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The Love is Back - Unter diesem Motto meldet sich die Loveparade zurück


25.06.2006 (E. Engelhardt) Kategorie: Kultur

Bild: www.amazon.de

Nach zweijähriger Pause meldet sich der Event der Superlative wieder zurück. Die Loveparade findet dieses Jahr am 15. Juli wie gewohnt in Berlin statt. Unter dem Motto „The Love is Back“ findet sich die Techno-Nation wieder und verwandelt den Berliner Tiergarten, Deutschlands größte Partymeile.

Seit ihrer Gründung gehört sie zu den größten Tanzveranstaltungen der Welt. Die erste Loveparade wurde im Sommer 1989 von Matthias Roeingh alias Dr. Motte initiiert. Die Besucherzahl der Veranstaltung wuchs von Jahr zu Jahr stetig. Mit circa 9 Millionen Besuchern seit ihrer Eröffnung zählte sie zu der größten Tanzveranstaltung der Welt. 2003 verdrängte die Schweizer Streetparade mit knapp einer Million Besuchern die Berliner Techno-Party von der Spitze.

Allerdings ist Loveparade-Mitgründer Dr. Motte in diesem Jahr nicht mehr an Bord. Nach Differenzen um das künstlerische Konzept mit dem Organisations-Team verabschiedete sich das Techno-Urgestein aus dem Team. Vieles soll nun neu und besser werden, sagen die Veranstalter.

Insgesamt wird es zehn feste Bühnen, eine Chill-Out-Area und 40 Musikwagen geben. Neu ist in diesem Jahr, das mit Hilfe des neuen Sponsors „McFit“ erstmals das musikalische Können entscheidet, wer auf einem Wagen auflegen und ihn präsentieren darf. Die Auswahl haben die Fans getroffen: Auf www.loveparade.net konnten sich Interessierte DJ-Sets anhören und schließlich abstimmen, was ertönen soll. Dabei ist die Auswahl international ausgefallen: 17 Nationen werden auf den Wagen vertreten sein und die Massen beschallen.

Die Manager rechnen mit der endgültigen Genehmigung durch die Behörden Ende Juni. Die Finanzierung des Musikereignisses sei dieses Jahr gesichert. So sollen rund 2,5 Millionen Euro Kosten entstehen. Die Loveparade fiel in den letzten beiden Jahren vor allem deshalb aus, weil Sponsoren fehlten. Von den zu erwartenden Kosten von circa 2,5 Millionen Euro übernimmt Rainer Schaller als neuer Geschäftsführer, Hauptsponsor und Inhaber der Fitnesskette „McFit“ eine Million, den Rest tragen Sponsoren, wie Red Bull, Pioneer, Coca Cola, die Messe Berlin und Berlin Tourismus.

Weitere Themen, mit dem sich die Loveparade in den vergangenen Jahren auseinandersetzen musste, sind Drogen, Müll und Lärm. Auch hier gibt es Neuerungen: Das Motto „Drogen sind uncool“ macht sich die Loveparade offiziell zu eigen und wird durch so genannte „Loveguards“ unterstützt. Diese Helfer werden über den Sponsor „McFit“ gecastet. Sie sollten mindesten 18 Jahre alt sein und über eine aktuelle Erste-Hilfe-Ausbildung verfügen. Sie dienen als Ansprechpartner und werden bei Bedarf die Besucher mit Traubenzucker, Kondomen, Ohrenstöpsel, Kühl-Gel und Informationsbroschüren versorgen.

Außerdem wird die Loveparade GmbH die Aufräumkosten zu 100 % tragen. Speisen und Getränke werden mit Pfand ausgezeichnet und der Müll soll sogar getrennt werden. Gertränke werden nicht mehr als 8 % Alkohol beinhalten. Auch für ausreichend Toiletten und behindertengerechte Sanitäranlagen für die erwarteten Millionen Gäste soll gesorgt sein.

Ebenso beim Kritikpunkt Lärm haben sich die Gastgeber der Loveparade mit der Bezirksverwaltung geeinigt. Die Veranstaltung wird 30 Minuten früher beendet - das bedeutet schon um 23 Uhr. Allerdings wurden für bessere und gezielter einsetzbarere Lautsprecher-Systeme enorme Geldsummen ausgegeben.

Die Entscheidung hinsichtlich zukünftiger Loveparade-Veranstaltungen hängt von der Resonanz der Besucher, der Musikszene und den Medien ab. Wenn die Massenveranstaltung nicht massentauglich werden sollte, bleiben wahrscheinlich nur noch Erinnerungen daran, weil die Loveparade dann vermutlich aus Unrentabilitätsgründen nicht fortgeführt werden wird.

Doch wie „Dr. Motte“ in einer Rede schon sagte, sei die Loveparade die „Mutter aller Techno-Paraden“ und vermittelte in Berlin ein „Hochgefühl getanzter Lebensfreude“.

Somit sollte man sich hoffentlich um das Weiterbestehen der Loveparade wohl kaum Sorgen machen müssen.



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