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Kyle Bratt (Jodie Foster) ist mit ihrer kleinen und vom Tod des Vaters verstörten Tochter Julia (Marlene Lawston) auf dem Weg von Berlin nach New York, um ihren verstorbenen Ehemann in der Heimat beerdigen zu können.
Noch ganz unter Schock über den Verlust muss Kyle im Flugzeug plötzlich feststellen, dass ihre Tochter, nachdem sie selbst für kurze Zeit eingeschlafen war, nicht mehr neben ihr auf ihrem Platz sitzt. Als sie sich auf die Suche nach ihrer Kleinen macht und Hilfe bei anderen Fluggästen und der Flugzeugbesatzung sucht, gibt es keine Hinweise darauf, dass ihre Tochter je an Bord gewesen ist. Während Crew und Passagiere glauben, dass Kyle durch den plötzlichen Tod ihres Mannes traumatisiert ist und dabei ist durchzudrehen, ist sie hingegen davon überzeugt, Opfer einer Verschwörung zu sein. Eine spannende Suche beginnt.
Obwohl der Film fast ausschließlich in einem Flugzeug spielt, bedeutet dies längst nicht, dass der Film lediglich auf Dialogen aufgebaut ist und optisch nicht abwechslungsreich wäre. Hierfür hat Kameramann Florian Ballhaus („Eierdiebe“) gesorgt. Jodie Foster trägt diesen Film hauptsächlich und ist auch diesmal in ihrer Rolle äußerst überzeugend. Auch die übrigen Darsteller des Filmes konnten sich mit soliden Leistungen sehen lassen.
Regisseur Robert Schwentke mit seiner ersten US-Produktion (hier zu Lande bekannt durch „Tattoo“ und „Eierdiebe“) gelingt es nicht ganz, den Zuschauer total zu fesseln. Nach den ersten zwei Dritteln scheint der Film vom Genre „Thriller“ in das Fach „Krimi“ zu wechseln, denn zunächst tappt man als Zuschauer im Dunkeln, ob hier wirklich ein Kind vermisst wird oder es sich tatsächlich nur um eine Einbildung der Mutter handelt. Dann jedoch sind die Fakten offensichtlich und ein Wettlauf zwischen der furchtlosen Mutter und dem Bösewicht beginnt.
Für den aufmerksamen Kinobesucher kommt ein wenig Unglaubwürdigkeit auf, denn Kyle Pratt ist Ingenieurin und hat für das neue Flugzeug, mit dem sie auf die Reise gegangen ist, die Triebwerke entwickelt. Sie zeigt während der verzweifelten Suche und auch bei dem Wettlauf gegen ihren Widersacher eine Kenntnis über jedes einzelne technische Detail des Flugzeugs, was einfach unlogisch erscheint und für den kritischen Zuschauer nicht schlüssig ist.
Sicherlich ist der Film spannend, jedoch wird durch die unverhoffte Aufklärung des Sachverhaltes und den damit verbundenen Wechsel der Genres die Spannung später eben eine andere. Der Film verliert dadurch ein wenig an Reiz, wobei gesagt werden sollte, dass dies nicht für alle Zuschauer zwingend gelten muss.
Fazit: Ein Film mit gehobenem Unterhaltungswert, aber bestimmt kein Super-Thriller.
Darsteller/innen: Jodie Forster, Peter Sarsgaard, Sean Bean, Kate Beahan, Erika Christensen, Michael Irby, Marlene Lawston, Assaf Cohen, Shane Edelman, Mary Gallagher
Regie: Robert Schwendtke, Spielzeit: 98 Minuten.
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