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Computer, Schreibtisch, Ordner, Kugelschreiber und Terminkalender gehören zu den unentbehrlichen Arbeitsutensilien vieler Arbeitnehmer weltweit. Damit ein kreativer Kopf mitsamt den genannten kleinen Helfern gute Arbeit leisten kann, muss jedoch auch das Umfeld stimmen. Das ist leider in den wenigsten Büros der Fall. Das Forscherteam um Bernd Jödicke von der Konstanzer „Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung“ (HTWG) ermittelte in einer Studie, wie wichtig eine optimale Beleuchtung, Akustik und Klimatisierung für gute Arbeit sind.
Besonders Ruhe und geeignete Lichtverhältnisse sind zentrale Voraussetzungen für konzentriertes Arbeiten am Schreibtisch. Bereits leise Hintergrundgespräche können zu Fehlern sowie Unachtsamkeiten auf Seiten desjenigen führen, der ungewollt dabei mithört. Die Wissenschaftler setzen sich daher hohe Ziele: Sie möchten die Erkenntnisse, welche im Labor gewonnen wurden, einem Praxistest unterziehen. Eine mit zahlreichen Sensoren ausgestattete Puppe soll in echten Büros nach dem besten Arbeitsumfeld suchen. Letztlich ist geplant, dass das neue Wissen in gesetzliche Regelungen zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz einfließt.
Die Testpuppe sammelt zunächst Daten zur Lautstärke, zum Sauerstoffgehalt und zur Lichtstärke im Raum. Anschließend werden echte Menschen unter wechselnden Bedingungen auf ihre Konzentrationsfähigkeit, ihre Wahrnehmungs- und Gedächtnisleistung geprüft. Das hat Bernd Jödicke bereits mit 32 Probanden im Labor probiert. Nun möchte er den Schritt in den realen Büroalltag machen.
Sobald die Schwachstellen in Sachen Akustik, Belüftung und Beleuchtung aufgedeckt sind, kann das Team von Forscher Bernd Jödicke Verbesserungsvorschläge machen. Dazu könnten zum einen beispielsweise Schallschutztrichter und punktgenaue Lichtquellen mit Tageslichtlampen anstelle von diffusen Neonleuchtröhren und der Lautstärke eines Großraumbüros gehören. Zum anderen tragen auch Pflanzen, Formen und Farben des Büromobiliars zu einem besseren Arbeitsumfeld bei.
Neben Orten des ungestörten und konzentrierten Arbeitens sollte es auch ansprechend gestaltete Orte für formelle Besprechungen und den ungezwungenen kommunikativen Austausch geben. Mancherorts werden sogar ein kleiner Sportraum oder ein Bereich zur kurzzeitigen Entspannung in der Mittagspause angeboten. Schreibtischtäter können sich also hoffentlich auf einen baldigen Weg in ihr Wohlfühlbüro freuen.
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