•  
    • Kultur & Lifestyle
    • Sport & Panorama
    • Europa & Die Welt
    • Wissenschaft & Gesundheit
    • Politik & Wirtschaft
    • Computer & Technik
  •  
    • Sicherheits-Tools
    • System-Tools
    • Browser & Dateimanager
    • Grafik-, Film- & Sound-Tools
    • Andere Tools
    • Unterhaltung
    • Sicherheits-Tools
    • System-Tools
    • Browser & Dateimanager
    • Grafik-, Film- & Sound-Tools
    • Andere Tools
    • Unterhaltung
 
 
 
 

Zu viel Freiheit in der freien Enzyklopädie?


29.07.2006 (R. Roßkamp) Kategorie: Computer

Bild: www.wikipedia.org

Das Prinzip der Wikipedia-Enzyklopädie ist an sich genial: In der freien Enzyklopädie kann sich jeder, der etwas zu einem bestimmten Thema weiß, beteiligen. Fehler und Falschmeldungen sollen im Zuge von Selbstkontrollmechanismen von Wikipedia-Autoren und -Nutzern entdeckt und beseitigt werden.

In der Anfangszeit lief dies auch problemlos, aber mit der stetig wachsenden Artikelzahl wurde auch die Kontrolle immer schwieriger. Aufgrund der nachlassenden Kontrollen durch die Überzahl an Artikeln kamen einige Leute auf die Idee, Wikipedia für ihre Zwecke zu missbrauchen. Sie verunstalteten die Artikel teils aus Schabernack, Bösartigkeit oder um ganz einfach zu sehen, wie schnell ihre Verunstaltung bemerkt wird.

Der erste bekannte Fall aus dem letzten Jahr ist der des Journalisten John Seigenthaler. Überrascht stellte er fest, dass ihm Verwicklungen im Mordfall von John F. Kennedy unterstellt wurden. Über die ihm gemachten Vorwürfe las er in seiner eigenen Biographie in der englischsprachigen Wikipedia. Der Artikel wurde zwar auf Rechtschreibfehler hin rezensiert, dennoch fielen niemandem die erdachten Vorwürfe auf, so die „Netzwoche online“.

Schuldig war der damals anonyme Autor, Brian Chase, der sich inzwischen für seinen schlechten Scherz entschuldigt hat. Den entstandenen Imageschaden an der ohnehin schon vorher umstrittenen Qualität der Wikipedia-Artikel kann er auch damit nicht wieder gut machen. Ihm gelang es allerdings endgültig, die Selbstkontrolle der Wikipedia als doch nicht ganz so hervorragend zu entlarven. Und bedauerlicherweise hat er mit seiner Aktion viele Nachahmer gefunden. Die Trittbrettfahrer machen sich einen Spaß daraus, Inhalte in Wikipedia zu verändern, umzuschreiben oder einfach Teile herauszulöschen.

Dann gibt es aber auch noch Leute, die Artikel nicht zum Schlechten verändern, sondern zum Guten. Alles kein Problem, wenn die Änderungen auch der Wahrheit entsprechen würden. Gemäß des Neutralitätsprinzips der Wikipedia werden natürlich auch negative Tatsachen eines Sachverhalts genannt.

Als Siemens z. B. seinen Mobilfunkbereich an das taiwanesische Unternehmen BenQ Mobile abgab und sogar noch etwas dafür zahlte, wurde dieser Aspekt natürlich nicht verschwiegen. Einige anonyme User, welche sich später als Mitarbeiter der Siemens AG zu erkennen gaben, wollten ihren Geschäftsführer in einem nicht ganz so schlechten Licht stehen lassen und löschten den Aspekt kurzerhand.

Erfreulich ist, dass trotz aller Umschreibungen und Veränderungen eine Studie des Wissenschaftsjournals „Nature“ im Dezember 2005 zu dem Ergebnis kam, dass Wikipedia zumindest in den naturwissenschaftlichen Artikeln von der Qualität her der „Encyclopaedia Britannica“ sehr nahe kommt.

Nach weiteren Skandalen jedoch, wie z. B. tot geschriebene Professoren, Manipulationen von US-Kongressangestellten und nicht zuletzt der Manipulation des Siemens-Artikels wurden die Stimmen, die die Qualität des Online-Lexikons bemängelten, immer lauter.

Wikipedia war aufgrund all der mutwilligen Manipulationen zum Handeln gezwungen. Die anfängliche Verschärfung der Regeln für Autoren und der Entzug der Möglichkeit, ohne Registrierung selbst einen neuen Artikel zu eröffnen, zeigten keinen Erfolg.

Inzwischen gibt es Barrieren, die den zunehmenden Vandalismus eindämmen sollen. Einige umstrittene Artikel sind temporär gesperrt und können nur noch von Wiki-Usern, die seit mindestens vier Tagen registriert sind, verändert werden. Doch was sind schon vier Tage?

Neueste Diskussionen gibt es über die Möglichkeit, die Wikipedia in zwei Versionen zu unterteilen, wie „Spiegel online“ berichtete. Es würde dann eine Version mit ausschließlich stabilen Artikeln geben und der Nutzer kann wählen, ob er die ältere, gesicherte Version oder die neue, offene Version lesen möchte. Entweder können dann nur noch registrierte Benutzer die Artikel verändern oder jeder Artikel müsste, bevor er in die stabile Version eingeht, überprüft werden.

Was in der Theorie vielversprechend klingt, bringt die Problematik mit sich, dass das freie Prinzip der Wikipedia teilweise verloren geht. Dadurch, dass alles frei und offen war, konnten auch Fehler, die dem Leser auffielen schnell und unkompliziert entfernt werden. Das wäre bei der Zwei-Klassen-Version jedoch nicht mehr möglich.



Redakteur:
Passwort:
 

Alles rund ums Drucken!

Radfritz.de Fahrrad Angebote

Spreadshirt Designer

 234x60 Kinderwelt

Preisvergleich
Ferienwohnung Deutschland Digitalkameras, News ... für Fotografen Duesseldorfer-Onlinemagazin
Ruhr-Guide.de

© 2005-2012 Life-Go
RSS-Portal.com - Newsfeed RSS-Portal.com - Newsfeed
Impressum | SiteMap | Über uns
Besucher 2007:
Diese Seite wurde in 0.200976 Sekunden generiert.

Klug Suchen! Die Suchmaschinen-Suchmaschine | submitter.de - Kostenloser Eintrag in über 1111 Suchmaschinen! | Internet Links | WSD-Profi | Kingtools.de | Webkatalog