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Spam-Flut und kein Ende in Sicht


20.07.2005 (C. Elsner) Kategorie: Computer

Bild: vafer.org

Jeder Internet-Nutzer kennt es: unerwünschte E-Mails, meistens harmloser Müll, der einem das Postfach verstopft - auch Spam genannt. Natürlich kann gegen so etwas Maßnahme ergriffen werden. Fast jeder Internet-Provider, wie z. B. AOL oder T-Online, besitzt einen Spam-Filter, der diese unerwünschten E-Mails direkt filtert.

Leider kommt es dadurch auch vor, dass E-Mails, die eigentlich kein Spam sind, ebenfalls von den Programmen gefiltert werden. Dies ist ein Problem. Die entwickelten Filterprogramme gegen Spam stecken noch in den Kinderschuhen und können dafür sorgen, dass man unter Umständen mehr Ärger hat, als hätte man sich auf die altmodische Weise des Daten-Mülls entledigt - löschen per Mausklick.

Natürlich lernen nicht nur die Betreiber dazu, sondern auch die Personen, die mutwillig bösartige Spam-E-Mails verschicken. Dem Internet-Nutzer ist oftmals gar nicht klar, was hinter einer Spam stecken kann und was diese für einen Schaden anrichten kann. Wenn man einem scheinbar harmlosen Link folgt oder eine Datei herunterlädt, kann es zu spät sein.

Ein besonders deutliches Beispiel hierfür war, dass das eigentlich als sicher geltende System des DFB ausgetrickst wurde und ahnungslose Menschen darüber informiert wurden, sie hätten die heiß begehrten Karten zur WM ergattert. Spam-E-Mails sind breit gefächert und befassen sich nicht nur mit eher nebensächlichen Dingen wie z. B. einem angeblichen Gewinn bei einem Gewinnspiel, Angeboten für eine Penisverlängerung oder der allseits beliebten Viagra- Werbung, die man ständig im E-Mail-Eingang entdeckt.

Das Fatale ist, dass sich Hacker die Unwissenheit der Internet-Benutzer zunutze machen, denn nicht alles, was offiziell scheint oder so aussieht, muss es auch sein. In Anlehnung an bekannte E-Mail-Adressen werden neue Adressen erstellt, die den Anschein erwecken, es handle sich um authentische Mitteilungen bekannter Anschriften.

Diese unerwünschten E-Mails können Kosten verursachen. Die Reparatur eines Computers kostet Zeit und Geld und ist mit Aufwand und Mühen verbunden. Doch kann man nicht sicher sein, dass einem nicht noch einmal das Gleiche widerfährt. Es handelt sich um mutwillige Zerstörung, die nicht nur den eigenen Rechner lahm legen, sondern auch ungewollt weitergegeben werden kann. Ein Computervirus, der es trotz Spam-Filter ins Postfach geschafft hat und heruntergeladen wurde, verschickt sich im schlimmsten Falle automatisch an alle Personen weiter, die man im elektronischen Adressbuch hat. Somit werden Dritte geschädigt und eine Kettenreaktion ausgelöst.

Aber natürlich sind Hopfen und Malz noch nicht verloren. Spam-E-Mails kann man, auch wenn sie gut gemacht sind, mit ein wenig Übung erkennen.

E-Mails, die von einem unbekannten Absender kommen, sollte man sicherheitshalber löschen. Sobald Ihnen E-Mails merkwürdig erscheinen, z. B. der Absender sonderbare Buchstabenfolgen aufweist, oder im Betreff Dinge stehen, die merkwürdig erscheinen, sollte man vorsichtig sein. Versuchen Sie beim Adressaten auf Details zu achten. Enthält eine „bekannte“ Adresse Merkmale, die bei sonstigen Schreiben nicht enthalten sind, ist dies mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein Zeichen für die nicht vorhandene Seriosität dieser Mitteilung.

Da bisher die Spam-Filter nicht zuverlässig arbeiten, im Folgenden ein paar Hinweise, was man tun sollte und was man vermeiden sollte, wenn man sich nicht sicher ist, was den Inhalt des Postfachs betrifft:

- Angehängte Dateien niemals herunterladen, wenn man den Absender nicht kennt.

- Links sollten nicht benutzt werden, wenn man sich nicht sicher ist, wohin diese führen, egal von wem sie kommen. So könnte sich ein Ihnen bekannter Versender einen Virus „eingefangen“ haben, der sich selbstständig weiterverbreitet. Bei Bedarf sollten Sie lieber nachfragen oder sich rückversichern, denn eigentlich kann sich überall etwas Unerwünschtes einschleichen.

- Grundsätzlich sollte man nicht „ungeschützt“ ins Internet gehen, das heißt nicht ohne Antivirus- Programm, einer Firewall und einem Anti-Spyware Programm, um Gefahren zu vermeiden.

Auch wenn man sich schützen möchte, ist dies nicht einfach und leider gibt es wenig, was man gegen Spam tun kann. Es besteht aber die Möglichkeit, sich auf einer so genannten „Robinson Liste“ eintragen zu lassen. Mehr Informationen hierzu und einen umfassenden Guide zum Thema Spam sowie die Gesetzeslage gibt es unter www.shamrock.de.



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