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Von Köln nach Paris in 190 Minuten
04.05.2006 (I. Switil)
Kategorie: Europa
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Das ist der Plan der Deutschen Bahn (DB), des französischen Bahnunternehmens Société Nationale des Chemins de fer Français (SNCF) und der belgischen Société Nationale des Chemins de fer Belges (SNCB). Durch den Ausbau der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris nach Köln soll es in Zukunft 40 Minuten Zeitersparnis geben. Nächstes Jahr sollen die Bauarbeiten fertig gestellt sein.
Die befahrene Strecke ist Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN). In Planung ist eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris über Brüssel, Lüttich, Köln und Amsterdam nach London. Ein Teil der Strecke ist der 700 m lange Tunnel zwischen Aachen und der belgischen Grenze. Das 3,2 km lange Teilstück, in welches der Tunnel integriert ist, hatte bisher eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h. Durch den Ausbau, der bereits Ende 2004 begonnen hat, soll die Strecke schneller befahren werden können.
Auf der Strecke fährt der französische Hochgeschwindigkeitszug Thalys, welcher von Thalys International betrieben wird. Der Thalys ist „mehrsystemfähig“. Da in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Stromspeise existiert, wurden zwei unterschiedliche Typen von Zügen entwickelt. Folglich gibt es zwei Varianten der Thalys-Züge: zum einen den PBA (Paris-Brüssel-Amsterdam) und zum anderen den PBKA (Paris-Brüssel-Köln-Amsterdam). Von Letzterer sind 17 Züge vorhanden, wobei zwei davon Eigentum der Deutschen Bahn sind.
Das Unternehmen gehört zu 70 % der französischen Staatsbahn SNCF. Die restlichen 30 % sind Eigentum der belgischen Staatsbahn SNCB. Partner von Thalys International sind die Tochtergesellschaft der niederländischen Eisenbahn Thalys Nederland und die Deutsche Bahn. Im Zuge der Fertigstellung des Bauvorhabens soll die Deutsche Bahn als Teilhaber einsteigen. Die Gespräche darüber wurden auch von SNCF und SNCB bestätigt. Eine Vertragsunterzeichnung soll es laut den Medien bereits im Mai geben.
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