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Auszeichnung für „Darwins Alptraum“


06.03.2006 (E. Engelhardt) Kategorie: Kultur

Bild: www.hoehnepresse.de

„Eine Geschichte über Menschen zwischen dem Norden und dem Süden, über Globalisierung… und über Fische: Darwins Alptraum“, so die Beschreibung des Films auf der offiziellen Homepage. Der preisgekrönte Dokumentarfilm des österreichischen Regisseurs Hubert Sauper dokumentiert die ökologische und wirtschaftliche Katastrophe am ostafrikanischen Viktoriasee durch das Aussetzen des Nilbarsches – einer Süßwasserfischart. In nüchternen Bildern deckt der in Tirol geborene Filmemacher Hubert Sauper politische Zusammenhänge auf.

Die Handlung

In den 60er Jahren kamen Experten auf die Idee, fremde Raubfische namens Nilbarsche in den Viktoriasee in Ostafrika einzusetzen. Nilbarsche sind jedoch normalerweise in diesem See nicht heimisch. Hintergrund dieses Experimentes war die Förderung der regionalen Fischwirtschaft mit Hilfe des sich schnell vermehrenden Speisefischs. Durch diesen Eingriff in die Natur entstanden ungeahnte katastrophale Folgen für die Fauna des Sees. Innerhalb von dreißig Jahren rottete der gefräßige Nilbarsch alle anderen Arten im See aus und wurde selbst zur Grundlage einer regen Exportindustrie.

Der Profit dieser Exportgeschäfte wird für den Ankauf von Waffen ausgegeben. Morgens fliegen Transportflugzeuge mit dem wertvollen Fischfilet nach Europa und kehren am nächsten Tag mit Waffen beladen zurück. Verdient haben am Fisch indessen nur wenige Konzerne. Die Bevölkerung rund um den See blieb zu arm, um sich den Nilbarsch leisten zu können.

Im Februar 2006 wurde „Darwins Alptraum“ in Paris mit dem nationalen Filmpreis Frankreichs, dem „César“, als bester Debütfilm prämiert. Das Rennen um den heiß begehrten „Oscar“ für den besten Dokumentarfilm steht dieses Jahr im Zeichen des Kampfes der Fische gegen die Pinguine. Für die Oscarverleihung 2006 ist der Film Saupers neben „Die Reise der Pinguine“ des Franzosen Luc Jacquet als bester Dokumentarfilm nominiert. Bei uns ist der Film ab dem 17. März 2005 in den Kinos zu sehen.

Weitere Informationen unter: www.arsenalfilm.de



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