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Es klingt wie ein Traum, wenn von der Süßpflanze Stevia gesprochen wird. Sie macht nicht dick und zudem ist sie für Diabetiker unbedenklich. Ein Kuchen mit dieser Zutat könnte somit von vielen ohne Bedenken genossen werden. Jedoch verspricht Stevia neben zahlreichen Vorteilen auch Nachteile, die zum Beispiel bei den Einfuhrbedingungen liegen. Im Nachfolgenden sollen die Pflanze und ihre Verwendungsmöglichkeiten erklärt werden.
Stevia ist ein Süßkraut, das aus Paraguay stammt und dort seit Jahrhunderten angebaut wird. Das Kraut wächst als Staude und trägt kleine weiße Blüten sowie zarte grüne Blätter. In ihrem Heimatland wird die Pflanze auf Plantagen angebaut und vor allem von der einheimischen Bevölkerung als Süßungsmittel und Medizin genutzt. Der Süßstoff steckt dabei in den Blättern und ist 300-mal süßer als Zucker. Allerdings unterscheidet er sich vor allem im Geschmack vom Zucker, denn er hat ein leicht bitteres und lakritzartiges Aroma.
Seit der Entdeckung 1887 durch Moises Giacoma Bertoni wird Stevia auch in der restlichen Welt verwendet. In vielen Ländern ersetzt das Kraut bereits fast völlig den Zucker. Zu diesen Ländern gehören Neuseeland, die USA, China, Thailand, Japan, Korea, Israel, Mexiko und Malaysia. Obwohl der Stoff seit über 25 Jahren in China bedenkenlos verwendet wird, muss auf eine Legalisierung in der Europäischen Union abgewartet werden. Es wird jedoch spekuliert, dass sie bereits im Frühjahr 2010 erfolgen könnte. Die Gründe für das bisherige Verbot sind vielseitig. Beispielsweise existieren noch nicht genügend Beweise für einen auf Dauer sorglosen Gebrauch, denn es besteht der Verdacht, dass die Potenz des Mannes geschwächt wird. Allerdings sind die Studien hierzu noch nicht abgeschlossen, da Forschungsgeld rar ist. Außerdem wird behauptet, dass die Zuckerindustrie die verantwortliche EU-Kommission beeinflusse.
In den Ländern, wo das Kraut jedoch genutzt werden darf, kann es in verschiedenen Formen Verwendung finden, zum Beispiel als Pulver, Tablette, Lösung oder Kapsel. Der Stoff wird als Zuckerersatzmittel eingesetzt. Dabei reicht bereits ein Viertel Teelöffel zum Süßen einer Tasse Tee aus. Zum täglichen Hausgebrauch eignet er sich hingegen nur teilweise, wie in einem Selbstversuch der Frauenzeitschrift „Brigitte“ gezeigt wurde. Es stellte sich dabei heraus, dass die Umrechnung in Zucker kaum machbar ist und auch Schokokuchen mit Stevia nicht gut schmeckt. Der Grund dafür ist, dass das Kraut nicht in Speisen als Zuckerersatz verwendet werden kann, welche Zucker als Volumen benötigen. Ein Beispiel hierfür wäre Schokoladenkuchen. Hingegen sind Quark- und Käsekuchen mit dem Süßstoff gut zu essen.
Obwohl Stevia noch nicht in unseren heimischen Produkten beinhaltet ist und die Legalisierung noch auf sich warten lässt, kann es erworben werden. Auf der Internetseite www.medherbs.de wird ein umfangreiches Sortiment zu Stevia-Produkten angeboten. Jedoch darf es lediglich für den Eigenbedarf oder zu Forschungszwecken verwendet werden. Außerdem muss die Produktqualität überprüft und auf Zusatzmittel geachtet werden. Sollte sich die Unbedenklichkeit des Stoffes herausstellen, dann ist zu hoffen, dass das Süßkraut bald in Deutschland erhältlich sein wird, denn dann wäre vor allem für Diabetiker das Leben etwas süßer.
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