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Die seit vorletzter Woche eingeschlagene Richtung für den Rohölpreis an der Energiebörse NYMEX (New Yorker Mercantile Exchange) in New York hält weiter an. Am 21. Juli 2006 schloss der NYMEX Rohölpreis zum Wochenausklang zuletzt mit 74,43 US$ für ein Barrel der Sorte „Light Sweet Crude“. Dies liegt im Vergleich zum Preis von 79,20 US$ in der Vorwoche wieder niedriger, zeichnet aber dennoch die ansteigende Verunsicherung ab, was den weiteren Verlauf des Nahostkonflikts betrifft.
Mit knapp unter 80 US$ pro Barrel - ein Barrel sind rund 159 Liter - kommt man den bisherigen Rekordpreis der Siebziger Jahre mit etwa 90 US$ (inflationsbereinigt) pro Barrel immer ein Stückchen näher. Damals waren Spannungen im Nahen Osten, die den ersten und zweiten Ölpreisschock auslösten, verantwortlich.
Auch heute sind Geschehnisse in dieser Region die Triebfeder für den Anstieg der Ölpreise. Eine mögliche Invasion israelischer Bodentruppen und die damit ansteigende Gewalt im Nahen Osten, der Atomkonflikt mit Iran, der hohe Benzinverbrauch in den USA, die immer größer werdende Ölnachfrage Chinas, sowie die Befürchtung vor weiteren Hurrikans in den nächsten drei bis vier Wochen im Golf von Mexiko sind weitere Faktoren die den Ölmarkt zur Zeit ausschlaggebend bestimmen.
Zusätzlich zu diesen Geschehnissen tragen zu der angespannten Lage das langsame aber sichere Erreichen der Stagnation der bis dato steigenden Ölfördermenge pro Tag bei. Dieses Ereignis, welches Peakoil genannt wird, ist zunehmend Thema der Politik und der Medien, nicht nur in Deutschland. Noch kann die momentane Ölförderung den Ölverbrauch decken, jedoch die Ölnachfrage, wie schon erwähnt, gerade aus China ist stark zunehmend, weswegen sich die Staaten mit hohem Ölkonsum wie USA oder Deutschland zunehmend Gedanken machen, aus welcher Quelle sie in Zukunft den Energiebedarf ihrer Bevölkerung decken können.
Als Reaktion auf diesen Engpass wird man sich in Zukunft auf Entwicklungen neuer Nutzungen vorhandener Energieressourcen freuen dürfen. Zuerst wird wohl aber der Ölpreises über die 80 $-Marke wandern, wobei manche Analysten sogar ab nächsten Jahres die 100 $ pro Barrel für möglich halten.
Ausgehend von diesen Daten werden wahrscheinlich demnächst auch Preiserhöhungen in Deutschland zu erwarten sein, da das teure Öl alle Unternehmen gleichermaßen treffe, und diese ihre gestiegenen Kosten somit an den Kunden weitergeben werden.

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