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Gerhard Schröder, der am 7. April 1944 in Mossenberg, Landkreis Detmold, geboren wurde, begann seine politische Laufbahn 1963 mit dem Eintritt in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). Nachdem er 1977 zum Mitglied des Vorstandes des SPD-Bezirks Hannover gewählt wurde, erfolgte 1978 die Nominierung zum Bundesvorsitzenden der Jungsozialisten in der SPD (Jusos).
Hauptberuflich arbeitete Gerhard Schröder als selbständiger Rechtsanwalt in Hannover. Im Jahr 1989 fungierte er parallel bereits als Mitglied des SPD-Präsidiums und wurde am 21. Juni 1990 zum niedersächsischen Ministerpräsidenten gewählt.
Als Landesvorsitzender der SPD erfolgte am 17. April 1998 die Nominierung zum Kanzlerkandidaten der SPD auf dem Bundesparteitag in Leipzig. Gerhard Schröder wurde schließlich am 27. Oktober 1998 durch den Deutschen Bundestag zum Bundeskanzler gekürt.
Für dieses Amt hatte er sich bis zum Schluss eingesetzt. Am 1. Juli diesen Jahres stellte er jedoch die Vertrauensfrage, die er verlor, woraufhin schließlich am 18. September 2005 Neuwahlen stattfanden, bei denen die SPD keine Stimmenmehrheit erreichen konnte. Gerhard Schröder legte letztendlich sein Kanzleramt am 22. November 2005 nieder und übergab es der bis dahin designierten Bundeskanzlerin Angela Merkel. Seit dem 21. November 2005 ist bekannt, dass er sein Bundestagsmandat am 23.11.2005 endgültig niederlegen wird und nun einer neuen Aufgabe bei dem Schweizer Verlagshaus Ringier entgegen sieht.
Die erste Zeitung, die einen Meilenstein der Ringier AG darstellte, war das „Zofinger Wochenblatt“. Im Jahr 1911 wurde die „Schweizer Illustrierte“ gegründet und 1922 erschienen erstmals die ringierschen Unterhaltungs-Blätter.
Die Publikation der Boulevardzeitung „Blick“ erfolgte erstmals in der Schweiz 1959. 1969 kam die Sonntagszeitung „SonntagsBlick“ hinzu. Schließlich lancierte Ringier 1989 die Wirtschaftswochenzeitung „Cash“ in der Schweiz, 1990 in Tschechien und 1993 in Vietnam. Doch auch in Deutschland ist Ringier seit einiger Zeit publizistisch tätig und gibt das politische Monatsmagazin „Cicero“ heraus. Die Erstausgabe des Magazins fand im April 2004 statt. Das Cover zierte ein exklusiv für dieses Magazin geschaffenes Porträt des Künstlers Jörg Immendorff von dem damals amtierenden Bundeskanzler, Gerhard Schröder.
Im Jahr 2002 verhandelte Ringier mit der Axel Springer AG über eine Fusion. Schröder, der sehr medieninteressiert ist, wollte sich darüber informieren, sodass Ringiers Freund, der Publizist Manfred Bissinger, ein gemeinsames Essen organisierte. Danach folgten weitere Zusammenkünfte des damaligen Kanzlers mit dem politisch interessierten Verleger Ringier. Auch Besuche im Kanzleramt fanden statt, sodass ein besseres Kennenlernen gewährleistet wurde.
Der Verleger Michael Ringier sagte aus, dass „es eigentlich immer irgendwie klar war, dass wir mal was zusammen machen. Und jetzt ist eben der Zeitpunkt dazu gekommen.“ Weiter sagte er: „Schröder ist ohne Zweifel, ob man seine Politik mag, ob man ihn mag, einer der großen Staatsmänner der heutigen Zeit. Und wir sind als Verlag ja auch politisch tätig. Wir sind sehr stark in Ost-Europa, wir sind in China, sind in Vietnam. Wir sind politisch involviert. Und, da bin ich überzeugt, ist Gerhard Schröder ein hervorragender Berater für mich und für die Firma, damit wir uns dort auch richtig bewegen. Und er wird ganz bestimmt auch die eine oder andere Tür öffnen können.“
Seine Aufgabe als Berater in Fragen der internationalen Politik werde er am 1. Januar 2006 aufnehmen. Im fünften Stock des Ringier-Pressehauses in der Dufourstraße 23 in Zürich erhält Schröder sein eigenes Büro.
Nach Angaben des Ringier-Sprechers Marco Castellaneta wird er „ein bis zwei Mal wöchentlich“ in Zürich verbringen, aber auch mit dem Verleger Michael Ringier viel auf Reisen sein, um politische Verbindungen weltweit zu schaffen. Außerdem will man sehr stark von Schröders erworbenem Know-How, seinem Wissen und seinem aufgebauten Beziehungsnetz profitieren. Darüber hinaus gab der Ringier-Sprecher Castellaneta bekannt, dass Schröder weder ein publizistisches Mandat noch ein Aufsichtsratmandat übernehmen werde.
Äußerungen über Gerhard Schröders Honorar wurden nicht gemacht. Lediglich die Aussage „er war als Bundeskanzler ein bescheidener Mann und wird das auch bleiben. Wenn es ihm um Geld gegangen wäre, hätte er sicher einen anderen Job angenommen.“, war Michael Ringier zu entlocken.
Eine Tatsache, die Schröders Entscheidung unter Umständen erleichtert hat, wird sein, dass er ein Buch über sein Leben schreiben und dieses dann natürlich auch durch einfallsreiche Vermarktungstechniken und gut gewählte Promotion verkaufen möchte. So ein angesehener und einflussreicher Verlag wie der Ringier-Verlag es ist, wäre da eine hilfreiche Unterstützung.
Auf seinem weiteren Lebensweg kann man Gerhard Schröder dennoch viel Erfolg und positive Arbeitsresultate bei seiner Beratertätigkeit für den Ringier-Verlag sowie seiner wieder aufgenommenen Arbeit als Rechtsanwalt in Berlin wünschen.
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