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Naveed


02.07.2005 (L. Distlbacher) Kategorie: Kultur

Bild: www.naveed.de

„I believe your tears run dry before they even leave your eye”, heißt es in der etwas ruhigeren Single „Corona” (stay away).

Die vier Münchner (Truderinger) Jungs sind zusammen die Band „naveed“. Ihr bisher größter Auftritt war in Thalmässing, wo sie als Vorgruppe von den „Bananafishbones“ und „Liquido“ (u.a. bekannt durch „Narcotic“) für gute Laune gesorgt haben.

Der Frontsänger Alex Inderst, geboren am 22.11.83, studiert Germanistik und als Nebenfach Politik und Geschichte. Er überzeugt mit einer einmaligen, fantastischen Stimme mit echtem Wiedererkennungswert. Alex rockt mit der Band jede noch so große Halle.

Für das „Akustik-Gezupfe“, die „Schreng-Gitarre“ und die „plärrende Gitarre im Vordergrund“, wie die Newcomer es so liebevoll auf ihrer zweiten CD „Up the stairs – then left“ nennen, ist Chris Reichardt verantwortlich. Auf der Bühne meint man fast, er sei Profi und außerdem lächelt er immer besonders lieb in die Menge. Dieser studiert BWL und feierte am 13.12.04 seinen 21. Geburtstag.

Den Bass und die „Back Vocals“ übernimmt Bene Gollan. Er ist Student in Garching und der Zweitjüngste der Truppe (06.03.84). Er beherrscht sein Fach wie selten jemand.

Und was wäre eine richtige Band ohne die guten, alten Drums? Nicht viel, deshalb bekam diesen Part der Jüngste im Bunde – Max Schall, geboren am 30.09.86. Man sieht es ihm zwar nicht an, doch er haut rein, als ob er nie etwas anderes gemacht hätte! Er ist zurzeit noch in einer Ausbildung.

Die „naveed“ haben natürlich auch ihre eigene Homepage – www.naveed.de. Dort kann man sich ein paar der bisher aufgenommenen Songs anhören, einiges über die Band erfahren, ins Gästebuch schreiben oder Kontakt aufnehmen. Die Seite enthält natürlich auch noch viele andere Besonderheiten, doch schaut besser selbst vorbei. „Naveed & Co.“ werden es euch sicherlich danken, denn sie haben das Zeug zum Star!

Interview mit Alex Inderst von den „Naveed“

- Fragen zur Schulzeit -

Warst du gut in deiner Schulzeit?
„Nein, eher mittelmäßig. Ich hatte einen Durchschnitt von 2,9 auf dem Abi. Aber Bene kann man schon Genie nennen. Der war extrem gut. Er musste nie lernen und hatte trotzdem einen Durchschnitt von 1,3! Und der von Chris war 3,1.“

Hat sich die Band negativ auf Schule, Uni und Noten ausgewirkt?
„Nein, eigentlich nicht.“

- Fragen zur Band -

Seit wann genau machst du Musik?
„1997 hat die Band „Greenday“ eine Single rausgebracht und dann habe ich damit angefangen, Gitarre zu spielen.“

Wie seid ihr überhaupt dazu gekommen, eine Band zu gründen?
„Wir waren, bis auf Max, in einer Klasse. Dann hatten wir erst noch ein paar andere Mitglieder, aber wir haben herausgefunden, dass der eine wenig Talent hatte und der andere nie Zeit. Bene ist dann auf Bass umgestiegen und Max kenne ich durch einen Kumpel vom Fußballverein. Es war aber jetzt nicht so, dass wir gesagt haben: „Hey, gründen wir halt eine Band!“ Das hat sich einfach ergeben.“

Glaubt ihr, dass ihr einmal in die Charts kommt oder dass ihr eher ein Insider-Tipp bleibt?
„Mir wäre eigentlich eine Mischung daraus am liebsten...“

Habt ihr noch viel Freizeit, oder ist der Terminkalender beinahe am Platzen?
„Wir proben nicht wirklich so viel, wie wir vielleicht sollten. Da bleibt schon noch einiges an Freizeit.“

Wer schreibt die Texte und wie kommt ihr darauf?
„Also die Texte schreibe ich. Es ist so, dass mir irgendwann ein Satz in den Kopf kommt und wenn ich dann meine, der sei ganz gut, bilde ich eben den restlichen Text darum. So was kann überall kommen. Man kann sich nicht mit Druck hinsetzten und sagen: „So, jetzt schreibe ich einen Song.“ “

Wann erscheint das neue Album?
„Es soll im Frühjahr 2005 erscheinen. Wahrscheinlich werden es wieder nur fünf Songs... Zu mehr kommt es aus verschiedenen Gründen nicht.“

- Fragen zu den Konzerten -

Macht das Herumreisen noch Spaß oder ist es nur mehr stressig?
„Na ja, wirklich viel kommen wir ja nicht herum. Einmal waren wir in Köln und kürzlich eben in Thalmässing, aber meistens spielen wir eh nur im Umkreis von München. Man kann es also nicht als stressig bezeichnen.“

Ist euch bei einem Auftritt einmal etwas wirklich Peinliches passiert?
„Mir ist immer peinlich, dass mir ständig die Saiten von der Gitarre reißen und wenn längere Pausen entstehen. Aber man gewöhnt sich daran. So richtig peinlich war es, als wir mal in der Schule von Max gespielt haben. Da wollte uns keiner haben, weil sich alle lieber unterhalten haben. Dauernd sind Leute zu uns gekommen und haben uns gebeten, doch etwas leiser zu sein. Das ging natürlich nicht, weil wir eben nicht die besten Instrumente und Verstärker haben...“

Was für Pläne bzw. Wünsche habt ihr für die Zukunft?
„Früher war es unser Ziel, so bekannt wie die Sportfreunde Stiller zu werden. Leider sind die jetzt auch schon so bekannt, dass auch dieses Ziel zu hoch ist. Und so richtig bekannt werden wollen wir ja nicht.“

- Fragen zur Persönlichkeit und zum Privatleben -

Welche drei Worte beschreiben dich am besten?
„Oh, das ist die bisher schwierigste Frage... Also ich bin lustig, launisch und... die letzte Eigenschaft darfst du dir aussuchen... Max ist chillig, lernfähig, aber auch arbeitsfaul. Chris ist... süß (lacht), zurückhaltend und etwas unkreativ. Und Bene? Ja, der ist groß, zielstrebig und ausgeglichen...“

Was macht ihr, wenn ihr gerade nicht auf der Bühne steht?
„Studieren, fernsehen, Musik hören, Gitarre spielen und Freunde treffen. Das, was eben viele machen; nichts Ungewöhnliches.“

Gab es ein Erlebnis, das dein Leben positiv oder negativ beeinflusst hat?
„Hm, eigentlich hatte ich noch nie einen richtigen Schicksalsschlag, der etwas negativ beeinflusst hat. Nur, das Positive ist, dass „Greenday“ mich dazu bewegt hat, Musik zu machen.“

Seid ihr bereits vergeben oder Single?
„Ich bin vergeben, Bene glaub ich auch und Chris ebenfalls. Nur Max ist zurzeit allein...“

Welchen Prominenten würdest du gerne einmal treffen?
„Nora Tschirmer, aber vom musikalischen her wüsste ich gerade keinen. Und Chris natürlich „Guns `n` Roses“. Das sind seine absoluten Idole.“

Habt ihr Spitznamen, und wenn, warum nennt man euch so?
„Der Chris ist der „Trolli“. Nämlich weil er in der Früh immer mit der Jacke ins Gesicht gezogen in die Schule gekommen ist. Irgendwann sind wir dann darauf gekommen, dass er so aussieht, wie ein Troll. Der Max ist „Schalli“, weil sein Nachname Schall ist. Bene hat keinen Spitznamen. Mich nennen viele „Hexla“, auch wenn ich keine Ahnung habe, warum das so ist. Auf unserer zweiten CD bin ich der „Xander Inderssen“, Chris ist „Trolli Trollnsberger“, Bene ist „Diktus Gollanski“ und Max ist „Tscharli Tschallnsberger“. Eigentlich kompletter Unsinn, aber wir fanden es ganz witzig.“

Hattet ihr richtige Jugendsünden?
„Ich selbst hatte nicht wirklich welche. Ich war da eher zurückhaltend und habe damals nie richtig verstanden, warum man abends weggehen sollte. Aber Chris und Max hatten ein paar Mal erhöhten Alkoholkonsum (grinst).“

Na, dann sagen wir doch einfach mal danke, dass du dir Zeit für uns genommen hast. Wir sehen dich ganz sicher wieder!



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