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Tonangebender Kreditkartenschutz
25.04.2006 (E. Engelhardt)
Kategorie: Technik
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Hologramme und Funkchips, Metallstreifen oder leuchtende Nanopartikel: Mit vielen oft kostspieligen Zusätzen sollen Dokumente und Kreditkarten-Betrügern das Handwerk legen. Gerade zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 warnen Experten vor einem Anstieg des Kreditkartenschwindels.
Nun haben Forscher des Unternehmens Philips ein System entwickelt, welches durch ein akustisches Wasserzeichen Kreditkarten in Zukunft fälschungssicher machen soll. In ihrem Inneren zeigen die Karten ein spezielles Muster aus Verunreinigungen auf. Beim Durchtritt durch die Karte verzerren diese Verunreinigungen ein akustisches Signal in charakteristischer Weise. Beim Vergleichen des Tones, kann festgestellt werden, ob eine gefälschte Kreditkarte vorliegt, denn der veränderte Ton stimmt nicht mit dem gespeicherten Referenzsignal überein. Die Karte wird nur als echt erkannt, wenn beide Signale genau übereinstimmen.
Zur Herstellung der fälschungssicheren Kreditkarten verwendeten die Forscher ein Polymer, in das sie ein sorgfältig ausgewähltes Muster aus Unreinheiten einarbeiteten. Beim Einlegen der Karte in ein Lesegerät passiert folgendes: Ein akustisches Signal wird durch einen Minilautsprecher auf eine Seite der Karte gerichtet. Auf der anderen Seite wird durch ein winziges Mikrophon das durch Verunreinigungen verzerrte Signal registriert.
Nach Ansicht der Erfinder haben diese akustischen Eigenschaften mehrere Vorteile gegenüber einem herkömmlichen optischen System. Zum einen ist es billiger und verlässlicher, da das Ablesen auch bei Verschmutzungen auf der Kartenoberfläche funktioniert. Des Weiteren ist es für Fälscher schwierig, das spezifische Muster an Verunreinigungen im Inneren der Kreditkarte zu ermitteln. Somit steht der Kopierschutz im Vordergrund. Weiterhin besteht die Möglichkeit, das System noch sicherer zu fertigen, wenn mehrere Lautsprecher und Mikrophone an verschiedenen Stellen der Karte das akustische Wasserzeichen überprüfen.
Sollte sich dieses System etablieren, müssten Banken und der Handel alle Geldautomaten und Lesegeräte umstellen und somit zur Einführung mit Kosten rechnen.
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