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Nur wenige Künstler können auf ein dermaßen erfolgreiches und vielschichtiges Lebenswerk zurückblicken wie Prince. Weit über 20 außerordentliche Alben nahm er bisher auf und war zugleich ständig auf Tour. Für diverse Künstler produzierte er die Alben oder schrieb Hitsingles für sie. Gerne provoziert er mit seinen Texten und Outfits. Darüber hinaus experimentierte er freudig mit jedem seiner Alben. Immer ging es ihm darum, neue Sounds, neue Stilmittel und Genres zu durchleben - mit Erfolg. Kaum ein anderer Künstler kann so gut völlig unterschiedliche Stile zu einem unverkennbaren Ganzen vereinen.
Was bisher geschah...
Prince Roger Nelson, benannt nach der Jazzband seines Vaters „Prince Roger Trio“, wurde am 7. Juni 1958 in Minneapolis geboren. Bereits mit 17 Jahren boten ihm zwei Studios Verträge an. Sie hörten ein Demotape, auf dem Prince neben den Keyboards, Bass und Schlagzeug auch Gitarre spielte und dazu noch sang. Sein erstes Album „For You“ jedoch, das von Warner Bros. mit 100.000 Dollar unter Vertrag genommen wurde, erhielt keine große Zustimmung. Erst das Album „1999“ erregte großes Aufsehen und brachte 1977 endlich den Erfolg. Aufgrund der unmissverständlichen Texte und seinem zweigeschlechtlichen Aussehen stieg Prince in den Popstar-Himmel auf.
Die Singles „1999“, „Little Red Corvette“ und „Delirious“ wurden 1982 mehrmals täglich auf jedem Sender gespielt und rotierten zusätzlich auf den Plattenspielern des frisch gegründeten Musiksenders „MTV“. Das Soulfunk-Album hält sich 3 Jahre in den Billboard-Charts. Damit schwappt der Erfolg des „kleinen großen“ Rythm-Pop-King auch auf den Rest der Welt über. Die folgenden Jahre verkaufte er mehr als 100 Millionen Tonträger, erhält einige Grammies sowie einen Oscar für den Soundtrack zum Film „Purple Rain“.
1992 erhielt Prince von seiner damaligen Plattenfirma Warner Bros. einen neuen Plattenvertrag, der ihm für 6 Alben 100 Million Dollar garantierte. Dies war bis dahin der höchstdotierte Plattenvertrag der Popgeschichte. Kurz darauf ändert der Star aus Minneapolis, ohne Absprache mit der Plattenfirma, seinen Namen in das sogenannte „Love-Symbol“. An der Stelle seines bekannten Künstlernamens gab er nur noch dieses unaussprechliche und daher im Radio äußerst schlecht zu kommunizierende Symbol an.
Aufgrund der Namensänderung entstand ein jahrelanger Streit mit dem Plattenlabel, in dessen Verlauf Prince bzw. Symbol ab 1995 zur Erfüllung seines Vertrages schließlich die Alben „Hits 1“, „Hits 2“, „B-Sides“, „Chaos and Disorder“ sowie das legendäre „Black Album“ veröffentlichte. Zu dieser Zeit wurde über Prince vorwiegend als „The Artist formerly known as Prince - kurz TAFKAP“ - und auch vereinzelt als „Symbol“ berichtet.
Als er die Vertragsbedingungen erfüllt hatte, gründete er 1996 sein eigenes Label „NPG“. Auf diesem veröffentlichte er im Oktober 2001 sein Album „The Rainbow Children“ und entfachte damit neue Aufregung. Auf diesem Album verkündete Prince, dass er zu den Zeugen Jehovas beigetreten sei. Statt Funk- und Fusion-Grooves verkündete ein Chor auf diesem Album den neuen Glauben. Des Weiteren waren die Songs die ersten 3 Tage nur für Premiumkunden über die Internetseite gegen Angabe der Kreditkartennummer zu beziehen. Erst nach den 3 Tagen durften auch die „normalen Kunden“ reinhören, jedoch in schlechterer Qualität. Einen Monat später kam das Album dann in die Musik-Geschäfte.
Für seine langjährige Karriere wurde Prince 2003 mit dem Einzug in die „Rock an Roll Hall of Fame“ belohnt. Mit dem selbst produzierten Album „Musicology“ etablierte er sich ein Jahr später wieder in den Charts. Die Platte staubte zwei Grammies ab und erhielt mehrfach Platin.
2005 unterschrieb Prince bei der Plattenfirma Universal Motown für ein Album. Universal verwaltete fortan seinen kompletten Album-Backkatalog, sozusagen das gesamte Werk des Künstlers. Im selben Jahr erhielt er erneut eine Grammy-Nominierung in der Kategorie: „Best Male Pop Vocal Performance“.
Prince - 3121
Am 24. März 2006 wurde das Album „3121“ veröffentlicht. Der kryptische Titel bezieht sich angeblich auf eine Hausnummer, die Prince im Vorbeifahren erspähte und toll fand. Mit „3121“ greift Prince mit dem Sound auf die Achtziger Jahre zurück. Stilistisch streift er dabei sein eigenes Schaffen, lässt die E-Gitarren aber meistens außen vor und verlagert die Songs dafür mehr in Richtung Funk und R&B. Die Genialität des Albums „Diamonds and Pearls“-Albums beispielsweise kann er hier nicht einfangen. Trotz allem zeigt die Platte musikalischen Biss und rhythmische Bässe.
Bisher wurde als Single von diesem Album der Schmuse- und heißblütige Liebessong „Te Amo Corazón“ veröffentlicht. Für das Video zum Song verbündete sich Prince mit Salma Hayek. Die Schauspielerin stand bei diesem Clip, in Mararakesch (Marokko), hinter der Kamera und führte Regie.
Bereits kurz nach der Veröffentlichung stieg das Album auf Platz 1 der „Billboard European Top 100 Album Charts“ auf. Zuletzt hatte Prince im Jahr 1989 mit dem „Batman-Soundtrack“ die Spitze der Charts belegt. Wer den 47-Jährigen live erleben möchte, hat die Möglichkeit, sich unter www.3121.cd zu registrieren und nimmt damit an der Verlosung von zwei mal zwei Karten für ein Konzert in Europa auf der kommenden Welttournee teil.
Wohl kaum ein Musiker polarisiert so sehr wie dieser Mann, der auch schon so viele Kollegen mit seinem eigenwilligen Sound inspirierte.
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