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Endlich ist es soweit: Europa hat seine gemeinsame Internet-Endung, die eu-Domains, der Öffentlichkeit freigegeben. Am Freitag, dem 7. April um 11 Uhr MEZ startete die so genannte Landrush-Phase, die Phase der Echtzeitregistrierung, in der sich jeder Bürger mit Wohnsitz in der Europäischen Union eine eu-Domain sichern konnte. Die zuständige Organisation, die Domainregistrierungsstelle Eurid in Brüssel, vergab die Domains nach dem Prinzip „First comes - first serves“, das heißt die Anmeldungen für bestimmte Domains wurden und werden immer noch in der Reihenfolge des Eingangs erfasst.
Dem Spektakel vorausgegangen waren die zwei Sunrise-Phasen. Mit der Sunrise-Phase I gingen die eu-Domains am 7. Dezember 2005 an den Start und boten in einem Zeitraum von zwei Monaten den Inhabern spezieller Rechte die Möglichkeit, sich eine bestimmte eu-Domain zu sichern. Zu diesen speziellen Rechten zählten geographische Bezeichnungen, vollständige Namen von öffentlichen Einrichtungen, nationale Marken oder Word-Bild-Marken mit gewichtigem, unterscheidungskräftigem Wortbestandteil, sowie internationale Marken mit Gültigkeit in mindestens einem EU-Land oder eine EU-Marke.
Nach zwei Monaten begann dann am 7. Februar 2006 die ebenso zwei Monate andauernde Sunrise-Phase II, die zusätzlich Inhabern weiterer Rechte vorbehalten war. Nun durften sich auch Firmennamen, Handelsnamen und Geschäftsbeziehungen sowie Werktitel aus den Bereichen der Kunst und der Literatur registrieren. Ferner konnten sich jetzt nicht registrierte Markennamen und andere Namen wie beispielsweise Nachnamen erfassen lassen.
Mit Beginn der Landrush-Phase am 7. April 2006 startete der Ansturm der Privatbürger auf die begehrte Endung der neuen europäischen Top-Level-Domain wie erwartet mit gigantischer Beteiligung. Bereits vier Stunden nach der Eröffnung der Echtzeitregistrierung verzeichnete www.Eurid.com eine Anzahl von 700.000 registrierten Nutzern.
Der Großteil der Domains wurde in den ersten Stunden von britischen Nutzern erworben, an zweiter Stelle lagen die Deutschen, dicht gefolgt von den Niederländern. Die Namen der ersten registrierten Domains sind „buchung.eu“, „dekoration.eu“, „exhibitionist.eu“, „tankstellen.eu“ und „eurorechner.eu“.
Auch die Domainhandelsbörse Sedo hat sich inzwischen rund 1.000 eu-Domains zu eigen gemacht, um diese später zu verkaufen. Fünfstellige Gebote für begehrte Domains sind schon zu beobachten.
Wie viel würden Sie für Ihre Lieblingsdomain ausgeben? Oder haben Sie gar schon eine erworben? Lassen Sie es uns wissen und erzählen uns davon im Life-Go-Forum.
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