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Dass permanente Stromversorgung Notebook-Akkus schadet, das hat eine Studie bereits 2004 herausgefunden. Veröffentlicht wurde sie damals in Deutschlands meistverkauften Computer-Magazin, PC-WELT (Ausgabe 6/2004, EVT 6. Mai). Bis heute wird diskutiert, ob eine permanente Stromversorgung den Akkus tatsächlich schadet.
PC-WELT empfahl damals den Notebook-Nutzern, bei dem Gebrauch des Geräts am permanenten Strom den Akku aus dem Gehäuse zu entfernen. Durch den stetigen Netzbetrieb sollen die beiden schlimmsten Alterungsfaktoren, verkürzte Ladezyklen und Hitze, viel schneller auftreten. Begründet wurde diese Annahme durch den Nachweis, dass Laptops beim Betrieb an der Steckdose, den durch Kriechströme und Selbstentladung schwindenden Ladezustand des Akkus auf 100 % zu halten versuchen. Die dabei permanent stattfindenden kurzen Ladezyklen schaden der Haltbarkeit des Energiespeichers. Laut PC-WELT machen moderne Akkus nur bis zu eintausend Ladezyklen mit.
Weiter wurde herausgefunden, dass bei Netzbetrieb die Energiesparoptionen eines Notebooks deaktiviert werden. Vereinfach heißt das, dass der Prozessor und der Grafikchip, die beiden technischen Teile, die den meisten Strom brauchen, fast ausschließlich mit voller Leistung laufen. Dabei erhitzt sich das Gerät, wobei damit dem Akku geschadet wird. Notebooks werden in erster Linie mit Lithium-Ionen-Akkus betrieben. Diese verlieren bei zu großer Hitze ihre Leitfähigkeit und damit ihre Leistung.
Die Wissenschaft wehrt sich allerdings gegen diese Behauptung. Lithium-Ionen-Akkus zeichnen sich durch ihre hohe Energiedichte aus. Es wird ihnen nachgesagt, dass ihre Lebensdauer von der Zahl der Ladezyklen unabhängig sei. Sie sind besonders geeignet für tragbare Geräte mit hohem Spannungsbedarf, wie Handys, Digitalkameras oder eben Notebooks.
Bestätigt wird allerdings, dass die Kapazität sich durch die Reaktion des Lithiums mit den Elektrolyten mit der Zeit verringert. Dabei steigt die Zersetzungsgeschwindigkeit mit der Zellspannung und der Temperatur. Auch eine Tiefladung schadet dem Akku langfristig. Hersteller empfehlen eine Lagerung bei rund 15 Grad Celsius und einem Ladestand von 60 %. Eine Faustregel sagt, dass die Akkus nach etwa drei Jahren die Hälfte ihrer Kapazität eingebüßt haben. Der Arbeitsbereich der Lithium-Ionen-Akkus liegt laut den Herstellern bei 0 bis 40 Grad Celsius, 20 bis 25 Grad Celsius sind allerdings empfohlen.
Die Frage, ob permanenter Netzbetrieb einem Notebook-Akku schadet, wird weiter diskutiert. Die Überlegung, dass die Temperatur durch den Betrieb des Prozessors und des Grafikchips eines Laptops dem darin befindlichen Akku bei Netzbetrieb schaden, ist jedoch begründet und nachvollziehbar. Uneinigkeit liegt vor allem bei der Häufigkeit der Ladezyklen. Eine Tatsache ist, dass die Kapazität des Akkus mit der Zeit abnimmt. Wer also auf Nummer sicher gehen möchte, sollte bei permanentem Netzbetrieb den Akku aus dem Notebook entfernen. Diesen nach Herstellerangaben lagern und immer wieder den Ladestand kontrollieren, da auch unverwendete Akkus Strom verlieren. Der sicherste Weg, einem Notebook-Akku zu einem langen Leben zu verhelfen, ist, den Anweisungen der Hersteller zu folgen.
Selbsthilfeforum zur Datenrettung
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