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Gewalt an Schulen gab es schon immer und es wird sie auch in Zukunft geben. In der Vergangenheit war jedoch zu beobachten, dass die Gewaltbereitschaft an Schulen stetig größer wurde und es immer mehr Übergriffe auf Schüler oder Lehrer gab. Dabei wurde festgestellt, dass die Gewaltbereitschaft teilweise auch von Migrantenkindern ausgeht.
Neuestes Beispiel dafür ist die Rütli-Hauptschule in Berlin-Neukölln, wo vor allem Kinder aus Migrantenfamilien unterrichtet werden. Die Terrorisierung der Lehrer- und Schülerschaft war lange Zeit Alltag an der Schule und erst nach dem Hilferuf der Schulleitung wurde reagiert. Durch diesen Hilferuf ist eine Debatte über eine Deutschpflicht an Schulen ins Rollen gekommen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht in besseren Deutschkenntnissen einen Lösungsansatz für Integrationsprobleme von Migrantenkindern. In Berlin sagte sie, dass dafür Sorge getragen werden müsse, dass Kinder in der Lage seien, ihre Lehrer „überhaupt mit den Worten zu verstehen“.
Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach äußerte sich gegenüber der „Bild“-Zeitung folgendermaßen: „Wir brauchen die Möglichkeit, ausländische Mehrfachstraftäter schneller abzuschieben.“ Auch Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) forderte ein härteres Vorgehen gegen jugendliche Gewalttäter. „Das Ausländerrecht und das Strafrecht müssen konsequent angewendet werden.“, so formulierte es Beckstein der „Saarbrücker Zeitung“ gegenüber.
Ein hartes Durchgreifen in Sachen Gewalt an Schulen forderte auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU). Der „Bild“-Zeitung sagte er, dass es „keine Toleranz oder Resignation“ geben darf. „Jugendliche spiegeln letztlich nur eine Gesellschaft wider, die es versäumt, klare Grenzen zu ziehen, die wichtige Normen nicht entschieden vorlebt und durchsetzt.“, so Schäuble.
Bundeskanzlerin Merkel kritisierte indes den rot-roten Senat. Die SPD/PDS-Regierung unter dem regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) habe falsche Akzente in der Bildungspolitik gesetzt. Als Indiz dafür würden die Gewaltprobleme dienen. Der Vorwurf wurde auch von dem brandenburgischen Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) bekräftigt. „Schon in den 90er Jahren klagten Eltern in Kreuzberg, sie könnten ihre Kinder nicht mehr auf die Straße schicken“, so kommentierte es der frühere Berliner Innensenator in einem Interview mit der „Berliner Morgenpost“.
Wo sich Schüler aus Migrantenfamilien in ihrer Muttersprache zurückziehen, seien Lehrer und andere Schüler von der Kommunikation ausgeschlossen. „Dies führt zu erhöhter Aggression und Gewaltbereitschaft. Das ist Fakt an dieser Schule“, so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Maria Böhmer (CDU). Aus diesem Grund erneuerte sie ihre Forderung nach besseren Deutschkenntnissen.
In der „Berliner Zeitung“ sagte Claudia Roth (Die Grünen), dass sie gezielte Maßnahmen zur Förderung der Sprache und der sozialen Kompetenz fordert.
Das Problem, das an der Rütli-Schule für Aufruhr gesorgt hat, herrscht aber auch an anderen Schulen. Lehrerautoritäten werden untergraben und häufig haben die Schüler ihre „Machtstellung“ den Lehrern gegenüber demonstriert.
Fest steht, dass nicht nur durch das Verhängen härterer Sanktionen gegen solche „Unruhestifter“ Frieden geschafft werden kann. Auch auf der psychologischen Ebene muss man sich mit den Schülern auseinandersetzen. Die Ursachen müssen diskutiert und alternativ gelöst werden.
Schon in naher Zukunft soll ein Gesetz verabschiedet werden, welches die Pflicht für Immigranten regelt, bei der Einbürgerung der deutschen Sprache so mächtig zu sein, dass sie das „Notwendigste“ verstehen. Für die Migrantenkinder würde das bedeuten, dass ihr Sprachniveau in etwa dem ihrer deutschen Altersgenossen entsprechen müsste.
Bisher wurde die Einwanderung ohne Nachweis bestimmter Fähigkeiten und Kenntnisse bewilligt. Wie gut oder schlecht die Immigranten die deutsche Sprache beherrschten (oder auch nicht) spielte bis dato keine große Rolle. Während für eine Einwanderung nach Frankreich beispielsweise gute Französischkenntnisse vorzuweisen sind, stand Deutschland für alle offen. Bei diesen günstigen Einwanderungsbedingungen ist es nicht verwunderlich, dass die Immigrantenquote stetig ansteigt.
Mit Hilfe von Einbürgerungstests soll potenziellen Immigranten die Einwanderung nach Deutschland erschwert werden. Das Ganze geschieht mit dem Hintergrund, dass sich auch die Migranten an die deutsche Kultur- und Lebensweise anpassen und diese akzeptieren sollen.
Einbürgerungstests sollen kommen, doch was ist mit den bereits in Deutschland lebenden Migranten, die unsere Sprache nur teilweise verstehen? Für Migrantenkinder sowie deren Eltern könnten spezielle Schulungen oder Lernkurse von Nutzen sein. Beherrschen sie die deutsche Sprache, fällt ihnen die Kontaktaufnahme und Verständigung mit den Deutschen leichter, da das Problem der Misskommunikation entfällt. Auch Konflikte könnten so verbal, statt mit Gewalt ausgetragen werden.
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