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„Alle Ergebnisse sind gleichwertig!“ Mit der Devise präsentiert sich die Suchmaschine Shmoogle auf ihrer Seite. Die Namensähnlichkeit zu Google ist keineswegs Zufall, denn eine Suche bei Shmoogle funktioniert ähnlich. Allerdings gibt es einen Unterschied: Die Ergebnisse werden nach dem Zufallsprinzip angezeigt und geben jeder Website die Chance auf der ersten Seite zu erscheinen.
Das Konzept stammt von der Computerwissenschaftlerin und Künstlerin Tsila Hassine. „Meine Idee war, dass Chaos eine machtvolle Alternative zur hierarchischen Gliederung der führenden Suchmaschine sein könnte“, begründet sie ihre Erfindung. Dabei sieht sie Shmoogle keineswegs als eine Konkurrenz zur größten Suchmaschine der Welt, sondern einfach als eine sinnvolle Ergänzung. Der Name entstand durch die Kombination von Google und der jiddischen Beifügung „shm“, was eine Verkleinerungsform ist. Ins Deutsche übersetzt könnte somit von „Googlchen“ die Rede sein.
Die Übermacht von Google ist gewaltig. Allein in Deutschland wickelt sie achtzig Prozent der Suchanfragen im Netz ab. Das Grundkonzept zielte darauf ab, die geeignetsten Treffer zu einem Suchwort ganz vorne aufzulisten. Heute hat sich der Vorgang wie die Ergebnisse angezeigt werden jedoch geändert. An der Spitze erscheinen nur jene Links, auf welche die meisten Treffer verweisen. Suchmaschinenoptimierer ermöglichen durch die geschickte Verlinkung der betreffenden Seiten eine optimale Reihung in der Hierarchie. Auf die Qualität der Ergebnisse sollte deshalb nicht vertraut werden.
Dass Gleichberechtigung der Internetseiten nicht gerade die Stärke von Google ist, hat der Konzern auch selbst erkannt. Bei einer Studie des Unternehmens wurde herausgefunden, dass nur jeder fünfte sich noch für das vierte Suchergebnis interessiert. Den weiter hinten gereihten Resultaten kommt damit so gut wie keine Aufmerksamkeit zu.
Die Konkurrenz wird von Google ebenfalls nicht zimperlich behandelt. Als Tsila Hassine ihre Suchmaschine 2004 online stellte, reagierte Google keineswegs erfreut. Ein Jahr später wurde sie vom Suchmaschinenriesen geblockt. Heute wird sie jedoch nicht mehr von Google behindert. Was als künstlerisches Projekt begann, erfreut sich großer Beliebtheit. „Ich bekomme regelmäßig E-Mails, wenn die Seite mal zusammenbricht – Interesse ist also da.“, bestätigt die Gründerin den Andrang.
Neben Shmoogle wollen sich auch andere Suchmaschinen auf dem Markt behaupten. Cuil ist ein Projekt der Uni Stanford, Kalifornien. Von anderen Anbietern unterscheidet es sich darin, dass die Suchbegriffe in Unterkategorien unterteilt werden können und die Suche noch präziser wird. Die Suchmaske Scour kombiniert die Ergebnisse von Google, Yahoo und MSN und stellt sie in komprimierter Form dar. Ein Vorteil bei Scour ist, dass Internetseiten auch bewertet werden können und somit qualitativ schlechtere Seiten weiter hinten landen.
Wer nun auch Lust hat Shmoogle auszuprobieren und dem Riesen Google für kurze Zeit die kalte Schulter zu zeigen, kann unter www.shmoogle.org den neuen Anbieter ausprobieren. Die Ergebnisse werden bestimmt überraschen. Informationen zur Suchmaschine Cuil gibt es im Life-Go-Artikel „Eine neue Suchmaschine soll Google Konkurrenz machen“.
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