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Schlechte Karten für Karrierefrauen: Obwohl ihnen beruflich alle Wege offen stehen, verläuft ihr Liebesleben weniger sorglos. Während sie noch nach ihrem Traummann suchen, wird im Freundeskreis eine Hochzeit nach der anderen gefeiert. Wer es bis nach dem Studium nicht geschafft hat den Partner fürs Leben zu finden, kämpft nicht selten mit der Konkurrenz um die verbliebenen – noch nicht verheirateten – Männer. Da hilft es eigentlich nur, die eigenen Ansprüche herunterzuschrauben. Aber ist das überhaupt möglich?
Eines der größten Probleme für Karrierefrauen ist, dass sie bei der Partnerwahl genauso vorgehen, wie ihre weniger gut ausgebildeten Geschlechtsgenossinnen. Sie suchen instinktiv einen Mann, der nicht nur äußerlich sondern auch finanziell etwas zu bieten hat. Selbst wenn sie es tatsächlich schaffen eine Chefposition einzunehmen, suchen sie weiterhin nach einem Mann, der beruflich besser dasteht als sie. Hier wird die jedoch Luft dünn. Immerhin setzt sich bei Männern der Trend zur jüngeren Frau fort. Die Karrierefrau hat aufgrund ihrer langen Ausbildungszeit und ihres dementsprechend fortgeschrittenen Alters kaum noch Chancen einen Mann in höherer Position, ähnlichen Alters zu finden.
Ebenso problematisch sind die Ansprüche der Gesellschaft, denn sie gibt kein grünes Licht für eine Hochzeit zwischen einer Akademikerin und einem Mechaniker. Schließlich wäre somit der eigentliche „Ernährer“ unfähig seine Familie zu versorgen. Letzten Endes sind solche Hochzeiten aber keineswegs unerwünscht. Sie kommen einfach allgemein nicht oft vor. Beispielsweise befürchten viele Frauen, dass sie von Familie und Freunden belächelt werden. Ebenso können Ansprüche auf einen gewissen Lebensstandard vorhanden sein, der eventuell bei einem Mann mit weniger finanziellen Möglichkeiten nicht gehalten werden kann.
Doch nicht alle Frauen finden es peinlich mit einem Mann zusammen zu sein, der weniger verdient als sie selbst. Allerdings gibt die Realität meistens den Frauen Recht, die gegen eine solche Beziehung sind. Laut Tübinger Singleberaterin Claudia Wartusch-Dieter scheitern solche Partnerschaften daran, dass weder Männer noch Frauen mit solchen Statusunterschieden umgehen können. Vor allem das starke Geschlecht hat noch immer ein Problem mit einer erfolgreicheren Partnerin. Claudia Wartusch-Dieter rät hierbei lieber einen gleichgestellten Partner zu wählen. Von denen gibt es in guten Positionen eigentlich mehr als genug.
Letzten Endes müssten sich aber vor allem Karrierefrauen darüber klar werden, dass die Emanzipation vielerlei Vorteile gebracht hat. Immerhin konnten sie schon frei über ihren beruflichen Werdegang entscheiden, warum nicht auch in der Partnerwahl? Besonders wichtig ist allerdings, dass Karrierefrauen aktiver werden und sich nicht suchen lassen. Wer darauf wartet, dass der Märchenprinz auf einmal vor ihr steht, der wird wohl oder übel sehr lange warten müssen, wenn nicht gar für immer.
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