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Das diesjährige Straßenfest für Schwule und Lesben, das unter dem Motto „Zivilehe für Homosexuelle sofort! Nicht mehr und nicht weniger!“ stand, lockte mehr als zwei Millionen Menschen auf die Straßen Sao Paulos.
Rund 700.000 Touristen allein aus dem In- und Ausland tanzten friedlich bis spät in die Nacht hinein. Der brasilianischen Polizei zufolge gab es, bis auf das Verkehrschaos in der gesamten Stadt, keine nennenswerten Zwischenfälle zu melden.
Es war bereits die neunte „Gay-Pride-Parade“ in Sao Paulo. Die Veranstaltung scheint sich zu einem festen und bedeutsamen Bestandteil der Stadt entwickelt zu haben. Auch in diesem Jahr nahmen wichtige brasilianische Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Unterhaltung teil, wie etwa Sao Paulos Bürgermeister José Serra, der betonte „Sao Paulo sei eine Stadt, die nicht diskriminiere“.
Brasiliens Großstadt verwandelte sich an diesem Tag in ein großes Farbenmeer mit verkleideten Menschen, vielen Regenbogenfahnen und unzähligen Luftballons. Natürlich wurden, wie sollte es auch anders sein, die Hüften zu Sambaklängen geschwungen.
Um all dies möglich zu machen, gaben das Gesundheitsministerium und die Stadt Sao Paulo finanzielle Unterstützung. Ob das Motto der Parade in Zukunft Anklang in der Politik finden wird, bleibt offen. Der Entwurf wird im Parlament seit über zehn Jahren diskutiert.
Im Juni sollen im Rahmen des „Gay-Pride-Monats“ in Sao Paulo weitere Feste, Seminare, Ausstellungen, Filmvorführungen und Debatten stattfinden. Zudem klären Organisatoren über sexuell übertragbare Krankheiten auf.
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