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Die Eröffnungsfeier war ein dreistündiges rauschendes Fest, das am 10. Februar 2006 um 20.00 Uhr begann. 6500 Darsteller, die seit September 2005 probten, waren beteiligt. Begonnen hatte sie mit einem riesigen Amboss, der mit einem Hammer geschlagen wurde. Dieser stand für die Industriestadt Turin.
Im Anschluss daran stellten Rollschuhfahrer, Skateboarder und Breakdancer Blut bzw. Blutzellen dar und bildeten zum Abschluss ihrer Zeremonie ein Herz, das durch die Bewegung der Darsteller den Eindruck erweckte tatsächlich zu schlagen. Das Herz sollte die Zuschauer herzlich willkommen heißen.
Im zweiten Teil der sagenhaften Show war das Thema die Folklore. Dabei wurden die sieben Alpenländer überspitzt und sehr klischeehaft gezeigt.
Im Anschluss daran folgte der offizielle Teil der Veranstaltung. Die italienische Flagge wurde ins Stadion gebracht, gehisst und die Nationalhymne gesungen.
Weitere Showeinlagen folgten: Mehrere hundert Menschen bildeten die zwei „X“, um die zwanzigsten Olympischen Winterspiele zu feiern.
Dann wurden die olympischen Ringe, von Akrobaten begleitet, über eine Gerüstkonstruktion im Stadion installiert. Ganz nach der Devise „höher, schneller, weiter“ (citius, altius, fortius), waren diese die größten olympischen Ringe aller Zeiten. Die Athleten marschierten nun unter den Ringen hindurch ins Stadion ein. Damit die Sportler nicht so lange frieren mussten und selbst mehr von den Feierlichkeiten hatten, wurde dieser Teil im Vergleich zu früheren Spielen vorgezogen.
An dieser Stelle wurden Zitate von Dante Alighieri, dem italienischen Dichter und Philosophen, („Göttliche Komödie“) aus einem überdimensionalen Buch vorgetragen, welche die Sportler noch einmal zu gutem Verhalten anhalten sollten.
Nun ging es um italienische Geschichte und Kunstgeschichte. Fahnenschwenker, eine höfische Szene aus dem 17. Jahrhundert, sowie die Nachstellung des Gemäldes „Die Geburt der Venus“ imitierten die Renaissance. Stelzenläufer mit riesigen Reifröcken symbolisierten den Barock.
Im weiteren Verlauf gab es eine Wende zur Moderne. Die Nachbildung einer Skulptur, ein Techno-Ballett und der Zusammenbau eines Formel-1-Rennwagens von Ferrari, der noch eine Runde durch das Stadion drehte, rundeten die kleine Zeitreise ab.
Selbstverständlich durfte eine Rede, die auf den olympischen Frieden verwies, ein Dank an das Organisationskomitee, der Appell nach fairen Spielen an die Sportler und ein paar Klänge aus der Oper „Aida“ nicht fehlen.
Die olympische Flagge wurde diesmal zum ersten Mal in der Geschichte von Frauen in das große Stadion getragen. Giorgio Rocca, Skiläufer, sprach den Olympischen Eid der Sportler, Fabio Bianchetti tat selbes für die Kampfrichter.
Als Symbol für den Frieden stellten Akrobaten eine fliegende Friedenstaube dar, während eine Friedensbotschaft vorgelesen wurde. Der bis dato erste echte musikalische Beitrag war „Imagine“, gesunden von Peter Gabriel.
Doch der Höhepunkt der Eröffnungsfeier stand noch bevor: Die Entzündung des olympischen Feuers durch Stefania Belmondo, Skiläuferin. Auch das olympische Feuer wurde damit zum aller ersten Mal von einer Frau entzündet!
Zum Abschluss sang Luciano Pavarotti eine Arie.
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Bilder: www.torino2006.org(Zum Betrachten der Bilder auf das jeweilige Bild klicken!)
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