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Nun steht schon bald die kalte, nasse, dunkle und manchmal auch ungemütliche Jahreszeit vor der Tür. Am besten sollte man so früh wie möglich anfangen sich gut darauf vorzubereiten. Dann sind Sie gegen Schnupfen, Husten und den „Winter-Blues“ gut gewappnet.
Hier die besten Tipps von Monika Murphy-Witt, Chefredakteurin von „Ganzheitlich leben“:
Der tägliche Gang an die frische Luft sollte nicht fehlen, auch wenn es bei Nebel und Nieselregen nicht immer leicht fällt. Gerade jetzt sind die Spaziergänge im Freien besonders wichtig, denn dies kurbelt den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. Gleichzeitig trainieren die unterschiedlichen Temperatur- und Umweltreize Ihren Körper. So wird es Ihnen mit der Zeit leichter fallen sich an die Kälte und Nässe anzupassen. Nicht zuletzt hebt das Sonnenlicht Ihre Stimmung. Selbst an trüben Tagen nimmt die Netzhaut Ihrer Augen noch genug UV-Strahlen auf, um die Ausschüttung von Gute-Laune-Hormonen anzukurbeln.
Härten Sie sich mit Wechselduschen ab! Dadurch wird die Durchblutung gefördert und der Organismus trainiert und Ihr Abwehrsystem kommt auf Trab. Am besten fangen Sie morgens mit einem Warmkalt-Start an. Zuerst kuschelig warm duschen, dann kommt die kalte Brause hinterher. (Beginnen Sie mit dem rechten Bein bis hoch zum Becken, danach kommt das linke Bein dran. Anschließend den rechten und den linken Arm von den Händen bis zum Herzen, zuletzt Brust, Bauch und Nacken. Dieses Wechselduschen zwei bis dreimal wiederholen und mit einem kalten Guss abschließen. Wer empfindlich ist, lässt Brust und Rücken aus.)
Gehen Sie regelmäßig in die Sauna. Auch dieser Heißkalt-Wechsel kurbelt Ihren Stoffwechsel an und sorgt für eine Stärkung der Abwehrkräfte. (Für die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Raum sind Dampfsaunen besonders geeignet. Die Atemwege werden befeuchtet und ihre Durchblutung gefördert. Das Resultat: Eine abwehrstarke Schleimhautbarriere, die Krankheitserreger kaum durchdringen können.)
Halten Sie Hände und Füße warm, dies sorgt reflexartig dafür, dass auch Ihre Schleimhäute in Nase und Rachen besser durchblutet und dadurch abwehrstärker sind. Kalte Füße werden schnell mit einem ansteigenden Fußbad wieder aufgewärmt. Dazu geben Sie warmes Wasser in eine Schüssel, stellen Ihre Füße hinein und gießen langsam heißes Wasser zu. Außer Haus ist eine Mütze wichtig. Ihr Kopf macht nur 7 % Ihres Körpers aus, aber sie verlieren über ihn rund 40 % Ihrer nach außen abgegebenen Körperwärme.
Treiben Sie weiter Ausdauersport. Auch wenn der Sommer zu Ende geht, ist dies noch lange kein Grund Ihre Laufschuhe oder das Fahrrad einzumotten. Ihr Immunsystem bringen Sie durch Laufen, Walken oder Radfahren auf Trab. Radfahrer können zur Sicherheit bei Schnee auf breitere, grob-stolligere Reifen umsteigen. Wichtig ist beim Training, dass Sie sich warm, aber der Witterung entsprechend anziehen. Am besten geht das nach dem Zwiebelprinzip: Tragen Sie mehrere Schichten übereinander. Bevor Sie starten, wärmen Sie sich gut auf und ziehen Sie sich nach dem Training sofort um. Wenn es draußen zu ungemütlich ist, gehen Sie ins Hallenbad. Schwimmen ist auch ein guter Ausdauersport.
Ernähren Sie sich der Jahreszeit entsprechend. Unser heimisches Wintergemüse, vor allem die Kohlsorten Rote Beete, Schwarzwurzel, Feldsalat und Chicoree liefern Ihnen wichtige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Wenn Ihnen das Angebot an Gemüse aus der Heimat zu mager oder zu langweilig ist, gönnen Sie sich ab und zu ein exotisches Früchtchen. Ananas, Mango, Papaya und viele andere Südfrüchte enthalten jede Menge an Vitamin C und bioaktive Vitalstoffe. Eine Papaya hat zum Beispiel doppelt so viel Vitamin C wie eine Orange. Beim Anflug einer Erkältung wirkt übrigens eine magere, klare, bei geringer Hitze gekochte Geflügelbrühe Wunder.
Heizen Sie sich mit Tee ein. Das vertreibt Kälte und trübe Gedanken. Schluck für Schluck genießen.
Lassen Sie dunkle Kleidungsstücke doch öfter mal im Schrank. Ziehen Sie frische und helle Farben an, vielleicht einen roten Pullover, der sorgt für ein Gefühl der Wärme und einen wahren Energieschub. Gelb wirkt antidepressiv und aktiviert Ihre Selbstheilungskräfte. Orange gibt Power und gehört diesen Herbst und Winter zusammen mit Violett zu den Trendfarben.
Genießen Sie die Jahreszeit. Wenn die Tage kürzer werden, ist dies die beste Gelegenheit für gemütliche Abende zu Hause. Bei Kerzenschein, Kaminfeuer, einem guten Buch und einem Glas Wein oder Apfelpunsch können Sie wunderbar zur Ruhe und Besinnung kommen. Vernachlässigen Sie gute Freunde nicht. Gönnen Sie sich ab und zu ruhig etwas Winterschlaf, dann starten Sie gut erholt und mit frischer Kraft in das nächste Frühjahr.
Jetzt gegen Grippe impfen?
Nicht jeder muss sich gegen Influenza impfen lassen. Das Robert-Koch-Institut rät vor allem älteren Menschen über 60 Jahren sich impfen zu lassen. Auch bestimmten Risikogruppen wie Menschen mit Herz-Kreislauf-, Lungen-, Leber- oder Nierenleiden sowie Diabetikern und Menschen mit geschwächtem Immunsystem ist eine Impfung zu empfehlen. Auch wenn Sie bei Ihrer Arbeit viel Publikumsverkehr haben oder im medizinischen Bereich, in einem Alten- oder Pflegeheim tätig sind, sollten Sie sich schützen. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten. Wenn Sie sich jetzt impfen lassen, reicht der Schutz bis Februar / März.
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