|
|
Die Supernanny - Fluch oder Segen?
20.04.2005 (S. Lepper)
Kategorie: Kultur
|
|
Seitdem am 19.09.2004 auf RTL die erste Sendung der „Supernanny“ über unsere Bildschirme lief, streiten sich die Gemüter. Knapp fünf Millionen Zuschauer verfolgen, wie eine „Supernanny“ innerhalb von zwei Wochen kleine Racker in unschuldige Engel verwandelt.
Aber nicht nur Eltern, sondern auch die Besitzer unserer vierbeinigen Freunde, scheinen so ihre Nöte zu haben. Denn am Donnerstagabend kann man sich bei den „Superfrauchen“ auf RTL2 Tipps und Tricks zeigen lassen, wie Waldi und Co besser parieren. Bleibt abzuwarten, wie lange es dauert, bis unsere Kids und unsere Vierbeiner eine eigene Sendung bekommen, wo sie lernen, mit uns umzugehen.
Die Frage ist dennoch: „Warum scheinen so viele Eltern Hilfe zu brauchen?“ Oder besser gesagt: „Warum meinen sie, dass sie es nicht allein schaffen?“
Kindererziehung in den heutigen Jahren stellt hohe Anforderungen an die Eltern. Das soziale und traditionelle Netzwerk ist nicht mehr so, wie man es aus seiner eigenen Kindheit vielleicht noch kennt. Immer das Gefühl zu haben, von außen beobachtet und bemängelt zu werden, stellt einen gewissen Druck dar.
Aber ist dann eine so kurzfristige Lösung wie die „Supernanny“ eine Hilfe? Wären lange Gespräche und sinnvolle Freizeitgestaltungen nicht besser als autoritäres Erziehungsprogramm?
Der Deutsche Kinderschutzbund sieht viel mehr die Privatsphäre der Kinder gefährdet. Denn wer will schon am nächsten Morgen auf sein gestriges Fehlverhalten angesprochen werden?!
In dieser schweren Zeit brauchen Eltern keinen kurzfristigen Erziehungsrat, sondern verständnisvolle Fachleute, die individuell eine optimale Lösung für Eltern und Kind erarbeiten.
Links für Eltern:
www.starkeeltern-starkekinder.de
www.familienhandbuch.de
www.bke.de
Link für Frauchen / Herrchen:
www.zuercher-tierschutz.ch
|
|