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Welt Aids Tag 2005


16.12.2005 (R. Schmidt) Kategorie: Welt

Bild: www.unaids.org

Auch in diesem Jahr fand am 1. Dezember wieder der Welt Aids Tag statt. In vielen Städten wurden die Roten Schleifen verteilt. In den Medien wurde über das Thema Aids berichtet und Veranstaltungen über das Virus wurden ebenfalls abgehalten. Die Welt war wie schon oft an diesem Tag in Bewegung. Aids wurde sichtbar gemacht und Betroffene sollen wissen, dass sie mit ihrer Krankheit nicht alleine sind.

Im Jahr 1988 wurde der „World Aids Day“ erstmals veranstaltet. Der 1. Dezember wurde dem HI-Virus gewidmet. Weltweit sind 40,3 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Nach Angaben von UN-Aids starben allein im Jahr 2005 bereits mehr als drei Millionen Menschen an den Folgen der Krankheit. Über 15 Millionen Kinder verloren Mutter, Vater oder sogar beide Elternteile. Seit Beginn der Epidemie in den achtziger Jahren haben sich in Deutschland 75.000 Menschen mit dem gefährlichen HI-Virus angesteckt und 26.000 Menschen starben bereits.

Einen Impfstoff oder ein geeignetes Medikament gegen Aids gibt es noch immer nicht, auch wenn seit Jahren alles daran gesetzt wird, etwas zu finden. Der einzige Schutz vor Aids besteht darin, sicheren Geschlechtsverkehr zu haben, denn das Virus gelang nur durch Körperflüssigkeitsaustausch in den Körper. Doch leider gibt es nach wie vor immer noch zu viele Menschen, die ohne Schutz Geschlechtsverkehr haben.

Zum Welt Aids Tag sprach jetzt auch Papst Benedikt XVI sein tiefes Mitgefühl aus. Er erklärte, dass die Ausbreitung des Virus alarmierend sei. Ebenfalls sagte er, dass die Kirchen „die Betreuung der Kranken stets als Teil ihrer Mission angesehen habe“.

„Terre des hommes“, ein entwicklungspolitisches Kinderhilfswerk, erklärte, dass der schwache und soziale Status von vielen Frauen und Mädchen in einigen Ländern verhindere, dass sie sich schützen könnten. Eine besondere Gefahr besteht dann, wenn sich die betroffenen jungen Frauen, um ihre Familien zu ernähren, prostituieren müssen. Darüber hinaus werden sie oftmals Opfer von sexueller Gewalt und Menschenhandel oder stecken sich bei ihren Ehemännern an, die außerehelichen Geschlechtsverkehr gehabt haben.

Der 1. Dezember wird auf jeden Fall weiter ein Tag der Erinnerung bleiben. Ein Tag, an dem „AIDS“ sichtbar wird. Betroffene treten in den Vordergrund und Nichtbetroffene versuchen ihnen Mut zu machen. Keiner sollte mit dieser Krankheit allein sein.

Zur Roten Schleife

Im Frühjahr 1991 wurde die Rote Schleife - international als „Red Ribbon“ bekannt - von der New Yorker Künstlergruppe „Visual AIDS“ entwickelt. Sie ist vergleichbar mit dem in den USA populären „Yellow Ribbon“. Diese sind gelbe Bänder, die Familien tragen, wenn sie auf die Heimkehr ihrer Söhne und Töchter aus dem Krieg warten und hoffen. Die Rote Schleife ist weltweit bekannt und wird als Symbol der Solidarität für betroffene mit HIV und AIDS infizierte Menschen verstanden.

Ostern 1992 kam die Rote Schleife nach Europa. Während eines Konzerts von Freddy Mercury (auch an Aids erkrankt und gestorben) trugen über 100.000 Besucher die Rote Schleife im Londoner Wembley Stadion. Im Fernsehen verfolgten dieses Spektakel über eine Million Menschen und sahen die roten Stoffbänder.

Im Jahr 1993 begannen in Deutschland Prominente die Rote Schleife als Symbol zu tragen. Von dem Zeitpunkt an war das Red Ribbon auch bei uns etabliert.



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