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Microsoft soll Bußgeld zahlen
24.08.2006 (I. Switil)
Kategorie: Computer
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Im Juli 2006 verhängte die EU-Kommission erneut eine Strafe gegen den US-Softwarekonzern Microsoft. Der Grund dafür war die Nichteinhaltung der Auflagen im Zusammenhang mit der Vermarktung des Betriebssystems Windows. Das Bußgeld beträgt 280,5 Millionen Euro. Microsoft will dagegen klagen.
Schon im Jahr 2004 musste der größte Softwarehersteller der Welt 500 Millionen Euro Strafe zahlen. Damals ging es um die Forderung an den Konzern, seinen Mitbewerbern bestimmte Informationen zukommen zu lassen. Jene sollten es anderen Software-Herstellern ermöglichen oder erleichtern, ihre Produkte in das marktbeherrschende Windows einzubinden. Dabei geht es vor allem um (komplette und genaue) Informationen zur Server-Kommunikation.
Des Weiteren sollte das Windows-Paket aufgeschnürt und der Windows Media Player aus diesem herausgenommen werden. Er sollte unabhängig vom Betriebssystem vermarktet werden, um Konkurrenten die Möglichkeit zu geben, sich mit alternativen Produkten auf dem Markt zu platzieren.
Der Konzern erklärte, dass er sich seit Jahren bemühe, die Auflagen zu erfüllen. Man werde daher vor den EU-Gerichten in Luxemburg Klage gegen das auferlegte Bußgeld einreichen. Microsoft-Chefanwalt Brad Smith äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zuversichtlich. Die Resonanz der Wettbewerbshüter auf die jüngst übergebenen, technischen Daten sei ermutigend. Er erwähnte auch, dass die Aussichten daher nicht schlecht stünden, das Kapitel bis Ende Juli abschließen und die Beziehungen zur EU-Kommission wieder auf ein normales Niveau bringen zu können. Gleichzeitig kündigte Smith an, der weltgrößte Softwarekonzern werde gegen die kürzlich verhängte Geldstrafe von 280,5 Millionen Euro Rechtsmittel einlegen.
Der schon seit über zwei Jahre andauernde Streit hat bis jetzt noch kein Ende gefunden. Genauere Informationen über die Klage des Konzerns und den Ausgang der Diskussion sind nicht bekannt. Microsoft hat allerdings zur Vermeidung höherer Strafgelder am 31. Juli die geforderten Windows-Informationen in Brüssel vorgelegt.
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