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Auf welche Schule soll mein Kind? Wie sind die Lehrerqualitäten dort? Das sind nur zwei der Fragen mit denen sich viele Eltern beschäftigen, bevor sie über die Zukunft ihrer Kinder entscheiden. Die Internetportale „Schulradar“ und „Spickmich“ haben sich darauf spezialisiert Fragen zu beantworten und bewerten Lehrer sowie Schulen.
In Deutschland können Pädagogen durch unterschiedliche Verfahren bewertet werden. Oftmals geschieht das durch interne Qualitätsprüfungen, direkte Gespräche und Umfragen. Eine andere Möglichkeit bietet das Internet, denn hier können Schüler und Eltern ihre Bewertungen abgeben und die Ergebnisse veröffentlichen. Dadurch soll Lehrkräften und Schulen ein Feedback gegeben werden.
Jedoch gibt es für das System im Internet Vor- und Nachteile, was sich an der Klage einer Hamburger Grundschule zeigte. Der Grund für den Strafprozess war, dass sie ihre Bewertung nicht öffentlich zur Schau stellen wollte. Zudem sei die Meinung nicht objektiv, was „Bildung Real“ im Januar 2008 bestätigte und auch die Nennung der Personen sei moralisch und im Sinne des Datenschutz nicht vertretbar. Die Internetportale „Spickmich“ und „Schulradar“ sind allerdings anderer Meinung. Sie erklären, dass Schülern dadurch die Chance gegeben wird, ihre Meinung ohne Konsequenzen darzustellen. Außerdem können die Lehrer sowie Schulen aus ihrer Bewertung lernen. Immerhin haben laut „Spickmich“ eine halbe Millionen Schüler zirka 350.000 Lehrer mit einer Durchschnittsnote von 2,7 bewertet und das ist keineswegs Grund zur Klage.
Wie „Spickmich“ bewertet, zeigt sich auf deren Internetseite. Neben den Optionen „Spiele“, „SpickmichTV“ und „Quiz“, findet der Nutzer den Button „Schule“. Unter dieser Kategorie können mit Hilfe der Postleitzahl Schulen ausgewählt werden. Die Bewertung der Lehreinrichtung gliedert sich in unterschiedliche Teile wie „Schule nach Noten“ (zum Beispiel Stimmung unter Mitschülern und Unterrichtsausfall), „Spickmich Trendbarometer“ als Durchschnittsnote, „Gesamttrend“ und „Lehrerzimmer“. Lediglich für letzteres muss eine Registrierung erfolgen. Damit sind die anderen Bewertungen für jeden sichtbar und erlauben eine grobe Einschätzung der Einrichtung.
Bei „Schulradar“ findet der Nutzer das gleiche Prinzip wie bei „Spickmich“ vor. So werden ihm die „Toplisten“ der Schulen, ein eigenes „Magazin“, „Lehrerzitate“ und eine Suchfunktion der Schulen angeboten. Bei der Suchfunktion müssen neben der Postleitzahl, dem Ort und der Schulart (zum Beispiel Grundschule) gewählt werden, bevor die Einrichtungsnamen auf einer Google-Karte und einer Liste erscheint. Die ausgewählte Lehreinrichtung zeigt sich hier nun zuerst in einem allgemeinen Steckbrief mit beispielsweise Anschrift und Schüleranzahl. Daneben existiert eine Bewertung durch die Schüler in Kategorien wie „Sportmöglichkeiten“ und „Qualität der Lehrer“. Zusätzlich können die Eltern die Schule bewerten zum Beispiel im Bereich „individuelle Förderung“ und „Schulklima“. Schließlich gibt ein Barometer die Schulbewertung von Null bis 100 Prozent an, wobei 100 Prozent für eine hervorragende Qualität und Null Prozent für viele Mängel der Schule stehen. Die Bewertungen können unter dem Punkt „Kommentare“ individuell begründet werden.
Ungeklärt bleibt jedoch die Frage, welche Vor- und Nachteile eine öffentliche Bewertung hat. Sicherlich bieten die beiden vorgestellten Internetportale www.spickmich.de und www.schulradar.de die Möglichkeit sich eine eigene Meinung zu bilden und verschaffen einen Überblick. Allerdings kann das auch durch persönliche Gespräche mit den Lehrkräften erfolgen. Schließlich muss jeder selbst entscheiden, ob eine Qualitätsprüfung im Internet sinnvoll ist. Würden Sie gerne gegen Ihren Willen im Internet bewerten werden? In Frankreich wurde bereits ein ähnliches Portal geschlossen, deshalb ist fraglich, wie lange sich das Bewertungssystem in Deutschland hält.
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