•  
    • Kultur & Lifestyle
    • Sport & Panorama
    • Europa & Die Welt
    • Wissenschaft & Gesundheit
    • Politik & Wirtschaft
    • Computer & Technik
  •  
    • Sicherheits-Tools
    • System-Tools
    • Browser & Dateimanager
    • Grafik-, Film- & Sound-Tools
    • Andere Tools
    • Unterhaltung
    • Sicherheits-Tools
    • System-Tools
    • Browser & Dateimanager
    • Grafik-, Film- & Sound-Tools
    • Andere Tools
    • Unterhaltung
 
 
 
 

Abwrackprämie - Bundesregierung unter Beschuss


09.02.2009 (A. Zeuschner) Kategorie: Wirtschaft

Bild: www.sxc.hu

Im Rahmen des viel diskutierten Konjunkturpaketes II wurde am 14. Januar 2009 auch die sogenannte Umweltprämie beschlossen. Sie soll bis zum Jahresende beim Kauf eines Neu- oder Einjahreswagens und gleichzeitiger Verschrottung des Altwagens gezahlt werden. Von der Bundesregierung wurden hierfür 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt, die für maximal 600.000 Verkäufe reichen sollen. In den ersten vier Wochen nach Bekanntgabe gingen bereits 104.840 Anträge beim zuständigen Bundesamt ein. Das bedeutet, dass bereits ein Sechstel der Fördergelder ausgeschöpft ist.

Der Abwrackbonus in Höhe von 2.500 Euro wird nach vorheriger Beantragung vom „Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrollen“ gezahlt, sofern bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Seit dem 2. März 2009 erfolgt die Auszahlung, wenn der Antragsteller nachweisen kann, dass das Auto älter als neun Jahre ist und seit mindestens einem Jahr auf ihn angemeldet ist. Weiterhin muss der Neu- beziehungsweise Einjahreswagen mindestens Schadstoffklasse vier entsprechen. Zudem ist ein Nachweis über die Verschrottung des Altwagens erforderlich.

Was zunächst großen Beifall fand, unterliegt nun zunehmender Kritik von allen Seiten. Führende Wissenschaftler sind sich einig, dass auf die positiven Effekte der Anfangszeit bislang noch nicht völlig einschätzbare Konsequenzen folgen werden. Besonders die Autoindustrie, die eigentlich gefördert werden sollte, wird wohl am schlimmsten betroffen sein, weil sie eine künstlich erzeugte Nachfrage nach Autos befriedigt. Branchenkenner sind der Ansicht, dass die Nachfrage nach Neuwagen so gesättigt sein könnte, dass ein Markteinbruch zu befürchten ist, der die deutsche Wirtschaft noch auf Jahre erschüttert.

Auch seitens vieler Organisationen häufen sich die Beschwerden. So ist beispielsweise das „Erwerbslosen Forum Deutschland“ der Ansicht, dass die Regelungen zur Umweltprämie Hartz-IV-Empfänger ausgrenzen, da der Abwrackbonus komplett auf die Sozialleistungen angerechnet wird. Die Folge ist, dass sich viele Erwerbslose daher auch trotz Umweltprämie kein neues Auto leisten können. Dabei sind gerade arbeitende Sozialhilfeempfänger besonders auf ein Auto angewiesen.

Weitere Kritik kommt von Seiten der Umweltvereinigungen. Die Umweltprämie ist hier besonders umstritten, weil sie sich nach ersten Untersuchungen eher negativ auf die Umwelt auswirkt. Zwar sinkt durch den Kauf neuer Autos der Kohlendioxid-Ausstoß, aber allein der Herstellungsprozess eines Autos verursacht Kohlendioxid-Emissionen, die um ein Vielfaches höher sind. Zudem ist es in vielen Fällen ökologischer, ältere Autos mit Abgaskatalysatoren beziehungsweise Dieselrußpartikelfiltern nachzurüsten.

Die Umweltprämie geht auch zu Lasten der Werkstätten in Deutschland. Ihre hauptsächliche Tätigkeit liegt in der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen. Durch den verstärkten Kauf neuer Autos sind sie von einer sinkenden Auftragslage betroffen, da Neufahrzeuge weniger reparaturbedürftig sind.

Ein weiterer Markt, der durch die Regelung betroffen ist, ist der Gebrauchtwagenexport von Deutschland nach Afrika. Da durch die Abwrackprämie Altfahrzeuge verschrottet werden, können sie nicht mehr als Gebrauchtwagen nach Afrika exportiert werden. Das ist problematisch, weil in Afrika eine sehr große Nachfrage nach deutschen Altautos besteht. Nur die Einzelteile dürfen noch nach der Verschrottung weiterverkauft werden. Die Umweltprämie gefährdet somit eine ganze Branche in Afrika.

Kritik kommt auch vom ADAC und dem „Bund Deutscher Kriminalbeamter“. Beide sind der Ansicht, dass die Umweltprämie im großen Stil für Betrügereien genutzt werden könnte, da die erforderlichen Papiere sehr leicht zu fälschen seien. Um das Risiko zu mindern, muss seit dem 2. März 2009 nun auch der entwertete Fahrzeugbrief bei der Antragstellung abgegeben werden.

Insgesamt wird deutlich, dass sich die Umweltprämie wohl nicht als großer Glücksgriff erweist. Den Vorzügen, die es zu Beginn gab, stellen sich zunehmend Probleme und negative Auswirkungen entgegen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass ein Großteil des Absatzes der deutschen Automobilindustrie sowieso durch Export erfolgt. Der bleibt durch die Prämie unbeeinflusst. Was die Umweltprämie noch für die Zukunft bringen wird, ist ungewiss. Nur eines ist klar: Sie wird noch Thema vieler Debatten sein.



Redakteur:
Passwort:
 

Alles rund ums Drucken!

Radfritz.de Fahrrad Angebote

Buch24.de - Bücher versandkostenfrei

 234x60 Kinderwelt

Preisvergleich
Ferienwohnung Deutschland Digitalkameras, News ... für Fotografen Duesseldorfer-Onlinemagazin
Ruhr-Guide.de

© 2005-2010 Life-Go
RSS-Portal.com - Newsfeed RSS-Portal.com - Newsfeed
Impressum | SiteMap | Über uns
Besucher 2007:
Diese Seite wurde in 0.272385 Sekunden generiert.

Klug Suchen! Die Suchmaschinen-Suchmaschine | submitter.de - Kostenloser Eintrag in über 1111 Suchmaschinen! | Internet Links | WSD-Profi | Kingtools.de | Webkatalog