•  
    • Kultur & Lifestyle
    • Sport & Panorama
    • Europa & Die Welt
    • Wissenschaft & Gesundheit
    • Politik & Wirtschaft
    • Computer & Technik
  •  
    • Sicherheits-Tools
    • System-Tools
    • Browser & Dateimanager
    • Grafik-, Film- & Sound-Tools
    • Andere Tools
    • Unterhaltung
    • Sicherheits-Tools
    • System-Tools
    • Browser & Dateimanager
    • Grafik-, Film- & Sound-Tools
    • Andere Tools
    • Unterhaltung
 
 
 
 

Wilde Tiere im Urlaubsparadies Florida: Drei Tote innerhalb einer Woche


14.06.2006 (I. Kutta) Kategorie: Welt

Bild: www.life-go.de

Jedes Jahr zieht es Tausende deutsche Urlauber in den Sonnenstaat im Süden der USA. Florida - das ist die Kulisse von Miami Vice, Standort des Weltraumbahnhofes „Cape Canaveral“ und vor allem Zentrum für Vergnügungsfans. Disney World, Universal Studios und Seaworld locken alleine in Orlando Scharen von Touristen an. Weiße Traumstrände, türkisblaues Meer und Shopping-Outlets machen Florida darüber hinaus zu einem beliebten Reiseziel.

Welcher Tourist denkt aber an die Gefahren, die an jeder Ecke in Florida lauern? Wer in den Dschungel von Südamerika reist, rechnet mit gefährlichen Tieren. Doch im erschlossenen Florida werden die Gefahren auch von Einheimischen oft unterschätzt. Das zeigten nun die jüngsten Beispiele im Mai 2006. Innerhalb einer Woche wurden drei Menschen von Alligatoren in Florida getötet. Eine erschreckende Statistik, die die Bevölkerung aufgerüttelt und vorsichtiger gemacht hat.

Die 23jährige Annemarie Campbell aus Tennessee wurde am 14. Mai 2006 beim Schnorcheln im Juniper Wayside Park, einem Erholungsgebiet in der Nähe des Lake Georges, 80 Kilometer südöstlich von Gainesville, von einem Alligator angefallen. Ihre Freunde konnten die junge Frau nur noch tot aus dem Maul des schätzungsweise 2,5 m langen Reptils bergen. Ihr Stiefvater kam mit einer verletzten Hand und dem Schrecken davon. Inzwischen wurde die Riesenechse getötet.

Am gleichen Tag wurde die Leiche der 43jährigen Judy W. Cooper in einem Kanal, ca. 30 Kilometer nördlich von St. Petersburg / Tampa Bay, gefunden. Zwar stehen die endgültigen Ergebnisse der Autopsie derzeit noch aus, dennoch weist der tote Körper, der schon drei Tage im Wasser gelegen haben soll, deutliche Bissspuren eines Alligators auf.

Wenige Tage zuvor fiel eine 28jährige Joggerin in Sunrise, einem Vorort Ft. Lauderdales, ebenfalls einem Alligator zum Opfer. Die Studentin Yovy Suarez Jimenez wurde von dem 2,85 m großen Reptil beim Joggen angefallen, ins Wasser gezogen und getötet. Auch dieses Tier konnte später eingefangen werden.

Die Gefahren in Florida werden nicht nur von Touristen unterschätzt, wie die dramatischen Zwischenfälle zeigen. Neubaugebiete werden in die Sümpfe Floridas und damit in die Lebensräume der gefährlichen Reptilien gebaut. Kein Wunder, dass der eine oder andere einen Alligator in seinem Pool findet. Solange die Tiere nicht von Menschen gefüttert werden, seien sie nicht aggressiv und lassen den Menschen weitestgehend in Ruhe, so die landläufige Meinung der Bevölkerung Floridas. Dass ein träge aussehender Alligator aber auf kurzen Strecken eine Geschwindigkeit von über 55 km/h erreichen kann, wissen die wenigsten.

Zum Schutze der Bevölkerung gibt es in Florida eine Alligator-Hotline. Wer sich von einem mehr als 1,20 m langen Reptil belästigt fühlt, kann dort einen Alligatorfänger anfordern. Der Service dieser Hotline wurde im Jahre 2004 mehr als 18.000 Mal in Anspruch genommen. Infolgedessen werden jedes Jahr 6.000 bis 7.000 Alligatoren getötet. Die Tendenz ist steigend.

Die Statistik belegt seit 1948 Alligatorenangriffe in Florida. Von 1948 bis 2005 wurden 351 Angriffe auf Menschen erfasst, 17 davon endeten tödlich. Nach den jüngsten drei Vorfällen erhöht sich die Zahl auf 20 Todesopfer. Zusätzliche neun Todesfälle, in denen Alligatoren im Spiel waren, wurden nicht aufgeführt, da nicht festgestellt werden konnte, ob die Alligatoren den Tod verursacht hatten oder die Opfer bereits vor den Attacken tot waren. Erschreckend jedenfalls ist die überproportionale Zunahme der Todesfälle in jüngster Zeit.

Experten sehen das Problem in der bisher sehr trockenen Saison. Die Alligatoren kommen aus ihren Wasserlöchern und suchen tiefere Gewässer. Dabei steigt die Chance, dass sie bei ihrer Wanderung auf Menschen stoßen, an. Hinzu kommt die Paarungszeit, in der Alligatoren ohnehin aggressiver reagieren. Ein weiterer Aspekt sind die ansteigenden Temperaturen im Mai, der den Stoffwechsel der Reptilien ankurbelt, sodass sie mehr Nahrung brauchen.

Die Chance, einen Alligatorangriff zu überleben, ist übrigens geringer als die, einem Hai lebendig zu entwischen. Jedes Jahr gehen in Florida Berichte von Haiangriffen durch die Presse. Haiangriffe an Floridas Traumstränden sind wesentlich häufiger registriert als die der Riesenechsen. Seit 1948 wurden 509 Haiangriffe dokumentiert, die Zahl der tödlichen Ausgänge liegt zwar „nur“ bei acht Todesopfern, doch die verlorenen Beine und Arme werden in dieser Statistik nicht erfasst.

Schwarzbären und Schlangen

Unterschätzt wird auch die Gefahr, die von Schwarzbären in Florida ausgeht. Dass es bisher noch keine registrierten Fälle von Angriffen auf Menschen im Sonnenstaat gibt, garantiert keine Sicherheit. Im Gegenteil, so meinen Spezialisten, die wachsende Bevölkerung nimmt immer mehr den Lebensraum dieser wilden Tiere ein, so seien Zwischenfälle mit Schwarzbären auch in Florida vorherbestimmt. Immerhin gab es hier schon bis zu rund 1.000 Vorfälle, in denen Schwarzbären in Gebäuden vorgefunden wurden, Viehbestände oder Haustiere gerissen oder andere Probleme verursacht haben. In ganz Nordamerika wurden seit Anfang des 20. Jahrhunderts rund 45 Todesopfer von Schwarzbären gelistet.

Wenig bekannt ist auch die Tatsache, dass von den in Florida 44 existierenden Schlangenarten sechs giftig sind. Die zunehmende Erschließung des Landes durch den Menschen schränkt die Lebensräume der Schlangen immer mehr ein. Auch hier ist die steigende Anzahl der tödlichen Zwischenfälle durch Schlangen vorprogrammiert. Verteilt auf ganz Nordamerika sterben jährlich durchschnittlich 15 Menschen an Schlangenbissen.

Vergleichsweise gesehen ist die Chance, von einem wilden Tier in Florida getötet zu werden um ein Vielfaches geringer, als beispielsweise bei einem Autounfall umzukommen oder sogar von einem Blitz erschlagen zu werden. Dennoch sollte man die Gefahren nicht herausfordern und sich respektvoll gegenüber der Umwelt verhalten. Niemals sollte ein wildes Tier gefüttert werden, da sie dann die Scheu vor dem Menschen verlieren. Auch sollte nach Möglichkeit ein unmittelbarer Kontakt zu den Tieren vermieden werden.

Haben Sie Angst vor wilden Tieren, wenn Sie auf Urlaubsreise gehen oder haben Sie sogar schon mal Erfahrungen damit machen müssen? Teilen Sie uns diese im Life-Go-Forum mit und diskutieren Sie dort mit uns.



Redakteur:
Passwort:
 

Alles rund ums Drucken!

Radfritz.de Fahrrad Angebote

Citibank Studentenkredit

 234x60 Kinderwelt

Preisvergleich
Ferienwohnung Deutschland Digitalkameras, News ... für Fotografen Duesseldorfer-Onlinemagazin
Ruhr-Guide.de

© 2005-2012 Life-Go
RSS-Portal.com - Newsfeed RSS-Portal.com - Newsfeed
Impressum | SiteMap | Über uns
Besucher 2007:
Diese Seite wurde in 0.254175 Sekunden generiert.

Klug Suchen! Die Suchmaschinen-Suchmaschine | submitter.de - Kostenloser Eintrag in über 1111 Suchmaschinen! | Internet Links | WSD-Profi | Kingtools.de | Webkatalog