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Es ist in so einer Nacht der meist gesagte und auch der spannendste Satz. Die Rede ist von der Oscar-Nacht.
Die Oscarverleihung 2006 fand dieses Jahr am 05. März 2006 im Kodak Theatre in Los Angeles statt - es war die Verleihung des 78th „Annual Academy Awards“. Im deutschen Fernsehen konnte man die schönen und die etwas weniger schönen Stars in ihrer gelungenen oder misslungenen Abendgarderobe ab 1 Uhr morgens (auf Pro7) auf dem roten Teppich verfolgen.
Die Show moderierte Jon Stewart, einem Late-Night-Talker, der, weil er zu spät kam, das Publikum zu Anfang ein wenig warten ließ.
Bei den Gewinnern gab es bis kurz vor Schluss keine großen Überraschungen. Den ersten Preis nahm George Clooney als bester Nebendarsteller entgegen - überreicht von Nicole Kidman. „Tsotsi“ als bester fremdsprachiger Film, Rachel Weisz, Philip Seymour Hoffman, Reese Witherspoon, Ang Lee… auch in den übrigen Kategorien lief alles wie erwartet.
Bei den überwiegend kurzen Dankesreden, gemäß den Vorgaben, gab es ebenfalls keine großen Ausreißer. Nick Park und Steve Box nahmen ihren Oscar für den besten Animationsfilm im Partnerlook mit überdimensionalen Fliegen entgegen und die Macher von „Die Reise der Pinguine“ (bester Dokumentarfilm) traten mit Stoffpinguinen auf.
Ganz am Ende folgte dann allerdings doch noch eine große Überraschung: Als bester Film wurde nicht der Favorit „Brokeback Mountain“, sondern „L. A. Crash“ ausgezeichnet. Obwohl nach der Bekanntgabe der Nominierungen am 31. Januar 2006 durch Sid Ganis, dem Präsidenten der Academy und der Schauspielerin Mira Sorvino, Ang Lees Drama „Brokeback Mountain“ mit acht Nominierungen als der große Favorit für die 78. Oscar-Verleihung galt.
In den Darstellerkategorien konnten sich mit Philip Seymour Hoffman („Capote“), Reese Witherspoon („Walk the Line“), George Clooney („Syriana“) und Rachel Weisz („Der ewige Gärtner“) genau die Schauspieler durchsetzen, die bereits im Vorfeld als Favoriten gehandelt worden waren und bei anderen wichtigen Filmpreisen, wie dem Golden Globe oder BAFTA-Award, ebenfalls triumphiert hatten.
Verlierer des Abends waren George Clooneys hoch gelobtes Politdrama „Good Night, and Good Luck“ und Steven Spielbergs kontroverse Produktion „München“, die sich trotz sechs fünf Nominierungen (darunter in den Kategorien Bester Film und Regie) nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen konnten.
Marc Rothemunds vielfach preisgekröntes Drama „Sophie Scholl - Die letzten Tage“ musste sich, als beste Auslandsproduktion nominiert, dem südafrikanischen Drama „Tsotsi“ geschlagen geben. Für Südafrika war es der erste Sieg in dieser Kategorie.
Zwischendurch gab es natürlich auch Musik wie z. B. Live-Perfomances von Dolly Parton, Kathlee „Bird“ York, Three 6 Mafia und Itzhak Perlman.
Um 5.25 Uhr verabschiedete sich Jon Stewart von den Gästen. Die Live-Übertragung war vorbei. Übrig bleibt: Ein Jahr warten bis es wieder heißt „And the Oscar goes to…“.
Hier ein Überblick der Gewinner:
Film: „L. A. Crash“
Fremdsprachiger Film: „Tsotsi“
Kurzfilm (Animiert): „The Moon And The Son: An Imagined Conversation“
Kurzfilm (Live Action): „Six Shooter“
Dokumentarfilm (Langform): „Die Reise der Pinguine“
Dokumentarfilm (Kurzfilm): „A Note of Triumph: The Note Age Of Norman Corwin“
Animationsfilm: „Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“
Regie: Ang Lee - „Brokeback Mountain“
Adaptiertes Drehbuch: „Brokeback Mountain“
Original-Drehbuch: „L.A. Crash“
Hauptdarsteller: Phillip Seymour Hoffman - „Capote“
Hauptdarstellerin: Reese Witherspoon - „Walk The Line“
Nebendasteller: George Clooney - „Syriana“
Nebendarstellerin: Rachel Weisz - „Der ewige Gärtner“
Kamera: „Die Geisha“
Schnitt: „L.A. Crash“
Visuelle Effekte: „King Kong“
Ausstattung: „Die Geisha “
Kostüm-Design: „Die Geisha“
Make Up: „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“
Filmmusik (Original Score): Gustavo Santaolalla - „Brokeback Mountain“
Filmsong (Original Song): „It’s Hard Out Here For A Pimp” - Hustle & Flow“
Tonschnitt: „King Kong“
Tonmischung: „King Kong “
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