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Der Handy Markt 2005


11.06.2005 (C. Elsner) Kategorie: Wirtschaft

Bild: www.nextmobile.at

Wenn man heute einen Blick auf den Handymarkt wirft, wird man schnell merken, dass sich nicht nur das Design der handlichen Telefone immer weiter und rapider verändert, sondern dass auch das Preis-Leistungsverhältnis zusehends von verschiedenen Anbietern wie z. B. O2 extra in Richtung junger Verbraucher gelenkt wird. Das Stichwort hier ist „Dumpingpreis“. Preise also, bei denen man schon für einen Cent die Minute telefonieren kann. Dies führt natürlich auch wieder dazu, dass die teilweise recht neuen und teuren Geräte mit vielen Zusatz-Funktionen reißenden Absatz finden.

Die meisten modernen Geräte wären heute nicht mehr denkbar ohne den integrierten MP3-Player oder die kleine Kamera und ersetzen teilweise schon Spielkonsolen, wie das Modell „N-Gage“ von Nokia.

Natürlich bringt das Voranschreiten der Technologie auch noch andere Dinge mit sich, außer dem oben angeführten Billigtelefonieren: Allerlei Spielereien wie Handylogos und Klingeltöne, die es neuerdings sogar in die Hitparade von Großbritannien schaffen und dort die Spitzenposition erreichen, wie der Klingelton „Crazy Frog“.

Was bei diesen, ebenfalls hauptsächlich an die jugendliche Bevölkerung gerichteten, Produkten gerne unterschlagen wird, ist ganz einfach die Tatsache, dass man bei so genannten „Super Spar Abos“ nicht spart, sondern sehr viel Geld verlieren kann, da bei einem Abonnement immer wieder Kosten verursacht werden bis man es kündigt. Das kündigt schillernde Werbung natürlich nicht an.

Eine kleine Beispielrechnung: Wenn man drei Handylogos im Abo für den Preis von fünf Euro bestellt, sind das bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sehr schnell 60 Euro, die im Geldbeutel fehlen. Dessen sind sich leider aber nicht alle bewusst. Insbesondere Jugendliche nicht, da diese Spots meist den ganzen Tag über auf Viva oder MTV laufen und natürlich mit jeder Menge niedlicher Bildern oder Animationen untermalt sind.

Hier für alle noch mal ein kleiner Auszug aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Klingelton-Providers Jamba, den man durchaus als marktführend bezeichnen kann.

„Die Laufzeit des Abonnements beträgt zunächst einen Monat. Der Abonnementsvertrag und die Laufzeit des Abonnements verlängern sich jeden Monat um jeweils einen weiteren Monat. Der Abonnementsvertrag bleibt wirksam bis er gekündigt wird.“ Eine Kündigung ist zudem nicht unbedingt unkompliziert. Es kann vorkommen, dass Kündigungen per SMS nicht bestätigt werden und man über das Internet oder die Hotline agieren muss. Auch wenn der Telefonanbieter den Rechnungsbetrag für Jamba ausweist, hat dieser auf Vertragsvereinbarungen zwischen dem Kunden und Jamba keinen Einfluss.

Bleibt natürlich die Frage offen, wie viele Leute bei einem Werbespot das „Kleingedruckte“ bei den Telefon- und Abo-Anbietern lesen - bzw. es in einem 30-Sekunden-Spot lesen können - und ob das Billigtelefonieren dann auch wirklich etwas bringt.



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