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Hautkrebs durch „harmlose“ Muttermale


28.01.2006 (T. Butscher) Kategorie: Gesundheit

Wer kennt sie nicht, die Muttermale, Pigmentflecke oder Leberflecke. Sie können am Körper als große, kleine, dunkle, helle, flache oder aus der Haut hervorstehende Punke auftreten.

In der Medizin nennt man sie Nävuszellnävus (Nävus) oder Pigmentnävus. Dieser entsteht durch normale Pigmentzellen, die sich ansammeln und dadurch eine Fehlbildung hervorrufen, was nicht immer ungefährlich ist.

Babys haben selten ein Muttermal, denn meist entstehen die Nävis erst in der Kindheit. Sie können im Alter zunehmen und größer werden, oder sich verkleinern. Die Anzahl und Art der Muttermale ist bei jedem Menschen verschieden. Sie entstehen in Oberhaut, Lederhaut und auch zwischen den beiden Hautschichten. Man unterscheidet drei Nävusarten:

- Der Junktionsnävus ist braun und wächst im Zwischenraum von Ober- und Lederhaut heran.
- Der Compoundnävus ist behaart und dunkelbraun bis schwarz. Er weist eine Ansammlung von Pigmentzellen auf, die sich im Bindegewebe der Lederhaut bildet.
- Der dermale Nävus hat einen leichten Haarwuchs und durch einen geringen Anteil an
Pigmenten ein sehr helles braun. Er entwickelt sich ziemlich tief in der Lederhaut.

Die Gefahr, die von Muttermalen ausgeht, ist nicht zu unterschätzen, denn sie können zu Hautkrebs führen. Bei auffallenden Veränderungen oder mehr als 40 Muttermalen besteht eine höhere Gefahr. Rat von einem Arzt sollte auf jeden Fall bei Vergrößerungen und sich neu bildenden Malen, also wenn sie dunkler erscheinen und Unebenheiten aufweisen, anfangen zu bluten, jucken, schmerzen, entzünden oder sich anderweitig verändern, eingeholt werden.

Die so genannte ABCD-Regel kann dabei unterstützen und Hilfestellung geben:

A seht für Asymmetrie: Die Form ist nicht symmetrisch.
B steht für Begrenzung: Es gibt Unebenheiten des Randes.
C steht für Farbe (Colour): Die Farbe ändert sich.
D steht für Durchmesser: Eine Muttermalgröße von über 2 mm kontrollieren lassen.

Um Hautkrebs vorzubeugen und rechtzeitig zu erkennen, ist es empfehlenswert:

- zuviel UV-Bestrahlung zu vermeiden, denn das Risiko für Hautkrebs steigt unter starker Sonneneinstrahlung, gerade bei heller Haut, vielen Sommersprossen und Menschen mit rotem oder blondem Haar.
- eine Selbstkontrolle der Hautveränderung in regelmäßigen Abständen (von etwa vier Wochen) durchzuführen.
- einen Hautarztbesuch im Jahr einzuhalten.
- geeignete Sonnenschutzmittel zu verwenden.
- Sonnenbrände zu vermeiden. Gerade bei Kindern und Jugendlichen besteht so eine hohe Gefahr an Hautkrebs zu erkranken.

Zur rechtzeitigen Erkennung von Hautkrebs wird vom Hautarzt eine feingewebliche Untersuchung durchgeführt. Auf diese Weise kann festgestellt werden, ob es sich um Hautkrebs handelt oder nicht.

Eine Vorsorgeuntersuchung ist auf jeden Fall ratsam.



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