|
Der März wird vielfältig, denn an seinen 31 Tagen zeigt er sich sowohl poetisch als auch kämpferisch. Den Beginn macht der Frühlingsanfang, der sich bereits unter der langsam schmelzenden Schneedecke in Form von Schneeglöckchen und den Blüten der Haselnuss zeigt. Weiter geht es am 21. März mit zwei besonderen Ereignissen: Zum einen wird der Welttag des Waldes gefeiert, wo für besseren Schutz der Tropenhölzer gekämpft wird. Zum anderen wird am Welttag der Poesie besonders die Jugend angesprochen, aber auch die Symbiose von Internet und Lyrik beleuchtet.
Der Frühlingsanfang beginnt weltweit an unterschiedlichen Tagen. Am Äquator gibt es allerdings keinen Frühling, denn hier existieren aufgrund des gleichbleibenden Klimas keine Jahreszeiten. Aus astronomischer Sicht fängt der Frühling in Deutschland in diesem Jahr am 20. März um 12:34 Uhr nach Mitteleuropäischer Zeit an, denn dann passiert die Sonne den Äquator in Richtung Norden, wodurch Tag und Nacht gleich lang sind. Aber nicht nur in Deutschland beginnt der Frühling zu dieser Zeit, sondern in allen Ländern der Nordhalbkugel, auf Grund der Erdkrümmung und dem Lauf der Erde um die Sonne. Auf der Südhalbkugel hingegen wird erst am 22. September das Frühjahr begrüßt. Daneben gibt es eine phänologische Betrachtungsweise, das heißt der Frühling wird nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen eingeteilt. Jedoch kann er auch meteorologisch betrachtet werden. Hierbei wird der Frühlingsanfang jeweils zum ersten des Monats begonnen.
Ein anderes bedeutendes Ereignis ist der Welttag des Waldes am 21. März. Der Tag wurde gegen Ende der 70er Jahre durch die Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Sie wollen damit auf die Waldvernichtung und deren globale Auswirkungen aufmerksam machen. Besonders wichtig ist es zu dieser Zeit, die Folgen der illegalen Rodung aufzuzeigen, aber auch die Zerstörung und den Verlust der Artenvielfalt bewusst zu machen. Daneben werden Alternativen für vom Export der Hölzer lebende Länder besprochen. Das Ereignis und die dazu gehörigen Veranstaltungen sollen jedoch nicht nur Unternehmen und Regierungen ansprechen, sondern auch die Privatpersonen, welche oftmals nichts von der Zerstörung und Maßnahmen dagegen wissen. Eng mit dem Termin verbunden sind der 25. April, an dem der „Tag des Baumes“ gefeiert wird und der 14. September als „Tag der Tropenwälder“.
Ebenfalls am 21. März wird der Welttag der Poesie begangen. Er wurde im Jahr 2000 von der „Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur“ (UNESCO) auf der 30. Generalkonferenz festgelegt und soll seither auf die Bedeutung und Vielseitigkeit der Sprache und den mündlichen Traditionen verweisen. Der Grund für dessen Einführung war der abnehmende Stellenwert der Poesie durch das Internet. Der Tag soll nun Verlage anregen Gedichte, vor allem von jungen Menschen, zu publizieren. Hierzu können sich viele Schulen, Literaturvereine und Hobbyautoren aktiv beteiligen und Texte einreichen. Die „literaturWERKstatt“ Berlin richtet außerdem ein vielseitiges Programm mit Vorlesungen, Publikationen, Radio- und Fernsehauftritten aus. Das Programm soll die Phantasie anregen und fordert zum Nachdenken auf. Auf der eigens dafür eingerichteten Internetseite „Lyrikline“ werden neben dem Veranstaltungskalender auch 5.000 Gedichte von 525 Dichtern in 49 Sprachen angeboten, welche die Vielseitigkeit der Poesie aufzeigen.
Der März bietet für Interessierte ein umfangreiches Programm an Unterhaltung. Jedoch stehen dabei nicht unbedingt Spaß und ausgelassene Partys im Vordergrund. Vielmehr soll das Bewusstsein für Kultur und Natur gefördert werden. Die Feiertage zeigen, dass leider immer noch zu wenige von der Zerstörung der Wälder und deren Auswirkungen wissen, die auch uns in Deutschland beeinflussen. Außerdem präsentieren sie die Vielfalt im Bereich der Literatur, die alle Völker und Kulturen verbindet und unbedingt erhalten werden muss. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wie Vorlesungen, Reden, Stadtfesten und Tagungen versuchen die Organisatoren ihre Werte weiterzugeben. Sie sollen dabei jeden Einzelnen ansprechen, zum Handeln anregen und besonders zum Nachdenken auffordern. Sie interessieren sich auch für Poesie? Dann folgen Sie dem Link: www.lyrikline.org
|