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Diagnose Nahrungsmittelunverträglichkeit - Ende eines unbeschwerten Lebens?


28.04.2009 (S. Störl) Kategorie: Gesundheit

Bild: www.pixelio.de

Immer wiederkehrende Übelkeit und Magenkrämpfe, chronische Müdigkeit, plötzlich auftretender Schnupfen, Hautausschlag oder Atemnot: Fast jeder hat einmal in seinem Leben mit derartigen Beschwerden zu kämpfen. Wer vermutet da sofort einen Zusammenhang mit bestimmten Nahrungsmitteln? Oft sind aber gerade sie die Ursache der genannten Symptome. Etwa 20 Prozent der Erwachsenen leiden heutzutage unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Für viele Betroffene geht damit eine enorme Einschränkung der Lebensqualität einher. Doch das muss nicht sein. Life-Go nennt Ihnen Methoden zur Diagnose und gibt Tipps, wie Sie trotz Unverträglichkeiten ein beschwerdefreies Leben führen können.

Eine Unverträglichkeit darf nicht mit einer Allergie verwechselt werden. Bei einer Nahrungsmittelallergie bildet das Immunsystem beim Verzehr bestimmter Speisen Antikörper, so genannte Immunglobuline. Der erneute Kontakt mit den betreffenden Lebensmitteln löst dann die typischen Reaktionen wie Hautausschlag, tränende Augen oder eine laufende Nase aus. Zudem reagiert der Körper in der Regel unmittelbar auf spezifische Lebensmittel.

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hingegen ist eine Stoffwechselerkrankung. Aufgrund fehlender oder defekter Enzyme können aufgenommene Stoffe im Körper nicht richtig verarbeitet werden. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Ansammlung der Substanzen im Blut oder in bestimmten Organen. Die Folge sind Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme, die im Unterschied zur Allergie oft erst Stunden oder sogar Tage nach dem Lebensmittelverzehr auftreten.

Für eine erfolgreiche Behandlung gilt es zunächst zu erkennen, ob eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder -allergie vorliegt. Daher sollte der Betroffene bei unerklärlichen und andauernden Magen-Darm-Beschwerden oder allergieähnlichen Symptomen einen Arzt konsultieren. Spezifische Untersuchungen können Aufschluss über die Ursache geben. Derartige Verfahren führen jedoch nicht immer zu sicheren Ergebnissen. Insbesondere bei einer vorliegenden Nahrungsmittelunverträglichkeit ist die Diagnose schwierig. Die wohl einfachste Methode ist hier das Weglassen bestimmter Nahrungsmittel.

So müssen beim Verdacht einer Laktoseintoleranz jegliche Milchprodukte vom Speiseplan verbannt werden. Gibt es Anzeichen einer Unverträglichkeit gegenüber dem in vielen Getreidearten enthaltenen Klebereiweiß, ist eine glutenfreie Ernährung notwendig. Viele Brot- und Nudelsorten, Süßigkeiten sowie Getränke sind hier tabu. Bei einer möglichen Unverträglichkeit gegenüber Fruktose, also Fruchtzucker, sollte vorübergehend auf Lebensmittel mit einem hohen Zuckergehalt wie zum Beispiel Birnen, Bananen und Honig verzichtet werden. Falls die Beschwerden bei erneutem Verzehr wieder auftreten, kann davon ausgegangen werden, dass eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vorliegt.

Die Diagnose Nahrungsmittelunverträglichkeit bedeutet für viele einen gravierenden Lebenseinschnitt. Insbesondere der ständige Blick auf die Zutatenliste ist zeitraubend und mühselig. Da hilft es positiv zu denken. Immerhin wurde die Ursache der oft jahrelangen Beschwerden endlich gefunden. Außerdem haben sich die Nahrungsmittelhersteller auf zunehmende Unverträglichkeiten eingestellt. Immer mehr Händler bieten mittlerweile gluten-, laktose- und fruktosefreie Produkte an. Darüber hinaus sind die Inhaltsstoffe von Lebensmitteln häufig genau gekennzeichnet, so dass eine unbeabsichtigte Aufnahme von unverträglichen Stoffen nahezu ausgeschlossen ist.

Wer sich genauer über das Thema informieren will oder einen Rat zum Umgang mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten sucht, wird im Internet fündig. Spezielle Webseiten bieten umfassende Informationen über die verschiedenen Arten von Unverträglichkeiten, mögliche Symptome und die verschiedenen Diagnosemethoden. Empfehlenswert sind hier unter anderem www.zentrum-der-gesundheit.de und www.qualimedic.de. Letztere bietet zudem die Möglichkeit, Fragen an Ärzte verschiedener Fachrichtungen zu stellen. Weiterhin können sich Betroffene in zahlreichen Foren wie zum Beispiel auf den Portalen www.libase.de und www.imedo.de über ihre Probleme sowie Erfahrungen austauschen.

Betroffene, die unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden, sollten die Diagnose durchaus ernst nehmen. Wer seinen Lebensstil jedoch an die neue Situation anpasst und die genannten Hinweise beherzigt, wird auf Dauer ein beschwerdefreies Leben führen können.



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