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Die Anzeige auf der Tanksäule steigt ins Unendliche, aber trotz Kontrolle ist kein Leck im Tankschlauch zu erkennen. Der Benzinverbrauch ist in Deutschland aufgrund mehr und mehr Benzin sparender Automobile durchschnittlich gesunken - die Benzinpreise sind dagegen überproportional gestiegen. Während der Preis für einen Liter Normalbenzin 1999 noch bei ca. 78 Cent lag, steht er heute - im Jahre 2006 - bei über 1,30 Euro.
In der Praxis heißt das, dass der durchschnittliche Autofahrer, der im Monat 1.000 km mit dem Auto zurücklegt und auf diesem Wege ca. 88 Liter Benzin verbraucht, heutzutage 102 Euro für Normalbenzin investieren muss, während er vor sieben Jahren noch 40 Euro weniger einplanen musste.
Zum einen haben wir diese Preissteigerung der seit 1999 eingeführten Ökosteuer zu verdanken, die knapp 15 % des heutigen Benzinpreises ausmacht; Zum anderen sind die gestiegenen Rohölpreise für den hohen Benzinpreis verantwortlich. Der Preis für Rohöl hat sich in der Zeit von Januar 1999 bis August 2005 insgesamt versiebenfacht. Ursachen dafür lagen kurzfristig im Irakkrieg und den demzufolge zunehmenden Anschlägen dort (Veränderungen oder Spekulationen auf Veränderungen des Ölangebots trieben den Ölpreis in die Höhe), in den Verwüstungen im Golf von Mexiko, die Hurrikan Katrina mit sich brachte, sowie in Aufkäufen der USA auf dem europäischen Treibstoffmarkt.
Langfristig sind die Preissteigerungen von Rohöl auf die zunehmende Verknappung der Ölvorräte und die Abhängigkeit der Industriestaaten von Erdöl als Energiequelle zurückzuführen.
Als Resultat versuchen wir natürlich, den Benzinverbrauch zu drosseln. Neben dem Kauf eines neuen Benzin sparenden Autos, dem Umstieg auf Biogas oder dem Wechsel auf öffentliche Verkehrsmittel, gibt es einfache Tipps, die Ihr Sparschwein zum Lachen bringen werden.
Schon 3,5 Liter Benzin kann ein vorausschauender Fahrer einsparen, der möglichst schnell in die höheren Gänge schaltet und ein häufiges Beschleunigen und ständiges Abbremsen vermeidet. Beim Anfahren ist es ratsam, mit Dreiviertel-Gas und nicht mit Vollgas anzufahren.
Auch wenn es im Winter bequem ist, den Motor vor Fahrtantritt warm laufen zu lassen, sodass die Heizung beim Einsteigen schon die Minusgrade vertrieben hat, sollte man diesen Benzin fressenden Akt doch lieber ausklammern.
Unnötige Mitfahrer auf dem Dach, wie eine Skibox, Fahrräder oder der reine Dachgepäckträger selbst, kurbeln den Benzinverbrauch zusätzlich an. Eine Skibox frisst auf 100 Kilometer rund 1,5 Liter extra, Fahrräder schon 2 - 4 Liter.
Unbedingt sollte man unnötigen Ballast auch aus dem Innenraum des Fahrzeugs entfernen. Die Winterreifen sollten nicht den ganzen Sommer im Kofferraum gelagert werden; auch die schwere Golfausrüstung kann Sie als unnötige Fracht zusätzlich Benzin kosten.
Ab einer Stillstandzeit des Autos von 20 Sekunden (wenn der Motor schon warm ist ab 10 Sekunden) empfiehlt es sich, den Motor, beispielsweise an Bahnübergängen oder im Stau, abzustellen. Der zusätzliche Energieverbrauch für Batterie und Anlasser sei „vernachlässigbar gering“, so der ADAC.
Eine weitere Ursache für unnützen Benzinverbrauch stellt der falsche Reifendruck dar. Ein zu niedriger Reifendruck schadet nicht nur den Reifen, sondern kostet Sie überflüssigen Sprit.
Achten Sie überdies auf Ihre fahrzeuginternen Stromfresser. Die Hi-Fi-Anlage, die Sitzheizung, die Heckscheibenheizung, das Abblendlicht, die Nebelscheinwerfer und vor allem die Klimaanlage und die Standheizung kosten durch ihren erhöhten Stromverbrauch vermehrt Benzin.
Laut ADAC lassen sich mit solch simplen Tricks bis zu 25 % Benzin einsparen. Haben Sie bereits Erfahrungen mit diesen Tricks gemacht oder kennen Sie weitere Möglichkeiten, um den Benzinverbrauch zu verringern? Lassen Sie es uns wissen und erzählen Sie uns davon im Life-Go-Forum!
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