Office XML“ des Unternehmens „Microsoft“. Das Format ist inzwischen ebenfalls als Standard von der ISO veröffentlicht.

Durch den Beschluss soll der Datenaustausch zwischen dem Bund und Unternehmen, Bürgern sowie anderen Verwaltungen erleichtert werden. Die Umstellung wird voraussichtlich bis zum Jahr 2010 dauern. Doch spätestens dann soll es den Behörden möglich sein, ODF zu lesen und auch zu bearbeiten. Dennoch wird die Bundesverwaltung auch weiterhin mit Dateiformaten von „Microsoft“ arbeiten.

Es ist erfreulich, dass die Bundesregierung die Notwendigkeit offener Dateiformate erkannt hat. Schließlich werden sie, zumindest innerhalb der Europäischen Union, von gemeinnützigen Organisationen festgelegt und allen Interessenten ist es möglich, auf die Entwicklung Einfluss zu nehmen. Zudem werden offene Dokumentformate regelmäßig und vollständig veröffentlicht. Für den Vorsitzenden des IT-Rats Dr. Hans Bernhard Beus sei es deswegen ein wichtiger Schritt, um den Wettbewerb zwischen den Software-Herstellern zu fördern, die IT-Sicherheit zu stärken und die Zusammenarbeit zu verbessern.



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