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Beide Thriller sind im Bastei-Lübbe Verlag erschienen. Beide kosten ca. € 9. Beide wurden von US-Amerikanern geschrieben, „Illuminati“ von Dan Brown und „Assassini“ von Thomas Gifford. Beide haben den Vatikan als Haupthandlungsort, in beiden wimmelt es nur so von Morden und beide haben ein unvorhersehbares Ende.
Auf den ersten Blick kann man noch nicht mal einen großen Unterschied in der Covergestaltung feststellen, denn sowohl „Illuminati“, als auch „Assassini“ haben eine oder mehrere düstere Gestalten auf dem Einband, denen ein Kreuz um den Hals hängt und deren Gesicht man nicht erkennen kann, da es so schwarz ist wie die Kutte, die sie tragen.
Was unterscheidet nun aber die beiden Bestseller-Romane? Um diese Frage beantworten zu können, muss man sich den Inhalt genauer ansehen.
„Illiminati“
In „Illuminati“ geht es um eine Frau namens Vittoria Vetra. Ihr Vater, Leonardo Vetra, arbeitete als Kernforscher beim Schweizer Institut „CERN“. Eines Tages wird Leonardo, der ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Tochter hatte, ermordet in seinem Labor aufgefunden. In seine Brust sind mysteriöse Zeichen eingebrannt. Diese Zeichen vermag nur der amerikanische Symbologe Robert Langdon zu entziffern, denn er kennt sie aus seinem Spezialgebiet, dem alten Geheimbund der Illuminaten, den er lägst für tot gehalten hatte.
Neben dem Toten hat das Institut noch ein weiteres Problem: Ein Behälter mit Antimaterie wurde gestohlen und taucht später im Vatikan wieder auf, wo sie genau zu der Zeit, als die Konklave den neuen Papst wählt, zu detonieren droht.
Vittoria und Langdon machen sich auf den Weg nach Rom. Wenn sie den Attentäter finden können, dann werden sie auch den Behälter finden, und denjenigen, der die nominierten Kardinäle entführt hat.
Scheinbar ist die Geheimgesellschaft der „Illuminati“, wiedererweckt und mit ihr das immerwährende Ziel die Kirche zu zerstören. Ganz nebenbei entwickelt sich zwischen Vittoria Vetra und Robert Langdon noch eine Liebesgeschichte.
„Assassini“
Thomas Gifford schreibt in „Assassini“ über eine Nonne, die beim Gebet in der Privatkapelle des Hauses ihres Vaters in New Jersey in den USA ermordet wird. Ihr Bruder Ben Driskill macht sich zusammen mit Schwester Elizabeth und Father Dunn, zwei alten Freunden, auf die Suche nach dem Mörder. Nach längerer Irrfahrt kommen sie in den Vatikan, wo Papst Calixtus IV. im Sterben liegt. Bis zu seinem Tod soll der Mord an Schwester Val aufgeklärt werden.
Nebenbei geht es außerdem um die Frage, wer Calixtus Nachfolger wird. Mit dem Mord an Priskills Schwester, der nicht der einzige bleiben wird, hat die wiedererweckte Geheimorganisation der „Assassini“ zu tun, die ihren Allzweckmörder Father August Horstmann ausschickt, um alle zu beseitigen, die davon wissen, dass sie Einfluss auf die Papstwahl nehmen wollen. Zwischen Ben Driskill und Schwester Elizabeth entwickelt sich - wer hätte das gedacht - eine Liebesaffäre.
Offensichtlich unterscheiden nur Einzelheiten den Inhalt der beiden Bücher. Im Wesentlichen scheinen die beiden Autoren Gifford und Brown nach dem selben Muster geschrieben zu haben: Eine ermordete Person ist Auslöser einer Suchaktion nach dem Mörder, die von einem Paar geleitet wird, das sich in einender verliebt, und die schließlich im Vatikan endet.
Vergleich
Ein entscheidender Vorzug von „Assassini“ bildet die starke, gut recherchierte Geschichtsbezogenheit des Buches. So liest man nicht nur den Thriller an sich, sondern wird nebenbei noch geschichtlich über die römisch-katholische Kirche informiert. „Illuminati“ hat seinen Vorzug in der Darstellung der Handlung. In diesem Thriller wird nämlich alles sehr lebendig beschrieben, sodass man sich selbst am Ort des Geschehens zu sein glaubt.
Insgesamt kann man also sagen: Obwohl die Handlung in „Illuminati“ noch phantastischer erscheint als in „Assasini“, ähneln sich die Thriller sehr. Wer sich allerdings mehr für geschichtlich-reale Erzählung interessiert, sollte eher auf „Assassini“ zurückgreifen, wer Lust hat, gedanklich mit den Personen mitzureisen, sollte „Illuminti“ kaufen.
Ihren Preis sind die mehr als 700 Seiten starken Wälzer auf jeden Fall wert. Sie sind beide zwar sehr phantastisch, aber auch sehr spannend. Wer sich durch die Bezeichnung „Thriller“ abgeschreckt fühlt, dem sei gesagt, dass es durchaus auch lustige Momente gibt.
Zum Schluss noch ein kleiner Tipp an die Autoren Thomas Gifford und Dan Brown:
Bitte in Zukunft nicht wieder voneinander abschreiben!
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