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Wer würde sich nicht gern einmal während einer langen Autofahrt entspannt zurück lehnen und die Hände vom Lenkrad nehmen, ohne dabei den Verkehr zu gefährden? Wer würde nicht gerne ins eigene Auto steigen und nur sagen, wohin es gehen soll, und dann von dem Auto selbst an den gewünschten Zielort gefahren zu werden? Was in Filmen wie „I-Robot“ und „Minority-Report“ anschaulich gemacht wurde, könnte in naher Zukunft Standard im Straßenverkehr sein.
Die Weiterentwicklung von Techniken, die das Autofahren sicherer und komfortabler machen, befindet sich auf der Überholspur. ABS (Antiblockiersystem), ASR (Antriebs-Schlupf-Regelung), ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm), Tempomat, Reifendruckkontrollsysteme und Kurvenlicht sind fast schon in jedem neuen Auto Standard.
Derzeit warnen Spurerkennungssysteme, Spurwechselassistenten, Spurhalteassistenten und Abstandsregeltempomaten lediglich durch Kameras und Sensoren bzw. Radarsysteme den Fahrer, damit dieser reagieren kann. Aber durch die nächste Generation der Fahrerassistenzsysteme (im Englischen ADAS genannt) könnte es bis spätestens 2010 möglich sein, Autos in Serie gehen zu lassen, die komplett oder zum größten Teil ohne menschlichen Eingriff fahren.
Augenblicklich testet der Automobilhersteller Honda in England eine Erweiterung der ADAS-Systeme, die so zuverlässig sein sollen, dass ein menschlicher Eingriff nicht mehr nötig ist. Dieses zukünftige Auto bewegt sich dank Radar und Kameras im Straßenverlauf, indem es selbständig die Geschwindigkeit regelt und anhand der Fahrstreifenbegrenzungslinien in der Spur bleibt. Ein vollkommener Auto-Pilot fürs Auto, der durch einen integrierten Computer bedient werden kann. Das heißt, dass der Mensch nur noch sagt, wohin er will. Den Rest erledigt der Computer von allein. Der Mensch kann sich dann anderen Dingen zuwenden als das Lenkrad festzuhalten und die Pedale zu bedienen. Er kann sich seine Zeit im Auto frei gestalten.
Falls dieses Konzept sich durchsetzt, könnten die im Durchschnitt 2 Millionen Verkehrsunfälle pro Jahr allein in Deutschland bald der Vergangenheit angehören. Doch Risiken werden zumindest in den Anfängen bleiben. Denn je mehr Technik in einen Auto steckt, desto anfälliger wird es. Außerdem wird dem Fahrer durch den Autopiloten jegliche Verantwortung genommen und auch wenn diese Systeme „problemlos“ funktionieren, eine hundertprozentige Sicherheit wird es nicht geben können, denn es kommt auf der Autobahn bei Tempo 160 auf jede Sekunde an. Mit Sicherheit kann man sagen, dass es für den heutigen Fahrer ein komisches Gefühl sein wird, die Hände bei voller Fahrt vom Lenkrad zu nehmen.
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