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Toyotas „Prius“ - Einparken leicht gemacht


07.05.2006 (O. Hoffmann) Kategorie: Technik

Bild: www.auto-motor.at

Rückwärts einparken: Das ist immer noch ein Alptraum für viele Autofahrer. Wie schön wäre es, einfach eine Parklücke ausfindig zu machen und den Rest dem Auto zu überlassen? Das ist Science-Fiction? Nein, denn der neue „Prius“ von Toyota aus dem Modelljahr / Baujahr 2006 kann das. Als erstes Fahrzeug auf dem europäischen Markt ist der „Prius“ mit der vollautomatischen Einparkhilfe „Intelligent Park Assist“ - kurz IPA - ausgestattet und in Serie gegangen. Der Listenpreis des „Prius“ beträgt je nach Ausstattung zwischen 24.000 und 30.000 Euro.

Hier die offizielle Funktionsbeschreibung von Toyota:

„Wie funktioniert nun der intelligente Parkassistent aus Sicht des Fahrers? Zunächst fährt dieser an die Parklücke heran, legt den Rückwärtsgang ein und aktiviert den IPA mittels Tastendruck. Auf dem Bildschirm wählt der Fahrer nun das Programm für die jeweilige Parksituation - Einparken parallel oder quer zur Fahrbahn - aus und gibt dem Rechner vor, ob sich die Parklücke rechts oder links vom Auto befindet. Danach erscheinen auf dem Bildschirm Führungspfeile. Sie werden über das von der Kamera übertragene reale Bild gelegt.

Durch das Berühren der Pfeile verschiebt der Fahrer einen Rahmen, der die Verkehrsfläche des Fahrzeugs darstellt und bestimmt so seine Ziel-Parkposition. Das IPA-Steuergerät berechnet nun die erforderlichen Einlenkpunkte und Lenkwinkel und steuert den Prius nach Bestätigung dieses Wunschparkplatzes durch den Fahrer wie von Geisterhand gesteuert in die Lücke.

Der Fahrer muss dabei nur das Bremspedal bedienen und den Einparkvorgang mitverfolgen, um auf eventuelle Eingabefehler reagieren zu können.“


Doch funktioniert dieses System wirklich so einfach und so genau wie es Toyota angibt? Jein, denn der „Intelligent Park Assist“ hat auch einige Einschränkungen und erfordert viel Übung. Ist man zum Beispiel zu weit von der Parklücke entfernt oder ist der Einparkwinkel zu kompliziert, verlangt die Einstellung der Parkposition über die Pfeile eine lange Zeit, die im Stadtverkehr schnell in ein Hupkonzert ausarten kann.

Außerdem benötigt das System eine optisch erkennbare Fahrbahnbegrenzung. Das System akzeptiert nur Parklücken, in die das Auto in einem Zug hineinfahren kann und funktioniert nur beim Rückwärtseinparken, da sich die Sensoren nur am Heck befinden. Die ausgewählte Parklücke muss groß genug sein. Darüber hinaus muss der Fahrer die Umgebung rund um das Fahrzeug genau beobachten, denn das System erkennt keine plötzlich auftretenden Hindernisse. Der Einparkvorgang kann aber mit einem Griff zum Lenkrad jederzeit abgebrochen werden. Toyota musste diese

Alles in Allem ist der intelligente, vollautomatische Parkhelfer im Toyota „Prius“ trotz seiner kleiner Schwächen und einer gewissen Eingewöhnungs- und Übungszeit empfehlenswert. Allein schon die Tatsache, dass der „Prius“ das erste Serienfahrzeug mit Benzin/Elektro-Hybridantrieb ist und sich durch diese Kombination ein um etwa 30 % geringerer Benzinverbrauch gegenüber anderen Fahrzeugen seiner Klasse ergibt, macht ihn besonders für Benzinsparfüchse und technikbegeisterte Menschen attraktiv.

Doch auch die Konkurrenz schläft nicht. So hat bereits Siemens VDO Automotive AG ein vergleichbares System („Park Mate“) im Angebot, welches jedoch noch kein Automobilhersteller im Lieferprogramm hat. Wir dürfen also gespannt bleiben, was sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren noch alles einfallen lassen wird, um uns das Fahren und Parken so entspannt wie möglich zu gestalten.



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