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Der Hausarzt Ihres Vertrauens


23.07.2006 (O. Hoffmann) Kategorie: Gesundheit

Bild: www.die-gesundheitsreform.de

Sommer, Sonne, Grippe: Immer mehr Menschen leiden im Sommer unter einem grippalen Infekt, kurz Sommergrippe. Aber natürlich passieren einem auch andere „Wehwehchen“. Was bleibt ist in den meisten Fällen der Weg zum Hausarzt. Er sollte Ansprechpartner in allen Fällen und zugleich ein kompetenter Berater und Vertrauter sein.

Doch ist das noch so, in Zeiten in denen die meisten Ärzte unter einem erheblichen Zeit- und Kostendruck stehen? Häufig sieht die Realität anders aus. Man schleppt sich in ein meist überfülltes Wartezimmer, gefolgt von stundenlangem Warten, bis man endlich ins Sprechzimmer hinein gebeten wird. Oftmals werden dann aus einem alle erdenklichen Informationen „herausgesaugt“ um eine schnelle Diagnose erstellen zu können. In Windeseile wird noch das Rezept ausgestellt und der häufig unzufriedene Patient nach Hause geschickt.

Sollten Sie sich öfters so „abgefertigt“ fühlen, empfehlen wir Ihnen, sich einen neuen Hausarzt zu suchen. Es kommt auf Ihren persönlichen Eindruck an, schließlich sind Ärzte auch nur Menschen, aber Sie wollen gesund werden und vor allem gesund bleiben. Falls Sie der Meinung sind, nicht fachlich beraten worden zu sein, holen Sie sicherheitshalber von einem anderen Arzt eine zweite Meinung ein.

Grundsätzlich gilt es vor jedem Arztbesuches an einige Dinge zu denken:

- Beginnt ein neues Quartal, wird die Praxisgebühr fällig: Versichertenkarte und die 10 Euro nicht vergessen.

- Damit keine Ihrer Fragen, die Sie dem Arzt stellen wollen, in Vergessenheit gerät, sollten Sie eine Liste erstellen.

- Beim Erstbesuch eines neuen Arztes ist es sinnvoll, Informationen zu Vorerkrankungen sowie Röntgenbilder und Unterlagen früherer Untersuchungen mitzubringen.

- Verstehen Sie Ihren Arzt auch wirklich, oder spricht er andauernd „Fachchinesisch“? Fragen Sie nach und lassen Sie es sich erklären.

- Bekommen Sie ein Medikament verschrieben, sollte Sie Ihr Arzt in einfachen Worten über mögliche Nebenwirkungen und Risiken sowie über Behandlungsalternativen aufklären. Sie entscheiden anschließend, welche Therapieform Sie bevorzugen.

- Ein Arztwechsel ist zu jedem Zeitpunkt der Behandlung möglich.

- Ihr Arzt muss sich Zeit für Sie nehmen. Eine Abfertigung in wenigen Minuten darf es nicht geben. Allerdings sollte das Arztgespräch auch nicht ausufern. Schließlich sind Sie nicht der einzige Patient.

- Ein guter Arzt hört nicht nur zu und stellt daraus seine Diagnose, sondern arbeitet immer noch mit seinen Händen. Er muss Sie untersuchen und nicht nur betrachten. Manche Krankheiten kann man nur erfühlen.

Insgesamt gibt es in Deutschland 96.000 Arztpraxen. Damit Sie den Richtigen finden, ein interessanter Link zur Ärztesuche in ihrer Nähe: www.arzt-auskunft.de



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