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„Hilf mit, eine bessere Welt zu schaffen, Couch für Couch.“, so lautet der Leitspruch des Projekts „Couchsurfing“, ein weltweites Netzwerk, welches sich seit 1999 zur Aufgabe gemacht hat, Reisende miteinander zu verbinden und den Austausch der Kulturen zu fördern. Das Internetportal erfreut sich gerade bei jüngeren Leuten an Beliebtheit, da es eine günstige Alternative zum Pauschalurlaub darstellt. Reisende surfen von Couch zu Couch und es entsteht ähnlich wie beim Wellenreiten eine Eigendynamik, da jeder Gastgeber den Urlaub auf seine Weise prägt, andere Dinge zeigt oder erzählt.
Ist der Geldbeutel klein, die Reiselust aber umso größer? „Couchsurfing“ schafft dem Problem Abhilfe. Auf der Internetseite des Projekts sind mittlerweile 916.611 Personen registriert, die kostenlos eine Unterkunft, einen Ratschlag oder eine Stadtführung für Reisende anbieten. In über 230 Ländern gibt es offene und kontaktfreudige Menschen, deren Profil auf der Homepage abrufbar ist. Je nach Sympathie und Bewertungen vorheriger Couchsurfer kann zu ihnen Kontakt aufgenommen werden.
Das Projekt „Couchsurfing“ bietet viele Vorteile für Reisende. Das Land eröffnet sich aus einer ganz anderen Perspektive, wenn Einheimische als Gastgeber oder Stadtführer fungieren. Insidertipps wie besondere Plätze, nette Lokale oder Bars – das ist Wissen, das nur in den wenigsten Reiseführern zu finden ist. Erwartet einen bei einem herkömmlichen Cluburlaub üblicherweise sterile Hotelatmosphäre, bietet „Couchsurfing“ die Möglichkeit, Gastfreundschaft zu erleben und Kontakte zu knüpfen. In diesem Sinne lautet die Mission des gemeinnützigen Projekts „den Aufbau persönlicher internationaler Netzwerke zu ermöglichen, intellektuellen Austausch herzustellen, gemeinsames Bewusstsein zu fördern, Toleranz zu verbreiten und gegenseitiges kulturelles Verständnis aufzubauen“.
Birgt es nicht auch gewisse Risiken, bei einer wildfremden Person zu übernachten? Gefahren lauern überall, die Verantwortlichen des Projekts sind jedoch sehr bemüht, sie so gering wie möglich zu halten. Bei der Anmeldung im System erfolgt eine Überprüfung, ob die persönlichen Angaben und Kontaktdaten korrekt angegeben wurden. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wird auf dem Profil vermerkt, dass es sich um ein vertrauenswürdiges Mitglied handelt.
Immer wieder gibt es Fälle, in denen die Couchvermittlung mit Partnervermittlung verwechselt wird. Solche Fälle sollten umgehend den Organisatoren gemeldet werden, um die Leitidee des Projektes nicht zu gefährden. Einer Statistik zufolge haben jedoch über 99 Prozent der Nutzer positive Erfahrungen gemacht, teilweise konnten sogar neue Freundschaften geschlossen werden. Das sind Fakten, die für sich sprechen.
Es sei noch bemerkt, dass „Couchsurfing“ an keinerlei Bedingungen geknüpft ist. Wenn das Zimmer zu klein oder die Zeit zu knapp ist, um Gäste zu beherbergen, hindert es nicht daran, die Couch eines anderen zu „surfen“. Dem preisgünstigen Abenteuerurlaub steht somit nichts mehr im Wege. Mitglied werden ist ganz einfach, die Seite besuchen, Profilfelder ausfüllen und Kontakte in aller Welt knüpfen. Los geht’s: www.couchsurfing.com
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