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Irgendwann trifft es jeden. Für mich, Steve Przybilla, begann der „Ernst des Lebens“ in einem kleinen Hinterzimmer des Kreiswehrersatzamtes, in dem ich gemustert und für „wehrfähig“ befunden wurde. Dass ich der Gesellschaft und nicht der Waffenindustrie dienen wollte, war von vornherein klar - sprich: Zivildienst! Nach langem Hin und Her landete ich bei einem großen Umweltverband.
Von einem Tag auf den anderen war ich also „im Dienst“, musste Pressemitteilungen schreiben, Unkraut jäten und Grundschulkindern den Wald erklären und hatte einen schicken Zivi-Ausweis in der Tasche. So weit, so gut.
Doch schon nach relativ kurzer Zeit überkamen mich die Fragen: An wen kann ich mich eigentlich wenden, wenn’s mal Fragen oder Probleme gibt? Wo gibt’s die nötigen Infos? Wie kann ich mich mit anderen Zivis austauschen? Da kaum Literatur aufzutreiben war, fing ich selbst an zu recherchieren und dokumentierte den Alltag auf meiner Homepage.
Irgendwann in der Mittagspause warfen meine Zivi-Kollegen schließlich einen Blick auf die Website und staunten nicht schlecht. „Das musst du veröffentlichen!“, drängten sie mich. „Warum machst du daraus nicht ein Buch?!“
So nahm die Geschichte ihren Lauf. Fast täglich schrieb ich über den Dienst, klagte dem Tagebuch meinen Groll auf den Chef, wetterte über Umweltverschmutzung und schwärmte von neuen Praktikantinnen. Was herauskam, ist ein ziemlich realistischer Einblick in den Alltag eines Zivis, oft sehr heiter und amüsant, manchmal auch bitterernst.
Ursprünglich war das Buch vor allem für Zivis gedacht, aber inzwischen hat sich herausgestellt, dass das es auch bei anderen Lesegruppen gut ankommt. Es geht schließlich nicht nur um trockene Fakten, sondern immer auch um eine (Zivi-)Geschichte, die hinter allem steckt.
Kurzbeschreibung des Buches:
Kaum ist die Schule vorbei, ruft der Schützengraben! Gewehr oder Spaten, fragen sich viele - und entscheiden sich für den Zivildienst. Kaffee kochen, ein paar Botengänge erledigen und ansonsten faulenzen bis zur Erschöpfung: Zivi sein, bedeutet frei sein. Oder doch nicht?
Wie die Realität aussieht, zeigt das Zivi-Tagebuch. Zehn Monate dokumentiert Steve Przybilla seine Dienstzeit bei einem Umweltverband und räumt mit so manchem Vorurteil auf. Sein Motto: „Make Love. Not War.“
Der Autor beschreibt den Alltag detailliert und nie ohne die nötige Portion Humor. Da kann ein Streit mit dem Chef schon mal bei einem Glas Wein beigelegt werden, während das Verhältnis zur neuen Praktikantin so gar nicht mit der täglichen Pflicht harmoniert…
Zivis werden dieses Buch lieben! Anekdoten, Fakten und Infos en masse: Welche Rechte hat man(n), welche Pflichten? Sind kostenlose Arztbesuche, vergünstigte Bahnfahrten und der heiß geliebte Sold die Mühe wirklich wert? Und wer hilft, wenn’s mal Ärger gibt?
Das Zivi-Tagebuch: ein Querschnitt durchs Staatsdiener-Leben mit allen Höhen und Tiefen! Spannend. Unterhaltsam. Amüsant. Also nichts wir ran an das Buch, denn wer weiß, wie lange es den Zivildienst noch gibt!
Das 330-seitige Werk umfasst neben fünf Karikaturen im Anhang ein ausführliches Stichwortverzeichnis zum Thema „Zivildienst“ sowie ein Liste mit wichtigen Adressen und Ansprechpartnern. Erhältlich ist das Zivi-Tagebuch für 15,90 Euro beim amicus-Verlag (www.amicus-mdlv.de) oder über den Buchhandel (ISBN: 3-935660-65-0).
Nächste Woche präsentieren wir auf Life-Go das Vorwort als Leseprobe.
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