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Preview: „Wo die Liebe hinfällt ...“


15.12.2005 (S. Galetzka) Kategorie: Kultur

Bild: www.fimstarts.de

Am 22. Dezember 2005 kommt die Filmkomödie „Wo die Liebe hinfällt…“ in unsere Kinos. Die Geschichte knüpft an den Film-Klassiker „Die Reifeprüfung“ an, in der die Familie Robinson beschrieben wird.

Als Sarah Huttinger (Jennifer Aniston) mit ihrem Verlobten Jeff (Marc Ruffalo) zur Hochzeit ihrer kleinen Schwester Anni (Mena Suvari) nach Hause zur Familie reist, nimmt die Geschichte ihren Anfang.

Sarah findet während ihres Aufenthaltes bei ihrer Familie heraus, dass ihre verstorbene Mutter jene Frau gewesen ist, die, wie in der Verfilmung der „Reifeprüfung“ erzählt, wenige Tage vor ihrer Hochzeit mit einem Mann ausriss, jedoch zurückkehrte. Und so beginnt Sarah daran zu zweifeln, dass sie tatsächlich die Tochter ihres Vaters ist, schließlich scheint sie so ganz anders als die übrigen Familienmitglieder zu sein.

Erste Hinweise erhält sie von ihrer schlagfertigen und unkonventionellen Großmutter Kathrine (Shirley MacLaine) und einer Tante. Sarah fragt sich nun, welche Bedeutung dieser Mann für ihre Mutter gehabt haben mag und ob dieser Mann vielleicht sogar ihr Vater sein könnte. Sie findet heraus, dass sein Name Beau Barroughs (Kevin Costner) ist und wo er sich zurzeit aufhält. So kommt es, dass sie nach den Hochzeitsfeierlichkeiten nicht mit ihrem Verlobten nach New York zurückkehrt, sondern sich entschließt die Wahrheit über ihre Identität herauszufinden, indem sie zu Beau Barroughs reist.

Barroughs hat inzwischen Karriere gemacht. In San Franzisko hält er einen Vortrag bei einer Tagung. Sarah verschafft sich mit Hilfe ihres Presseausweises (immerhin arbeitet sie für die New York Times und aus dem Ausweis ist zum Glück nicht ersichtlich, dass sie eigentlich nur die Geburts- und Todesanzeigen bearbeit) Zugang zu dieser Veranstaltung. Es glückt Sarah Barroughs anzusprechen und die Wahrheit heraus zu finden.

Barroughs ist nicht ihr Vater, aber durch die Anspannung der letzten Tage ist Sarah völlig aufgelöst. Barroughs, ganz Gentlemen, lässt Sarah nicht einfach verwirrt stehen. So verbringen sie den Abend zusammen und dabei entsteht eine gegenseitige Anziehung, die nicht ohne Folgen bleibt. Sarah bleibt einige Tage bei dem um sie werbenden Barroughs, doch dies endet jäh, als ihr Verlobter Jeff auftaucht, der sich besorgt auf die Suche nach ihr begeben hatte.

Durch diese Situation kommt es zur Trennung von Sarah und Jeff. Sarah sucht zunächst Trost bei ihrer Großmutter zu Hause in Pasadena, wird aber auch von Papa Huttinger (Richard Jenkins) gebraucht, weil die kleine Schwester nach ihrer Hochzeit plötzlich Panik vor dem Eheleben hat. Zu allem Überfluss taucht dann auch noch Beau Barroughs vor dem Haus der Huttingers auf. Ein enormes Durcheinander - doch wie wird die Geschichte enden?

Im Film wird eine bunte Mischung an Charakteren präsentiert

Sarah Huttinger (Jennifer Aniston), die gerade sich und ihr Leben in Frage stellt und eine starke Neigung dazu hat, verwirrt zu sein und andere zu verwirren.

Ihr Verlobter Jeff (Marc Ruffalo), Anwalt und doch ein sehr verständnisvoller und liebevoller Mensch – manchmal etwas unbeholfen.

Großmutter Kathrine (Shirley MacLaine), die nie um eine Antwort verlegen ist, nicht gerne ihr Alter verrät und auch schon mal eine Kanne Burbon aufsetzt, wenn die Enkelin Hilfe suchend an ihre Tür klopft.

Papa Huttinger: ein ruhiger und liebevoller Mann, der ganz für seine Töchter da ist - am Ende des Films fragt man sich jedoch, ob er nicht manchmal doch verschmitzter ist, als er erscheint.

Schwester Anni, die zunächst nur wie eine verwöhnte Teenagerin wirkt und längst noch nicht erwachsen ist, dann aber doch anfängt, reifer zu werden.

Beau Barroughs, erfolgreich, charmant und humorvoll - hat alles, wovon Frauen träumen und doch keine Mrs. Right an seiner Seite.

Trotz der guten Besetzung wurden schon bessere Komödien gedreht. Man versteht nicht, warum die Hauptfigur so durcheinander ist und überall Probleme sieht - vielleicht eine Frage der Mentalität? Shirley MacLaine hat die meisten Gags und ist die schillernste Persönlichkeit im Film, sicherlich hätte man dies besser verteilen können.

Die Komik resultiert hauptsächlich aus den Wortwechseln, wobei man sich fragt, ob vielleicht etwas durch die Übersetzung verloren gegangen sein könnte. Die etwas vernachlässigte Situationskomik wäre durchaus ausbaufähig gewesen. Insgesamt recht gute und solide Unterhaltung ohne Langeweile, jedoch in mittlerer Qualität, was ein wenig verwundert, da Darsteller und Filmstab hochwertig sind.

Regisseur Rob Reiner hätte bestimmt mehr erreichen können, schließlich glänzte er schon mehrfach mit Komödien wie z. B. „Harry und Sally“. Kameramann war Peter Deming, der die verschiedenen Teile von „Scream“ drehte, aber auch Filme wie „Austin Power“. Für die Kostüme des Films war übrigens Kim Barret verantwortlich, die auch in „Matrix“ mitwirkte, sowie in der Komödie „Schwiegermonster“. Executive Producer ist George Clooney.


Bilder: www.filmstarts.de(Zum Betrachten der Bilder auf das jeweilige Bild klicken!)



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