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Kurzbericht. Ultimatum abgelaufen - Iran bleibt stur
29.04.2006 (K. Lang)
Kategorie: Welt
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Gestern war der letzte Tag des von der UNO für 28. April angesetzten Ultimatums an den Iran. Bis spätestens gestern sollte IAEA-Direktor Mohammed El Baradei den Vereinten Nationen einen Bericht über die weitere Vorgehensweise des Irans bezüglich der kürzlich geglückten Anreicherung von Uran vorlegen. Doch der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ließ bereits vor wenigen Tagen anklingen, dass er seine Atompolitik beibehalten wolle und weiter an der Anreicherung von Uran arbeiten werde.
Bei der vorgestrigen Zusammenkunft des UN-Sicherheitsrates wurde über mögliche Sanktionen für den Iran diskutiert. Ergebnisse wurden aber nicht bekannt gegeben und so ist noch immer unklar, welche Folgen die Herausforderung des Irans haben wird.
US-Präsident Bush äußerte sich bereits zu dem Fall und betonte, er hoffe auf eine friedliche und diplomatische Lösung. Russlands Außenminister Sergej Lawrow beharrte auf ein konsequentes Vorgehen der IAEA und auf Sanktionierung der Missachtung der UN-Frist.
Trotzdem: Kriegsgefahr besteht nach Angabe von Experten nicht. Bis der Iran technisch in der Lage sein werde, für Atombomben benötigtes, um 90 % angereichertes Uran zu produzieren, vergehen mindestens noch drei Jahre, heißt es.
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