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London und Köln im Partytaumel – „Queen-Star“ Freddie Mercury wird 60!


25.08.2006 (J. Brodski) Kategorie: Kultur

Bild: www.netmemorials.co.uk

5. September 2006 – An diesem Tag wäre Rocklegende Freddie Mercury 60 Jahre alt geworden. Vor 15 Jahren verstarb der damals 45-jährige an Aids. Trotz seines Todes, oder vielleicht gerade deswegen, feiern seine Fans ihn nur noch mehr.

Gefeiert und gerockt wird in London, sowie im Musicaldome in Köln. Während sich die Deutschen allerdings mit der CD „Very Best Of Freddie Mercury Solo“ und der DVD „Lover Of Life, Singer Of Songs“ begnügen müssen, leisten Freddies ehemalige Bandkollegen den Partygästen in London Gesellschaft, um sich eines Freundes und Musikers zu erinnern.

Wieso er selbst nach seinem Tod noch so lebendig ist

Freddie Mercury, geborener Farrokh Bulsara verbrachte seine Kindheit auf Sansibar. Als Neunjähriger begann er, in Panchgani bei Bombay ein englisches Internat zu besuchen, wo er sich mit Hilfe des Schulleiters seiner besonderen Begabung für Musik bewusst wurde. Freddie, so nannten ihn dort seine Mitschüler, übte sich zunächst nur im Klavierspiel und im Rahmen des Schulchors, später auch im Gesang.

Die Schule blieb bisweilen jedoch Freddies einzige Bühne. Drei Jahre später trat der junge Musiker der Schülerband „The Hectics“ bei, mit der er sein Talent während zahlreicher Schulkonzerte bewies.

Mit 17 Jahren floh er gemeinsam mit Jer und Bomi Bulsara, seinen persischen Eltern mit indischen Wurzeln und seiner sechs Jahre jüngeren Schwester Kashmira aus Sansibar nach London. Gründe dafür waren die plötzlich eingetretene Unabhängigkeit Sansibars von Großbritannien und die kurz darauf folgende Revolution gegen den sansibarischen Sultan.

In London studierte Mercury zunächst Polytechnik und später Grafikdesign. Während seiner Studienzeit entwickelte Freddie eine Vorliebe fürs Zeichnen. Musikstars wie Cliff Richard, Paul McCartney und Elizabeth Taylor waren seine bevorzugten Motive. Der talentierte Student versuchte sich aber auch an Modedesign-Entwürfe.

Kurz nach seinem Abschluss machte ihn Mitstudent Tim Staffell mit „Smile“ bekannt, einer Musikgruppe, deren Mitglieder später Freddies „Queen“-Kollegen werden sollten.

Mit 23 Jahren wurde Mercury erstmals Sänger einer liverpoolschen Band namens „Ibex“, die sich nur wenige Monate später in „Wreckage“ umtaufte. Seine Mitgliedschaft dort währte jedoch nicht lange. Freddie Mercury wechselte zu „Sour milk Sea“ über, verließ diese jedoch wieder, als 1970 Tim Staffell „Smile“ den Rücken zukehrte.

Im April desselben Jahres wurde „Queen“ gegründet, die sich aus Freddie Mercury als Sänger, dem Bassisten John Deacon und den ehemaligen „Smile“-Mitgliedern Brian May als Gittarist und Roger Taylor als Schlagzeuger zusammensetzte.

Kurz nach Gründung der Band begann Mercury eine Beziehung mit Mary Austin, die jedoch nach langen Jahren wegen seiner Homosexualität scheiterte. Anfang der 80er Jahre reiste der nun weltweit anerkannte Musiker zwischen London, New York und München hin und her. Mit Schauspielerin Barbara Valentin führte er in seiner deutschen Wahlheimat eine kurze offene Beziehung. Fünf Jahre lang liebte Freddie Jim Hutton, mit dem er bis zu seinem Tod im Jahre 1991 (in seinem Londoner Haus) gemeinsam lebte.

Von seiner Aids-Erkrankung wusste bis kurz vor seinem Tod niemand etwas, auch wenn es massenhaft Spekulationen darüber gab. Nur wenige Stunden vor seinem Tod sprach die Rocklegende das letzte Mal zu seinen Fans. Am 24. November 1991 verstarb Freddie Mercury an einer Lungenentzündung, die er als Folge seiner Aids-Erkrankung nicht mehr überleben konnte.

Während Freddie Mercury binnen seiner Musikerkarriere auch als Solist tätig war, machten vor allem Songs wie „Made in Heaven“, „Let Me Entertain You“ und „We Are The Champions“ ihn und seine Band zu etwas ganz Besonderem, wofür diese auch mit dem „British Music Award“ ausgezeichnet wurden. So lebt Freddie Mercury auch 15 Jahre nach seinem Tod weiter: durch seine Musik, die ihn für immer unvergessen gemacht hat.



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