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Guter Chef, böser Chef - Was die Beziehung zu Ihrem Arbeitgeber ausmacht
20.01.2009 (S. Petersohn)
Kategorie: Wirtschaft
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In wirtschaftlichen Krisenzeiten bewegt die Menschen die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust. Auch wer einer Erwerbstätigkeit nachgeht, ist nicht immer sorgenlos, was seine Arbeit angeht. Eine zu geringe Vergütung, über- oder unterfordernde Aufgaben sowie unfaire Kollegen können dem Berufstätigen das Leben schwer machen. Ganz besonders ins Gewicht fällt dabei auch die Beziehung zum Chef, wie eine Studie der Universität Lüneburg in Kooperation mit der Personalberatung „Hanseatisches Personalkontor“ im Herbst 2008 zeigte.
Sie wies unter circa 2.000 Befragten aus mittelständischen Unternehmen nach, dass 49,3 Prozent mit ihrem Arbeitgeber unzufrieden sind. Gerade in kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten kommen Konflikte mit dem Führungspersonal gehäuft vor, da die Beteiligten im Berufsalltag mehr miteinander zu tun haben. Die schlechte Beziehung zum Vorgesetzten wirkt sich deutlich auf die „Wohlfühlkomponente“ am Arbeitsplatz aus. Laut der Studie fühlen sich in einer solchen Situation nur noch knapp 15 Prozent der Mitarbeiter gut.
Die Folgen ungelöster Probleme mit dem Chef können gesamtwirtschaftlichen Schaden anrichten. Schwindet die Leistungsmotivation zusammen mit dem Vertrauen in den Vorgesetzten, dann sinkt die emotionale Bindung an das Unternehmen. Sind die Zeiten derart angespannt, wie es momentan durch die in Deutschland drohende Rezession zu vermerken ist, werden Sorgen und Nöte gern auf die ungeliebte Figur des Chefs übertragen. So nehmen Arbeitsplatzwechsel trotz der Angst um den Verlust des Jobs zu.
Gehen einem Unternehmen aus diesem Grund qualifizierte Facharbeiter verloren, so ist ein konkreter wirtschaftlicher Schaden entstanden. Die Qualität der Arbeit und auch der Gesundheitszustand des Mitarbeiters können sich als weitere Konsequenz verschlechtern. Das senkt ebenfalls langfristig die Produktivität betroffener Unternehmen. Das Thema Arbeitsbeziehung gewinnt aus den genannten Gesichtspunkten an Brisanz.
Die Behebung des Problems liegt in den Händen der Betroffenen. Sie können versuchen mit neuen Kommunikationsmethoden die Konflikte zu lösen. Beispielhaft dafür steht unter anderem die „Gewaltlose Kommunikation nach Marshall Rosenberg“. Experten bieten dazu auch Schulungen und Weiterbildungen an. Das wäre für die Arbeitgeber allemal eine lohnenswerte Investition.
Hatten Sie auch schon einmal Streit mit dem Chef und würden daher am liebsten den Arbeitsplatz wechseln? Tauschen Sie sich mit uns aus im Life-Go-Forum!
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