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58. Walfangtagung auf St. Kitts - Droht Walen jetzt die Ausrottung?
13.07.2006 (J. Brodski)
Kategorie: Welt
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Werden Wale bald erneut zur Ware? Diese Frage stellen sich Tierschützer und Jagdbegeisterte gleichermaßen. Eine Antwort darauf soll jetzt die Internationale Walfangkommission (IWC) finden, die im Zeitraum zwischen dem 16. und dem 20. Juli 2006 bereits zum 58. Mal tagt. Die Zusammenkunft soll diesmal auf der karibischen Insel St. Kitts stattfinden.
Bereits seit 20 Jahren ist der Walfang ausschließlich zu Forschungszwecken gestattet. Doch immer noch tobt der Kampf zwischen den zum Teil skrupellosen Walfängern bzw. -händlern und erbosten Tierschützern. Vor allem Island, Norwegen und Japan, deren Wirtschaft enorm vom Walfang abhängig ist, finden immer wieder ein Schlupfloch in den Walfanggesetzen.
So gibt Japan z. B. vor den Walfang nur zum Wohle der Wissenschaft zu betreiben, verwertet die gefangenen Tiere jedoch gleichzeitig auf dem Markt. Zudem bezahlt Japan hohe Geldsummen an unbeteiligte Länder, um sich ihre Stimme für den Walfang zu sichern und macht sogar Jagd auf aussterbende Arten, wie Pottwale, Buckelwale und Finnwale, wobei man nicht einmal vor Walschutzgebieten Halt zu machen scheint.
Inzwischen wird über mögliche Strafen für Länder, die sich derart hemmungslos über die Walfanggesetze hinwegsetzen, diskutiert. Diese haben jedoch bis jetzt noch zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt, was Tierschützer aus aller Welt zu der Annahme veranlasst, sie würden am 20. Juli 2006 den Kampf um das Weiterbestehen des Walfangverbots verlieren.
Es bleibt also nur noch abwarten, hoffen und beten, dass es doch noch eine Zukunft für Wale gibt.
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