•  
    • Kultur & Lifestyle
    • Sport & Panorama
    • Europa & Die Welt
    • Wissenschaft & Gesundheit
    • Politik & Wirtschaft
    • Computer & Technik
  •  
    • Sicherheits-Tools
    • System-Tools
    • Browser & Dateimanager
    • Grafik-, Film- & Sound-Tools
    • Andere Tools
    • Unterhaltung
    • Sicherheits-Tools
    • System-Tools
    • Browser & Dateimanager
    • Grafik-, Film- & Sound-Tools
    • Andere Tools
    • Unterhaltung
 
 
 
 

Schweres Spiel für deutsches Wirtschaftswachstum


17.07.2006 (R. Buchwald Alvarez) Kategorie: Wirtschaft

Bild: portale.web.de

Im Februar dieses Jahres fiel beim Statistischen Bundesamt der Schlusspfiff für das Wirtschaftsjahr 2005. Rückblickend auf die Gesamtleistung kann gesagt werden, dass ein leichter Aufwärtswind durch die deutschen Reihen wehte. Unter dem Strich jedoch sah die deutsche Regierungself für 2005 erneut die „Rote Karte“. In den letzten Minuten des Spiels sah man sich mit einem altbekannten Problem konfrontiert, dass bereits zum wiederholten Mal nicht gelöst werden konnte: Die schier unüberwindbare Verteidigung der Maastricht-Kriterien mit der maximalen Neuverschuldung (Defizitquote) von 3 % im Tor.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge hatte der Staat (Bund, Länder, Gemeinden) ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 78 Milliarden Euro gegenüber 81,2 Milliarden Euro 2004 zu verzeichnen. Der Rückgang des Staatsdefizits ist auf einen Anstieg auf der Einnahmenseite (+ 1,5 %) im Vergleich zu den Ausgaben (+ 1,1 %) zurückzuführen.

Einen deutlichen Beitrag erzielten dabei die Einnahmen der Lkw-Maut, die im Laufe des letzten Jahres eingeführt wurde. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen entspricht das Finanzierungsdefizit 3,5 % (Defizitquote). Obwohl das seit 2001 der niedrigste Stand ist, wurde das Maastricht-Kriterium von 3 % des BIP als Obergrenze der jährlichen Neuverschuldung erneut überschritten.

Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes (BIP) betrug im Jahr 2005 preisbereinigt + 0,9 %. Im Vergleich zum Vorjahr (+ 1,6 %) bedeutet das eine Abschwächung von 0,7 %-Punkten. Allerdings entstand 2005 durch 1,3 Arbeitstage weniger im Durchschnitt ein negativer Kalendereffekt, den es rauszurechnen galt. Kalenderbereinigt betrug die Wachstumsrate des BIP + 1,1 % und entspricht somit der bereinigten Rate des Jahres 2004.

Im Jahr 2005 wurde die Wirtschaftsleistung im Jahresdurchschnitt von 38,7 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das sind 121.000 weniger als 2004. Jedoch lag die Anzahl der Erwerbslosen, gemessen an den Erwerbstätigen, genau wie 2004 bei 9,2 %. Die erwerbstätigen als auch die erwerbslosen Bürger bilden zusammen die auf dem Arbeitsmarkt aktive Gruppe der Erwerbspersonen. Diese nahm im Jahr 2005 im Vergleich zum Vorjahr um 183.000 Personen (- 0,4 %) auf 42,5 Millionen Personen ab. Die Zahl der nach Definition des deutschen Sozialgesetzbuches registrierten Arbeitslosen nahm nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit im Vergleich zu 2004 um 482.000 Personen auf 4,86 Millionen zu.

Durch Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II im Rahmen des Hartz IV-Maßnahmen wurde die Entwicklung der Arbeitslosigkeit jedoch stark beeinflusst. Schätzungen der Bundesagentur für Arbeit zufolge wäre die Arbeitslosigkeit ohne Hartz IV um 380.000 Personen geringer ausgefallen.

Entsprechend den Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der dynamische Außenhandel 2005 nahezu allein verantwortlich für das Wirtschaftswachstum. Der preisbereinigte Exportüberschuss (Außenbeitrag) trug mit 0,7 %-Punkten zum Wirtschaftswachstum (+ 0,9 %) bei. Ein hoher Außenbeitrag ist jedoch kein Ziel deutscher Wirtschaftspolitik, da der Überschuss bei uns analog ein Defizit auf Seiten der Handelsstaaten bedeutet. Das heißt, dass die Handelspartner genötigt sind, ihre Finanzaktiva deutschen Wirtschaftseinheiten zu überlassen oder sich bei ihnen direkt zu verschulden.

Zusammenfassend ist für die deutsche Wirtschaft 2005 eine moderate, aber noch labile Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Das Wirtschaftswachstum basiert im Jahresverlauf maßgeblich auf der Ausweitung der Exporte, während die Binnennachfrage ihre Schwäche nicht überwindet. Im internationalen Vergleich gehörte Deutschland auch im Jahr 2005 zu den Ländern, die eine eher schwache wirtschaftliche Entwicklung zu verzeichnen hatten.

Insgesamt betrachtet büßte die weltwirtschaftliche Aktivität im Jahr 2005 etwas an Dynamik ein. Trotzdem fielen die negativen Auswirkungen weniger gravierend aus, als es nach den Rekordständen bei den Preisnotierungen insbesondere für Rohöl und dem damit verbundenen Kaufkraftentzug bei den Importländern zu befürchten war.

Im Allgemeinen kann zur Wirtschaftslage in Deutschland für das Jahr 2005 folgendes gesagt werden:
- Das Wirtschaftswachstum war moderat, aber nicht stabil.
- Das Ziel der Preisstabilität wurde bei gestiegenen Risiken noch erreicht.
- Das Ziel der Vollbeschäftigung wurde wiederum verfehlt.
- Trotz des rückläufigen Finanzierungsdefizits des Staates wurde die europäisch Zielgröße (Neuverschuldung max. 3 % vom BIP) wiederum überschritten.

Insgesamt hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2005 nur verhalten positiv entwickelt. Problematisch blieben vor allem die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die schwache Binnennachfrage.

Nach einer, die aktuelle Lage Deutschlands bewertenden, Aussage von Bundeskanzlerin Merkel ist unser Land derzeit ein „Sanierungsfall“. Dieses Statement zielt indirekt auf die Regierungspolitik von Rot-Grün in den vergangenen Legislaturperioden ab und erntete eine Menge Kritik, wurde sogar als taktisch völlig daneben deklariert. Wird die tatsächliche Lage anhand des Wirtschaftswachstums und der finanziellen Situation des Landes - jeweils im Jahr 2005 - betrachtet, so wird man schnell bemerken, dass sie mit ihrer Aussage „Deutschland sei ein Sanierungsfall“ nicht nur Recht hat, sondern sich auch über die Brisanz ihres Regierungsauftrages bewusst ist.

Vielleicht war ihr orange-farbenes Kostüm bei der Begegnung „Deutschland gegen Ecuador“ ein wohlwollendes Zeichen. Abrückend von der mahnend roten Farbe der Karte, die die Regierung auf die Ersatzbahn der Wirtschaft verweist. Wie heißt es doch so schön: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Auf in eine neue Runde im Wirtschaftsspiel.



Redakteur:
Passwort:
 

Alles rund ums Drucken!

Radfritz.de Fahrrad Angebote

AIQUM - Das Diät, Ernährungs- und Fitnessportal

 234x60 Kinderwelt

Preisvergleich
Ferienwohnung Deutschland Digitalkameras, News ... für Fotografen Duesseldorfer-Onlinemagazin
Ruhr-Guide.de

© 2005-2012 Life-Go
RSS-Portal.com - Newsfeed RSS-Portal.com - Newsfeed
Impressum | SiteMap | Über uns
Besucher 2007:
Diese Seite wurde in 0.214423 Sekunden generiert.

Klug Suchen! Die Suchmaschinen-Suchmaschine | submitter.de - Kostenloser Eintrag in über 1111 Suchmaschinen! | Internet Links | WSD-Profi | Kingtools.de | Webkatalog